Beschreibung der Studie

Die Ganzhirnbestrahlung (GHB) wird häufig zur Therapie von Patienten mit multiplen Hirnmetastasen solider Tumoren angewandt. Die GHB kann Nervenzellen schädigen und so die Lebensqualität der Patienten durch den teilweisen Verlust von Gehirnfunktionen wie Lern- und Merkfähigkeit verringern. Die Schonung der gedächtnisrelevanten Hippocampus-Region während der GHB soll Gedächtnis-Defizite minimieren. Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist es, diese Bestrahlung in ihrer Wirkung hinsichtlich der Vermeidung einer Hippocampus-Atrophie, des Erhalts der Gedächtnisleistung, der Lebensqualität und des Therapieerfolgs zu evaluieren.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Veränderung des Hippocampusvolumens im MRT (Volumetrie) 3 Monate nach Ende der Strahlentherapie
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 1
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Strahlenheilkunde Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit 4-8 Hirnfiliae solider Tumoren mit Indikation zur GHB
  • Metastasen in einer Größe von 0,5- 3,5 cm
  • Schriftliches Einverständnis
  • RPA Klassifikation I und II

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit zerebralen Lymphomen, Hirnfiliae bei Keimzelltumoren o. SCLC
  • RPA Klassifikation III; unruhige, im MRT nicht lagerbare Patienten,
  • akute neurologische Symptomatik, die sofortigen Strahlentherapie-Beginn erfordert
  • Begleiterkrankungen, die neuropsychologische Symptome oder radiologisch fassbare Marklager-Veränderungen hervorrufen können
  • Medikation:
  • Antiepileptika: Benzodiazepine, Barbiturate, Topiramat, Hydantoine, Valproinsäure, Carbamazepin (ggfs. bei anderer Indikation)
  • Demenz, Depression (Diagnose von einem Psychiater gesichert), D. mellitus, Hypertensive Enzephalopathie
  • Metastasen im Hippocampus und in einem Abstand vom Hippocampus von 1 cm

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Metastasen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Ganzhirnbestrahlung (GHB) ist eine Standardtherapie von Patienten mit multiplen Hirnmetastasen. Dadurch kann das Überleben dieser Patienten signifikant verlängert und eine gute Lebensqualität gesichert werden. Nichtsdestotrotz kann die GHB gesunde Nervenzellen schädigen und so Funktionen wie Lernen und Gedächtnis beeinträchtigen. Gedächtnisstörungen nach GHB werden mit einer beeinträchtigten Neurogenese in Verbindung gebracht. In der hippocampalen Region befinden sich neuronale Stammzellen, die eine lebenslange Neurogenese aufrechterhalten. Die Schonung der hippocampalen Region mit den neuronalen Stammzellen während der GHB soll neurokognitive Defizite minimieren. Verschiedene Studien zeigten zudem, dass eine lokale Erhöhung der Strahlendosis auf die vorhandenen Metastasen mit einer besseren lokalen Kontrolle dieser Herde einhergeht und zusätzlich zu einem längeren Überleben führen kann. Durch heutige Bestrahlungstechniken ist es möglich, die hippocampale Region zu schonen und gleichzeitig lokal die Dosis auf die Metastasen zu erhöhen (Boost). Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist es, diese Bestrahlung in ihrer Wirkung hinsichtlich des Erhalts der neurokognitiven Funktionen, des Therapieerfolgs, der Lebensqualität, sowie der Vermeidung einer Hippocampus-Atrophie, im Vergleich zu retrospektiven Ergebnissen der GHB ohne Hippocampusschonung zu evaluieren. Die Messdaten werden vor und 3 Monate nach GHB erhoben.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: