Beschreibung der Studie

In der vorliegenden Studie wird die Nutzung eines Kaunervens zur Wiederbelebung des Gesichtes bei länger bestehender Gesichtsnervenlähmung untersucht. Der Kaunerv ist von der Lähmung nicht betroffen und kann daher zur Versorgung von freien funktionellen Muskeltransplantaten genutzt werden, die notwendig sind, um die gelähmte Gesichtsmuskulatur zu ersetzen. Unklar ist dabei, warum trotz der Nutzung des Kaunerven bei einer Vielzahl der Patienten eine spontanes, emotionales Lachens wieder erreicht werden kann, dass von der ursprünglichen Funktion des Nerven, nähmlich der Beissbewegung unabhängig ist. Unserer Hypothese entsprechend ist dies der Fall bei Patienten, die den Kaunerven schon vor der Operation beim Lachen mitaktivieren. Daher sollen alle Patienten bei denen eine Rekonstruktion der Gesichtsmimik bei Gesichtsnervenlähmung durchgeführt werden soll mit diesem Verfahren im Vorfeld eine Messung der Muskelaktivität des Kaumuskels beim Lachen erhalten. Das Ergebnis soll dann postoperativ mit der Fähigkeit zum spontanen lachen korrelliert werden, um nachzuweisen, dass sich durch Messung der AKtivität des Kaumuskels beim Lachen das Erlangen eines spontanen Lachens postoperativ vorhersagen läßt. In einer klinischen Vorstudie soll an 30 Probanden der Nachweis mittels Nadel-Elektromyographie erbracht werden, dass sich die Mitaktivation beim Lachen detektieren läßt und prozentual mit der in der Literatur angegebenen Werten derer Patienten die es schaffen nach Gracilis-Transfer mit Anschluß an den N. massetericus zu lachen korreliert.

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Studiendetails

Studienziel Spontanes oder nicht spontanes (nur willkürliches) Lachen nach fazialer Reanimation durch freien funktionellen Muskeltransfer. Überprüfung durch klinische Untersuchung 6 Monate nach Operation. In der Vorstudie: Mitaktivation des Musculus masseter beim Lachen in der Elektromyographie ja/nein).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Plastische und Handchirurgie
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Wahl eines einzeitigen Verfahrens zur Mundwinkelreanimation mit Anschluss des frei transferierten Muskels an den N. massetericus bei Patienten mit Facialisparese.
  • Für die Vorstudie 30 freiwillige gesunde Probanden.

Ausschlusskriterien

  • Minderjährigkeit, Patienten mit Facialisparese bei denen ein zweizeitiges Verfahren mit Anschluss des transferierten Muskels an ein vorgelegtes Cross-Face-Nerventransplantat vorgesehen ist. Vorhergegangene gescheiterte Reanimationsversuche mit freiem funktionellen Muskeltransfer.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Mitaktivation des M. massetericus beim Lachen lässt sich durch eine Elektromyographische Untersuchung messen, und ist in einem Teil der Bevölkerung vorhanden. In dieser Studie soll geprüft werden, ob sich bei Patienten die einen freien funktionellen Gracilistransfer erhalten zur Reanimation des Mundwinkels bei Fazialisparese mit dieser Messung vorhersagen lässt, ob es die Patienten erlernen werden bei Anschluss des verpflanzten Muskels an diesen Kaunerven spontan zu lachen. Hierzu wird eine EMG Messung präoperativ durchgeführt und mit dem postoperativem Ergebnis korreliert. In einer Vorstudie soll der Nachweis erbracht werden, dass sich diese Koaktivation mittels Nadelelektromyographie detektieren läßt.

Quelle

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