Beschreibung der Studie

Von einer modernen Narkose werden gute Verträglichkeit, kurze anästhesiologische Prozesszeiten und geringe Nebenwirkungen gefordert. Bei einer guten Analgesie Schmerzkontrolle ist eine Korrelation mit dem funktionellen Ergebnis beschrieben. Die Literatur weist für die Regionalanästhesie eine bessere postoperative Schmerzkontrolle nach. Einige Studien beschreiben, dass es alleine durch die Anlage der Regionalanästhesie zu einem geringeren Schmerzerleben im Sinne einer präventiven Analgesie kommt. In vielen Untersuchungen wird ein Zusammenhang zwischen der Aktivität des sympathischen Nervensystems und dem Schmerzniveau gezeigt. Dabei spielt der intraoperative Stress eine bedeutende Rolle für das postoperative Outcome. Anhaltend intraoperativer Stress führt zu einer vegetativen autonomen Antwort mit erhöhtem Blutdruck und schnellem Herzschlag, zu biochemischen Veränderungen im Körper im Sinne einer endokrinen Stressantwort, die zu einer erhöhten Sterblichkeit und verzögerter Entlassung führen können. Wir haben bei der Durchführung der initalen Studie im ambulanten elektiven Bereich erstaunliche Ergebnisse erhalten, wo sich eine deutliche Reduktion des intraoperativen Stresses, der postoperativen Schmerzen und eine größere hämodynamische Stabilität während und nach der Operation zeigte, sowie eine größere Patienten Zufriedenheit. Völlig unklar ist bisher, wie sich eine frühe Ultraschallgesteuerte Regionalanästhesie bereits in der Präklinik / Notaufnahme auf die o.g. Qualitäten hin auswirkt. Dies liegt zum einen darin, dass nur Anästhesisten auf diese Regionalanästhesie Technik ausgebildet sind und dass bisher auf Notarzt besetzten Rettungsmitteln nach DIN keine Sonographie Geräte vorgehalten werden und sollte dieses doch im Einzelnen der Fall sein, diese nicht über die erforderlichen technischen Voraussetzungen (Linearschallkopf hochfrequenz) verfügen. Femoralis Blockaden in der Leiste bei Oberschenkelhals Frakturen sind in der aktuellen S3 Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und postoperativer Schmerzen“ als Evidenzgrad A beschrieben worden und zeigten in einer Untersuchung von Fletscher eine schnellere Analgesie als die Standardtherapie mit Analgetika. Gerade diese Notfallpatienten im Rettungsdienst und / oder Notaufnahme haben deutlich erhöhten Stress / Schmerzen vor Beginn der Operation, als es bei einer Elektiv Operation der Fall wäre, so dass gerade hier in Bezug der o.g. Problematik einer erhöhten Stressantwort / Sympathikusaktivität eine gute Analgesie / Schmerzkontrolle eine wichtige Rolle spielen könnte und sich die Ergebnisse womöglich noch deutlicher Unterscheiden von den elektiven Patienten. Gerade Notfallpatienten berichten häufig von einer sehr schmerzhaften Phase der Diagnostik und des Transportes im Vorfeld der Weiterbehandlung.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzmessung - Bei eintreffen des Notarztes / Nach Analgesiemethode / am 1. und 2. Folgetag - durch Nummeric Rating Scale Interview durch Studienarzt Repositionsmöglichkeit - Nach Repositionsmanöver des Notarztes - durch Fragebogen an den Notarzt
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Göttingen Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • Vorbestehende Nervenschäden, Allergien gegen Lokalanästhetika

Adressen und Kontakt

Rettungshubschrauber CH 44, Notarzteinsatzfahrzeug, Göttingen

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Häufig gestellte Fragen

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Von einer modernen Anästhesie / Analgesie werden gute Verträglichkeit, kurze anästhesiologische Prozesszeiten und geringe Nebenwirkungen gefordert. Bei einer guten Analgesie Schmerzkontrolle ist eine Korrelation mit dem funktionellen Ergebnis beschrieben (Singelyn et al. 1998). Die Literatur weist für die Regionalanästhesie eine bessere postoperative Schmerzkontrolle nach (Klein et al. 2002, Cuvillon et al. 2010, Massicotte et al. 2009, Yauger et al. 2010, Mc Cartney et al. 2004, Kopp et al. 2010 ). Einige Studien beschreiben, dass es alleine durch die Anlage der Regionalanästhesie zu einem geringeren Schmerzerleben im Sinne einer präventiven Analgesie kommt (Kissin et al. 1994, Woolf et al. 1993). In vielen Untersuchungen wird eine Korrelation zwischen der Aktivität des sympathischen Nervensystems und dem Schmerzniveau gezeigt (Huiku M., et al. 2007, Ahonen J. et al.2007, Wennervirta J. et al.2008, Struys, MMR F. et al. 2007, Gruenewald M. et al. 2009, A.Janitzki et al. 1986, A. Janitzki et al. 1990, 1993, 1994, 1995, C. Lescher et al. 2000, A. Götte et al. 2000, H. Storm et al. 2002). Dabei spielt der intraoperative Stress, im Sinne der Balance zwischen nociception und anti-nociception, eine bedeutende Rolle für das postoperative Outcome (Parker et al. 1995, Riles et al. 1993, Monk et al. 1992). Anhaltend intraoperativer Stress führt, neben einer humoralen Antwort durch Katecholamine zu einer vegetativen autonomen Antwort mit erhöhtem Blutdruck und Tachykardie, zu biochemischen Veränderungen im Körper im Sinne einer endokrinen Stressantwort, die zu einer erhöhten Morbidität und verzögerter Entlassung führen können (Kehlet et al. 1997, Holte et al. 2002, Hahnenkamp et al. 2004, Monk und Buhre 2005/2003). Wir haben bei der Durchführung der initalen Studie im ambulanten elektiven Bereich erstaunliche Ergebnisse erhalten, wo sich eine signifikante Reduktion des intraoperativen Stresses, der postoperativen Schmerzen und eine größere hämodynamische Stabilität während und nach der Operation zeigte, sowie eine größere Patienten Zufriedenheit. Völlig unklar ist bisher, wie sich eine frühe Ultraschallgesteuerte Regionalanästhesie bereits in der Präklinik / Notaufnahme auf die o.g. Qualitäten hin auswirkt. Dies liegt zum einen darin, dass nur Anästhesisten auf diese Regionalanästhesie Technik ausgebildet sind und dass bisher auf Notarzt besetzten Rettungsmitteln nach DIN keine Sonographie Geräte vorgehalten werden und sollte dieses doch im Einzelnen der Fall sein, diese nicht über die erforderlichen technischen Voraussetzungen (Linearschallkopf hochfrequenz) verfügen. Femoralis Blockaden bei Oberschenkelhals Frakturen sind in der aktuellen S3 Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und postoperativer Schmerzen“ als Evidenzgrad A beschrieben worden und zeigten in einer Untersuchung von Fletscher eine schnellere Analgesie als die Standardtherapie mit Analgetika ( Fletscher et al. 2003 ). Gerade diese Notfallpatienten im Rettungsdienst und / oder Notaufnahme haben deutlich erhöhten Stress / Schmerzen vor Beginn der Operation, als es bei einer Elektiv Operation der Fall wäre, so dass gerade hier in Bezug der o.g. Problematik einer erhöhten Stressantwort / Sympathikusaktivität eine gute Analgesie / Schmerzkontrolle eine wichtige Rolle spielen könnte und sich die Ergebnisse womöglich noch deutlicher Unterscheiden von den elektiven Patienten. Gerade Notfallpatienten berichten häufig von einer sehr schmerzhaften Phase der Diagnostik und des Transportes im Vorfeld der Weiterbehandlung.

Quelle

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