Beschreibung der Studie

Bei vegetarischen und veganen Ernährungsformen stehen den potenziellen Vorteilen (z.B. hohe Aufnahme der Vitamine C, E und Folat) mögliche Risiken bei der Versorgung mit anderen Mikronährstoffen gegenüber. Als zentrales Problem erweist sich dabei die ausreichende Versorgung mit Cobalamin. In dieser Studie soll daher untersucht werden, ob sich pflanzliche Vitamin B12 Quellen (1. Alge, 2. Pflanzengranulat) (im Vergleich zu einem synthetischen Vitamin B12 Präparat) eignen, den Versorgungstatus von Vegetariern und Veganern an Vitamin B12 zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Veränderung des Holotranscobalamins (Woche 8 (t8) im Vergleich zu Woche 4 (t4); Woche 8 (t8) im Vergleich zu Baseline (t0); Woche 4 (t4) im Vergleich zu Baseline (t0)) (Blutparameter)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nichtraucher; Seit mind. 1 Jahren vegetarische und/oder vegane Ernährung; Serum-Cobalamin 110-310 pmol/l; schriftliche Einwilligung der Probanden nach ausführlicher mündlicher und schriftlicher Aufklärung über die Studieninhalte, -anforderungen und Risiken; Fähigkeit und Bereitschaft der Studienteilnehmer, den Anweisungen des Prüfers zu folgen (Einhalten der Studienbedingungen; Einnahme der Studienmedikation entsprechend der Dosierungsempfehlung etc.)

Ausschlusskriterien

  • Einnahme von Vitamin B12-Supplementen in den letzten 3 Monaten vor Studienbeginn; schwere chronischen Erkrankungen (Tumor, Diabetes Typ 1 etc.), manifeste Herz-Kreislauferkrankungen (z. B. Angina pectoris, Herzfehler), Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen; bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegen eines der im Prüfprodukt enthaltenen Inhaltsstoffe; chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Pankreasinsuffizienz); Operation am Herzen (Stent, Bypass, Schrittmacher) oder Verdauungstrakt (Ausnahmen: Entfernung von Blinddarm oder Gallenblase); unmittelbar bevorstehende chirurgische Eingriffe; BMI > 30 kg/m²; Alkohol-, Drogen- und/oder Medikamentenabhängigkeit; Raucher; Schwangere und Stillende; Nicht einwilligungsfähige Personen; fehlende, abgelehnte oder zurückgezogene Einwilligung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Vegetarische und vegane Ernährungsformen erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Potenziellen Vorteilen von pflanzlich orientierten Kostformen (z.B. hohe Aufnahme der Vitamine C, E und Folat) stehen mögliche Risiken bei der Versorgung mit anderen Mikronährstoffen gegenüber. Als zentrales Problem erweist sich dabei die ausreichende Versorgung mit Cobalamin (Vitamin B12), da dieses ausschließlich von Mikroorganismen, nicht aber von Pflanzen, synthetisiert werden kann. Fleisch und Fisch stellen daher die wesentlichen Quellen des Vitamins dar; die Gehalte in Milch und Milchprodukten sind demgegenüber deutlich niedriger. Pflanzliche Lebensmittel enthalten im Allgemeinen kein Vitamin B12; Spuren finden sich lediglich in fermentierten Produkten wie beispielsweise Sauerkraut. Entsprechend zeigen sich bei vielen Veganern, aber auch bei Lakto-Ovo-Vegetariern biochemische und/oder klinische Anzeichen eines Cobalaminmangels. Bereits seit geraumer Zeit wird diskutiert, inwieweit auch bestimmte pflanzliche Produkte zur Vitamin B12–Versorgung beitragen können. Einige Studienergebnisse deuten besonders beider Alge Chlorella auf einen relevanten Vitamingehalt hin. Zudem zeigen erste HPLC/MS-Analysen ein Vitamin-B12-Vorkommen in Pflanzen wie Sanddorn und Queckenwurzel, die in Symbiose mit Knöllchenbakterien leben. Ziel dieser ernährungsphysiologischen Studie ist es, den Beitrag verschiedener als B12-Quellen angebotener Pflanzen zur Vitamin B12-Versorgung von Vegetariern und Veganern zu untersuchen. Des Weiteren soll bei einer positiv ansprechenden Subpopulation im Zeitintervall von 1, 4, 8 und 16 Wochen die Kinetik der Holo-Transcobalamin-Konzentrationen bestimmt werden.

Quelle

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