Beschreibung der Studie

Ethicus II-Deutschland wird im Rahmen einer großen internationalen Studie (ETHICUS II) die aktuelle klinische Praxis der End-of-Life (EOL) Care auf deutschen Intensivstationen erheben. Das Ziel der weltweiten Studie ist es, die klinische Praxis von EOL Care auf der Intensivstation zu erheben und zu vergleichen. Die vor 15 Jahren europaweit durchgeführte Ethicus Studie [1] hat gezeigt dass bis zu 20% der intensivpflichtigen Patienten auf der Intensivstation versterben, häufig nach vorangegangener Entscheidung zur Begrenzung von lebenserhaltenden Therapien. Es zeigten sich europaweit erhebliche Unterschiede bei EOL-Entscheidungen und -Prozessen. Mit der aktuellen Studie wollen wir Unterschiede der EOL Care in den Zentren erfassen, die an der ersten ETHICUS Studie teilgenommen haben und weltweite Unterschiede in allen teilnehmenden Zentren. Die deutschen Studienzentren werden zusätzlich mit validierten Fragebögen die Wahrnehmung und psychische Gesundheit von Angehörigen und Intensivstations-Personal (Ärzte, Pflegekräfte) bewerten, um Risikofaktoren für EOL Entscheidungen sowie deren Einfluss auf das Personal zu eruieren.

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Studiendetails

Studienziel • Kategorie der End-of-life Care
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 970
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Jena

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, die auf der ITS versterben oder eine Begrenzung der lebenserhaltenden Therapie erfahren

Ausschlusskriterien

  • Patienten ohne Therapiebegrenzungen die lebend entlassen worden sind
  • Patienten auf Überwachungs- oder Intermediate Care Station oder auf Normalstationen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Obwohl die intensivmedizinische Behandlung Leben rettet, versterben bis zu 20% von Patienten auf Intensivstationen (ITS) weltweit. Häufig gehen dem Versterben Entscheidungen zur Begrenzung von lebenserhaltenden Therapien voraus. Solche Entscheidungen sind belastend für Angehörige, die nicht nur mit dem Tod eines Familienmitgliedes zu kämpfen haben, sondern auch an schwierigen Entscheidungen teilnehmen müssen. Bis zu 30% bis 50% der Angehörigen haben noch 3 Monate nach dem Intensivaufenthalt mit Symptomen wie Angststörungen, Depression und Posttraumatischem Stresssyndrom zu kämpfen [2,3]. Entscheidungen haben auch Auswirkungen auf das ITS-Personal. Die EOL-Care ist belastend für Ärzte und Pflegekräfte, auch im Hinblick auf deren unterschiedliche Rollen und Verantwortlichkeiten [4,5]. Eine schlechte Arbeitsumgebung kann die arbeitsbezogene Belastung erhöhen und das Wohlbefinden des Personals beeinträchtigen [5, 6, 7] Die vor 15 Jahren europaweit durchgeführte erste Ethicus Studie hat gezeigt, dass die EOL-Entscheidungen und -Prozesse weltweit sehr unterschiedlich sind. Die Ethicus II Studie ist eine prospektive, observationale Kohortenstudie, die das Ziel hat, die aktuelle Praxis der EOL-Entscheidungen zu erfassen und ggf. Veränderungen in den Zentren festzustellen, die an der ersten Studie teilnahmen Alle Patienten werden eingeschlossen, die auf Intensivstation versterben oder EOL-Entscheidungen erhalten haben, Die Anzahl von Patienten, die auf der ITS aufgenommen werden, wird erfasst, um die Häufigkeit der EOL-Entscheidungen zu quantifizieren. Alle Patienten werden anonym erfasst und nur nach entsprechendem Ethikvotum.. Es werden 5 distinkte Kategorien für EOL Care definiert: erfolglose kardiopulmonale Reanimation (CPR, i.e. Patient verstirbt trotz mechanischer Ventilation und Herzdruckmassage); Hirntod (dokumentierte unumkehrbarer Hirnfunktionsausfall sowie Erüfüllen der aktuellen Kriterien des Hirntodes); Withhold (WH: die Entscheidung, eine lebenserhaltende Therapie nicht zu steigern oder neu zu beginnen); keine kardiopulmonale Reanimation- (Do Not Resuscitate/Do Not Intubate); Withdraw (WD. die Entscheidung, eine lebenserhaltende Therapie zu beenden) und Aktive Verkürzung des Sterbeprozesses (definiert als absichtliche Beschleunigung des Sterbeprozesses). Darüber hinaus werden die deutschen Studienzentren nach 3 Monaten, eine Angehörigenbefragung durchführen, um deren Einschätzung und Zufriedenheit mit den Entscheidungsprozessen und der intensivmedizinischen Therapie sowie deren psychologische Beschwerden zu erfassen. Es wird auch eine Befragungen der ITS-Ärzte und –Pflegekräfte stattfinden um deren Wahrnehmung der Arbeitsumgebung und ihre psychische Belastung zu erfassen.. Letztlich nehmen die teilnehmenden Intensivstationen auch an einer kulturspezifischen Befragung teil, um eventuelle Unterschiede zu erfassen. Studienpopulation- Alle erwachsenen Patienten, die im Rahmen der 6-monatigen Studienperiode auf der Intensivstation aufgenommen wurden und dort versterben oder EOL-Entscheidungen erhalten haben, werden in die Studie prospektiv eingeschlossen. Im Falle einer EOL Entscheidung werden die Charakteristika der Entscheidungsfindung vom zuständigen Arzt ermittelt. Die eingeschlossenen Patienten nachverfolgt bis zum Versterben, Entlassung von der Intensivstation oder aus dem Krankenhaus, oder für 2 Monate. Einschlußkriterien für Angehörige sind ein ITS-Aufenthalt des Patienten für länger als 48 Stunden. Alle auf der Intensivstation beschäftigten Ärzte und Pflegekräfte können an der Befragung teilnehmen.

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