Beschreibung der Studie

Die Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten mit Handlähmung besteht bisher vorwiegend in der Durchführung von intensiver Physiotherapie und Ergotherapie. Trotz dieser Maßnahmen behält ein Großteil der Patienten eine alltagsrelevantes Bewegungseinschränkung zurück. Eine Ursache hierfür ist unter anderem die mangelnde Neuvernetzung der motorischen Hirnregionen nach dem Schlaganfall. Dieser Prozess lässt sich mit Hilfe eines technischen Verfahrens anregen: Bei der sogenannten repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) nach dem intermittierendem Theta-Burst-Protokoll (iTBS) werden wiederkehrende Magnetimpulse durch die Schädeldecke auf die motorische Hirnrinde verabreicht und führen dort zu einer Steigerung der Hirnaktivität. Dadurch soll ein anschließend durchgeführtes motorisches Training eine verbesserte Erholung der Bewegung erzielen. In der aktuellen Studie wird untersucht, ob eine Magnetstimulation über 8 Tage in Kombination mit einem darauf folgenden physiotherapeutischen Training zu einer besseren motorischen Erholung führt als eine Physiotherapie nach Kontrollstimulation (Stimulation ohne Wirkung auf den Zielort). In den ersten Wochen, sowie drei Monate nach dem Schlaganfall wird die Griffkraft, Bewegungsfähigkeit, der Grad der Behinderung und die Lebensqualität untersucht, um die Nachhaltigkeit der Effekte dieser Therapieoption in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten besser beurteilen zu können.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Griffkraft nach 3 Monaten (gemessen mit Vigorimeter)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Uniklinik Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schriftliche Einwilligung;
  • Alter 40-90 Jahre;
  • Erstmaliger Ischämischer Schlaganfall;
  • Hemiparese mit Funktionsstörung der Hand

Ausschlusskriterien

  • Unterbringung in einer Anstalt auf gerichtliche oder behördliche Anordnung (nach § 20 MPG);
  • Aktuell oder innerhalb der letzten 12 Wochen Teilnahme an einer klinischen Prüfung;
  • Elektronische Implantate im oder am Körper oder ferromagnetische Implantate im Kopf-, Hals- oder Thoraxbereich (z.B. Gefäßclips, intrakranieller Shunt, künstliche Herzklappe, Herzschrittmacher)
  • Bestehende Medikamentenpumpe (z.B. Insulinpumpe);
  • Metallsplitter im Auge oder Kopf;
  • Schwangerschaft / Stillzeit;
  • Vorliegen einer schweren neurodegenerativen Erkrankung;
  • Vorliegen einer schweren neuroinflammatorischen Erkrankung;
  • Vorliegen einer Epilepsie bzw. Anfälle in der Vergangenheit;
  • Vorliegen einer anhaltenden Suchterkrankung mit körperlicher Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, oder Drogen (ausgenommen: Nikotin);
  • Mangelnde Kooperationsbereitschaft;
  • Bestehende oder zurückliegende maligne Tumorerkrankung mit Beteiligung des zentralen Nervensystems;
  • Vorliegen von schweren psychiatrischen Erkrankungen (insbesondere Schizophrenie, schwere Depression mit BDI-II Wert > 19, Manie);
  • Bihemisphärische frische Läsionen in der CT- oder MRT Bildgebung;
  • Vorbekannte, nicht altersentsprechende Hirnläsion (operativ, traumatisch);
  • Hinweise für erhöhten Hirndruck;
  • Schwere kardiale Funktionsstörung;
  • Lebenserwartung von < 12 Monaten;
  • NIHSS Wert > 20;
  • Therapieresistente Blutzucker-Entgleisung (<50 mg/dl oder >300 mg/dl);
  • Therapieresistente Blutdruck-Entgleisung (RR > 185/110mmHg);
  • Systemische Thrombolyse mit r-tPA oder Thrombektomie innerhalb der letzten 24h vor Studieneinschluss;
  • Vor dem Klinikaufenthalt oder dauerhaft während des Klinikaufenthalts bestehende Medikation mit Benzodiazepinen, hochpotenten Neuroleptika oder Trizyklika

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Neurologie, Köln

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Köln via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten mit Hemiparese beinhaltet bisher vorwiegend physio- und ergotherapeutische Maßnahmen. Dennoch behält ein Großteil der Patienten alltagsrelevantes Bewegungseinschränkungen zurück. Ursache hierfür ist unter anderem die mangelnde Reorganisation motorischer Hirnregionen nach dem Schlaganfall. Dieser Prozess lässt sich nicht-invasiv mit Hilfe repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS) nach dem intermittierendem Theta-Burst-Protokoll (iTBS) nachhaltig modulieren. So gibt es in der Literatur Hinweise, dass eine rTMS des primären Motorcortex die Effektivität eines darauf folgenden motorischen Trainings steigert. In der aktuellen kontrollierten, randomisierten Doppelblindstudie wird die kombinierte Anwendung von rTMS und Physiotherapie in der Frührehabilitationsphase von hemiparetischen Schlaganfallpatienten mit einer Kontrollstimulation vor Physiotherapie verglichen. Zielgrößen zu Motorik, Behinderungsgrad und Lebensqualität werden in den ersten Wochen, sowie drei Monate nach dem Schlaganfall erfasst, um die Nachhaltigkeit der Effekte von iTBS in der Frührehabilitation von Schlaganfallpatienten zu prüfen. Amendment (genehmigt durch die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, 20.12.2016): Spezifizierung der Ausschlusskriterien.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.