Beschreibung der Studie

Um in Zukunft während der Wartezeit auf eine Einzeltherapie eine Form der Behandlung anbieten zu können und um zu erforschen, wie die Versorgungssituation verbessert werden kann, führen wir diese Studie zum Nutzen eines Selbsthilfebuchs in der Wartezeit auf einen Therapieplatz durch. Dazu nutzen wir ein Selbsthilfebuch, welches sich in der Behandlung von Depressionen als hilfreich erwiesen hat. In dieser Studie wollen wir nun prüfen, ob das Buch auch während der Wartezeit auf einen Therapieplatz wirksam ist. Patienten, die eine Therapie an der kölner Hochschulambulanz wünschen, kommen zuerst zu einer offenen Sprechstunde. Wenn sich in der Sprechstunde herausstellt, dass ein Patient/eine Patientin an einer Depression leidet und eine Therapie im Rahmen der Hochschulambulanz wünscht, wird der Patient/die Patientin auf eine Warteliste für eine Einzeltherapie gesetzt. Außerdem wird er/sie über die Studie informiert und wenn er/sie daran teilnehmen möchte, wird in der selben Woche ein klinisches Interview durchgeführt und Fragebögen ausgehändigt. Falls der Patient/die Patientin die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Studie erfüllt, wird er/sie 6 Wochen darauf nochmal zu einem Interview einladen und ihm werden nochmal verschiedene Fragebögen zum Ausfüllen geben. Um die Wirkung des Buches während der Wartezeit auf einen Therapieplatz prüfen zu können, werden die Patienten dabei zufällig einer der folgenden Gruppe zugeteilt werden: In der „Selbsthilfegruppe“ bekommen Sie unmittelbar im Anschluss an das erste Interview ein Selbsthilfebuch und eine Mappe mit Arbeitsblättern zur Therapie ihrer Depression geschenkt. Die „verzögerte Selbsthilfegruppe“ dient als Vergleichsgruppe ohne Behandlung in der Wartezeit. Deshalb erhalten die Teilnehmer in dieser Gruppe das Selbsthilfebuch und die Arbeitsblätter nach 6 Wochen, wenn die Studie abgeschlossen ist.

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Studiendetails

Studienziel Das vereinfachte Beck Depression Inventory (BDI-V) und der Diagnosestatus (nach Skid-I Interview) zu Beginn der Studienteilnahme und nach 6 Wochen
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie Universität zu Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit der Primärdiagnose einer depressiven Episode, die eine Therapie in der kölner Hochschulambulanz wünschen.

Ausschlusskriterien

  • Komorbide Suchterkrankung, akute Suizidalität

Adressen und Kontakt

Hochschulambulanz für Psychotherapie an der Universität zu Köln, Köln

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Im Rahmen der geplanten Studie soll geprüft werden ob depressive Patienten, die auf einen ambulanten Therapieplatz warten, von einem bereits positiv evaluierten Selbsthilfemanual profitieren können und welche Prädiktoren voraussagen, für welche Patientengruppen solch ein Bibliotherapieangebot erfolgversprechend ist. Die geplante Studie soll im klinischen Setting (im Rahmen der Hochschulambulanz) durchgeführt werden, um im Sinne der „Effectiveness“-Forschung eine erhöhte externe Validität zu gewährleisten. Die Untersuchung soll an zwei Terminen im Abstand von sechs Wochen stattfinden. Zusätzlich wird mit einer offenen Sprechstunde begonnen in der ein Psychologischer Psychotherapeut mit den Patienten ein 50 minütiges diagnostisches Erstgespräch führt. Dieses erhalten alle Patienten, die sich für eine Therapie in der Hochschulambulanz interessieren. Wenn nach dem Gespräch der Verdacht einer Primärdiagnose unipolare depressive Episode besteht, wird der Patient/die Patientin über die Studie informiert. Wenn er oder sie sich bereit erklärt an der Studie teilzunehmen, wird in den nächsten 7 Tagen das Strukturierte Klinische Interview für DSM-IV (SKID-I: Achse I: Psychische Störungen) und die Hamilton Depressions Skala (HAM-D) durchgeführt um die Eignung für die Studie zu überprüfen und um die Symptomatik zu Beginn der Studie zu erfassen. Außerdem füllen die Probanden zwischen dem Erstgespräch und dem Interview ein Fragebogenpaket aus. Im Falle einer Eignung zur Studie werden die Teilnehmer randomisiert einer von zwei Bedingungen zugeteilt. Teilnehmer die zur „Selbsthilfegruppe“ zugeordnet werden, erhalten nach dem Interview das Selbsthilfemanual „Feeling Good – Depressionen überwinden und Selbstachtung gewinnen: Wie sie lernen, sich wieder wohlzufühlen“ (Burns, 2011). Außerdem erhalten sie ein Informationsblatt mit weiteren Instruktionen, wie sie das Selbsthilfemanual im Rahmen der Studie nutzen sollen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer eine Mappe, in der die im Buch skizzierten Arbeitsblätter abgeheftet sind, so dass diese direkt ausgefüllt werden können. Die Mappe enthält auch ein Lesetagebuch in dem die Probanden eintragen sollen, was sie wann gelesen haben und welche Arbeitsblätter sie genutzt haben, um Daten über die Nutzung des Selbsthilfemanuals zu sammeln. Probanden in der „verzögerten Selbsthilfegruppe“ erhalten nach der offenen Sprechstunde und dem Diagnostiktermin auch ein eigens auf sie zugeschnittenes Informationsblatt. Das Selbsthilfemanual und die Arbeitsblätter erhalten sie jedoch erst beim zweiten Diagnostiktermin. Nach sechs Wochen werden Probanden aus beiden Bedingungen wieder in die Hochschulambulanz eingeladen, wo mit ihnen nochmal SKID-I und HAM-D durchgeführt werden und sie ein zweites Fragebogenpaket ausfüllen. Beim SKID-I wird diesmal nur die aktuelle Symptomatik erfasst und nicht nach psychischen Störungen in der Vorgeschichte gefragt. SKID-I und HAM-D werden von psychologischen Psychotherapeuten oder Diplom Psychologen in Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt, die vorher eine Schulung zur Durchführung dieser Verfahren erhalten haben. Die Interviewer werden nicht darüber informiert zu welcher Versuchsgruppe die Probanden gehören und auch die Probanden werden gebeten dies nicht preis zu geben, um eine Verblindung des Untersuchers zu gewährleisten.

Quelle

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