Beschreibung der Studie

Bei dieser Studie handelt es sich um die rückwirkende Betrachtung der während einer stationären Behandlung erhobenen Daten von Patienten, die sich in unserer Klinik bei Hüftgelenksarthrose dem Einbau eines künstlichen Hüftgelenkes unterzogen haben. Da in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen an Übergewicht leiden und es in Folge oft zum Verschleiß der Hüftgelenke kommt, die einen Gelenkersatz erfordern, möchten wir in unserer Einrichtung untersuchen, ob es bei Übergewichtigen nach einem Hüftgelenksersatz zu vermehrten Problem wie Wundheilungsstörungen und Abrissbrüchen des großen Rollhügels kommt. Aus den erhobenen Daten und daraus resultierenden Erkenntnissen möchten wir für die Zukunft bessere Behandlungsmöglichkeit für übergewichtige Prothesenpatienten schaffen.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit von intra- und perioperativen Trochanterabrissfrakturen und Trochanterinfraktionen Häufigkeit von Wundheilungsstörungen nach Implantation von Hüfttotalendoprothesen über einen minimalinvasiven Zugang Als Endpunkt ist die klinische und ggf. radiologische Kontrolle der Patienten ca. 4 Wochen postoperativ im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle ACURA Kliniken Albstadt GmbH

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Coxarthrose
  • Männliche und weibliche Patienten im Alter zwischen 30 und 80 Jahren
  • Stattgefunden elektive Hüft-TEP über AMIS DAA und Vorliegen von Nachbeobachtungsdaten von ca. 4 Wochen postoperativ
  • Einhaltung des ärztlich angeordneten Therapieregimes in der Nachbeobachtungsphase
  • Schriftliche Einwilligung der teilnehmenden Person in die Datenerhebung
  • Geschäftsfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • Frakturprothesen
  • Anamnestisch bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Wundpflastern
  • Sucht- oder sonstige Erkrankungen, die es der oder dem Betreffenden nicht erlauben, sich an postoperative Vorgaben zu halten
  • Orale Dauerantikoagulation in der Anamnese
  • Corticoiddauertherapie oder Immunsuppression
  • Lokale präoperative Hautveränderungen

Adressen und Kontakt

ACURA Kliniken Albstadt GmbH, Albstadt

Ansprechpartner: Dr.med. Emese Scholl

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Häufig gestellte Fragen

In der Beobachtungsstudie sollen retrospektiv Daten von Patienten mit Coxarthrose und stattgefundener Implantation einer Hüft-TEP über AMIS DAA ausgewertet werden. Das Patientenkollektiv stammt aus der Routineversorgung unserer Klinik. Es sollen Unterschiede bezüglich von Wundheilungsstörungen und Trochanterabrissfrakturen dargestellt werden. Um später Erkenntnisse für die zukünftige Behandlung von adipösen Coxarthrosepatienten aus den Daten ziehen zu können, werden die Patienten in 3 BMI-Klassen eingeteilt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien