Beschreibung der Studie

Die Infektion einer Knietotalendoprothesen (TEP) ist für den Patienten ein Desaster und kann mit einem langen Leidensweg verbunden sein. Aus diesem Grund sollte alle möglichen Risiken weitestgehend minimiert oder sogar ausgeschlossen werden. Eine Ursache der Infektion stellt die Kontamination des OP Feldes während der Operation dar. Während der Operation wird mit Flüssigkeiten (meist wasserartige Lösungen) das OP Feld gereinigt. Diese Flüssigkeiten sammeln sich auf dem OP Feld bzw. der sterilen Abdeckung und bilden zusammen mit den Körperflüssigkeiten (z.B. Blut) und Gewebresten einen guten Nährboden für Keime. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, ob es im Verlauf der Operation zu einer Keimbesiedlung dieser Rückstände kommt. Aus diesem Grund sollen im Verlauf der OP zu festen Zeitpunkten Proben gewonnen werden und zur Untersuchung auf Bakterien ins Labor geschickt werden. Des Weiteren sollen die Patienten nach 1, 5, 10 und 20 Jahren kontaktiert werden hinsichtlich einer Knie-TEP Infektion und die Bakterienarten bei möglichen intraoperativen Kontaminationen verglichen werden, um festzustellen bei welchen Patienten und Bakterienarten es zu Infektionen kam. An einem Zentrum werden Patienten während der Implantation von primären Knie-TEPs untersucht und an dem anderen Standort werden Knie-TEP Wechsel untersucht, also Patienten bei denen die 1. Knie-TEP bereits versagt hat und eine 2. implantiert wird. Ausgenommen werden hierbei Patienten mit bekanntem Infekt der ersten Prothese oder vorherigem Infekt des nativen Knies.

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Studiendetails

Studienziel Nachweise einer Kontamination bei einer der abgenommenen Proben
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die einen primären Knie-TEP Oberflächenersatz erhalten.
  • Patienten, die einen einzeitigen aseptischen Knie-TEP Wechsel erhalten, d.h. mit negativem präoperativem Punktions- und / oder Histiologieergebnis.
  • Einverständniserklärung der Patienten

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die beschränkt geschäftsfähig oder geschäftsunfähig sind.
  • Minderjährige Personen
  • Bei den Patienten zur primären Knie-TEP werden Patienten mit Voroperationen mit Implantat z.B. Platten nach Tibiakopffrakturen ausgeschlossen.
  • bei den Revisionspatienten werden Patienten mit vorherigen Knieinfekten ausgeschlossen

Adressen und Kontakt

Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie und Klinik für Orthopädie, Berlin

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Krankenhaus Märkisch-Oderland (Wriezen), Orthopädie, Wriezen

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Häufig gestellte Fragen

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Es werden zwei initiale Proben aus den beiden Spülbehältern abgenommen um eine Kontamination durch diese Spülflüssigkeiten auszuschließen. Die eine Probe wird aus dem Spülflüssigkeitsbeutel für die Jet Lavage gewonnen. Die zweite Probe wird aus der Flasche mit Spülflüssigkeit für die intraoperativ verwendete 20ml Spritze zum Spülen entnommen. Anschließend wird Flüssigkeit auf die unbenutzte Abdeckung gegeben (vor dem Hautschnitt) und unmittelbar wieder aufgenommen und beprobt. Nach Op Beginn werden 2-3 ml Spülflüssigkeit aus dem OP Feld gewonnen. Dies erfolgt erstmals 30 min nach OP Beginn und dann im Intervall von je 30 min und letztmalig am OP Ende. Nach Abschluss der chirurgischen Maßnahmen wird zusätzlich die Saugerspitze entfernt und ebenfalls der mikrobiologischen Untersuchung zugeführt. Falls einmal keine Flüssigkeit im OP Feld vorhanden sein sollte bzw. die Menge zu gering ist wird dies im Erfassungsbogen dokumentiert. Die Proben werden in Kinderblutkulturflaschen gefüllt. Zwei mikrobiologische Institute (eins für den Standort Wriezen und eines für den Standort Berlin) bebrüten die Proben mind. 14 Tage. Bei einem Keimwachstum (Bakterien) wird der genaue Keim bestimmt und ein Resistogramm angefertigt. Des Weiteren werden die Patienten nach 1, 5, 10 und 20 Jahren bzgl. der Frage eines zwischenzeitlichen Knie-TEP Infekts kontaktiert. In einem Zentrum werden primäre Knie-TEPs untersucht. In dem anderen Zentrum werden Revisions-Knie-TEP (ausser bei bekanntem vorherigen Infekt) untersucht.

Quelle

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