Beschreibung der Studie

Gelenkkontrakturen sind Einschränkungen des vollen Bewegungsausmaßes eines Gelenks und kommen bei älteren Menschen und insbesondere bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen häufig vor. Als Folge von Inaktivität, Fehlbildung, Verletzungen oder Schmerzen führen diese oftmals zu Einschränkungen der Mobilität und Selbstständigkeit älterer Menschen. Trotz ihrer weitreichenden Konsequenzen sind Gelenkkontrakturen sowohl im stationären Setting als auch in der häuslichen Pflege bislang nur wenig untersucht. Die Ludwig- Maximilians-Universität München und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben eine aus mehreren Teilen bestehende Intervention zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit, sozialen Teilhabe (Partizipation) und Lebensqualität entwickelt, die so genannte kontraktursensible Pflege. Das Ziel dieser Studie ist es, die Intervention der kontraktursensiblen Pflege für ältere Menschen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Machbarkeit zu überprüfen. Hierzu werden die teilnehmenden Alten- und Pflegeheime nach einem zufälligen Schema einer Interventions- bzw. Kontrollgruppe zugeteilt. In den Einrichtungen der Interventionsgruppe wird die Intervention der kontraktursensiblen Pflege unmittelbar nach dem Studienbeginn zusätzlich zur Standardversorgung eingeführt. Die Einrichtungen der Kontrollgruppe erhalten eine kurze Informationsveranstaltung zur Thematik.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Partizipation (Instrument: PaArticular Scale (Sub-Skala 2)), entwickelt in Vorstudien; Messzeitpunkte Baseline, nach 3 und 6 Monaten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnostizierte Gelenkkontraktur, Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Terminale Erkrankung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Hintergrund: Gelenkkontrakturen sind ein häufiges Phänomen bei gebrechlichen älteren Menschen in Pflegeheimen. Gelenkkontrakturen wirken sich negativ auf die Lebensqualität und die Funktionsfähigkeit der Betroffenen aus und stellen somit ein relevantes Problem dar, dem eine vermehrte Aufmerksamkeit in den vergangenen Jahren zu Teil wurde. Die Betonung des Syndroms der Gelenkkontraktur, z.B. durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, führte zu einem Anstieg des Assessment- und Dokumentationsaufwands und zum vermehrten Einsatz präventiver Maßnahmen in der Praxis, deren Wirksamkeit bislang unklar ist. Vor diesem Hintergrund muss der Situation alter Menschen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit gewidmet werden und zwar insbesondere den Einschränkungen in den Aktivitäten und der Partizipation der Betroffenen. Zielstellung: Diese Studie hat das Ziel, eine komplexe Intervention zur Verbesserung von sozialer Teilhabe von Menschen mit Gelenkkontrakturen in die stationäre Langzeitpflege zu implementieren und auf Machbarkeit zu überprüfen. Methodik: Die Pilotstudie ist als Cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit einer Interventions- und einer Kontrollgruppe geplant. Insgesamt werden sechs Pflegeheime aus zwei Regionen Deutschlands in die Studie eingeschlossen. Primäre Zielgröße ist Partizipation bei Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern mit Gelenkkontrakturen. Zur Messung sekundärer Endpunkte werden Instrumente verwendet, die Einschränkungen der Aktivität, Lebensqualität, Aktivitäten des täglichen Lebens und Parameter für Bewohnersicherheit wie Stürze und sturzbedingte Folgen erfassen. Die Pilotstudie wird durch eine Prozessevaluation begleitet, die sich qualitativer und quantitativer Methoden bedient. Erwartete Ergebnisse: Die Untersuchung will Erkenntnisse gewinnen zur Akzeptanz, des weiteren Modellierungsbedarfs und der Umsetzbarkeit der komplexen Intervention sowie deren fördernden und hemmenden Faktoren. Im Rahmen der Prozessevaluation sollen die Wirkfaktoren der komplexen Intervention auf allen Ebenen identifiziert werden. Die Eignung der Erhebungsinstrumente wird geprüft und Daten für eine künftige Fallzahlberechnung werden gesammelt.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: