Beschreibung der Studie

Regeneration nach Belastungen und Wettkämpfen ist ein alltägliches Thema im Leistungssport. Aus diesem Grund ist es ein wichtiges Ziel in der Sportmedizin die Erholungsphase möglichst optimal zu nutzen. Insbesondere nach exzentrischen Belastungen entstehen physiologische Reaktionen wie Muskelkater oder Leistungseinbußen, besonders bei Sportarten mit kurzen Erholungsphasen und einer hohen Wettkampf- oder Trainingsdichte. Diese Studie findet im Rahmen eines größeren Forschungsvorhabens statt, das aus zwei Teilprojekten besteht. Projekt 1: Der Zweck dieser Studie war es 2 häufig angewandte physiotherapeutische Maßnahmen, manuelle Lymphdrainage (MLD) und lokale Kälteexposition (CRY) nach einer Belastung hinsichtlich Flüssigkeitsshift, Hydrationszustand und Veränderungen im Blut zu untersuchen, wenn dies mit Ruhe verglichen wird. Die vorliegende Ergebnisse zeigten, dass es keinen Einfluss von 30-minütiger CRY oder MLD auf Flüssigkeitsverschiebungen gibt, jedoch gab es im belasteten Bein größere Veränderungen. Wenngleich statistisch nicht signifikant wurden in der MLD Gruppe die niedrigsten Hämatokritwerte gemessen und höchste in der CRY Gruppe. Bezüglich der Serumosmolalität war kein Teilnehmer de- oder hyperhydriert. Projekt 2 (DRKS00007608): Das Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob 2 häufig angewandte physiotherapeutische Maßnahmen, manuelle Lymphdrainage (MLD) und lokale Kälteexposition (CRY) im Vergleich mit Ruhe nach einer standardisierten Belastung die Regeneration verbessern können. Es konnte durch die Ergebnisse gezeigt werden, dies nicht der Fall ist und MLD und CRY die Erholungsfähigkeit nach intensiven exzentrischen Belastungen nicht weiter fördern können, wenn diese 30 Minuten durchgeführt werden. Weitere Studien mit längeren Behandlungsdauern und Messzeitpunkten über 24h hinaus sind für die Zukunft in diesem Rahmen sinnvoll.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie war es sofortige Veränderungen in Hydration und die Flüssigkeitssituation nach intensiven Belastungen zu untersuchen. Dafür wurden nach einer einheitlichen Belastung 2 physiotherapeutische Anwendungen, manuelle Lymphdrainage und Kryo Exposition mit Ruhe verglichen. Die wissenschaftliche Fragestellung lautet: Welchen akuten Einfluss haben manuelle Lymphdrainage und lokale Kryoexposition nach intensiven, exzentrischen Belastungen auf den Hydrationszustand und Flüssigkeitsverschiebungen innerhalb des Gewebes? Die Parameter wurden via einer Blutanalyse via Blutanalysegerät (Sysmex KX-21, Sysmex Corporation, Kobe), Messung der Osmolalität über einen Osmomat (GONOTEC® Single-Sample Freezing Point Osmometer Gonotec GmbH OSM 3000, Berlin) und des Gewebewiderstandes über eine Bioimpedanzwaage (Tanita bioelectrical impedance analyzer; model BC - 418, Tanita Corporation of America, Inc., Arlington Heights) in Baseline,direkt nach der Belastung, 1h post, 4h und 24h nach der Belastung gemessen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Trainingswissenschaft und SPortinformatik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 30 männliche, gesunde Probanden, die nicht im Leistungssport involviert sind und zwischen 18 und 35 Jahren alt sind.

Ausschlusskriterien

  • Kardiopulmonale Erkrankungen, Verletzungen des muskuloskelettalen System der unteren Extremität innerhalb der letzten 6 Monate vor Beginn der Studie, 3 Tage vor Beginn der eigenen Teilnahme keine starken sportlichen Tätigkeiten und Training

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Investigator Initiated Trial: Aktivitäten mit hohen Belastungen führen zu Veränderungen in der Membranpermeabilit-t gefolgt von Veränderungen in Flüssigkeitsverschiebungen und Gewebeschwellung. Das Ziel war es akute post-Belastungsveränderungen in Hydration und Flüssigkeitsveränderungen via Bioimpedanz nach unterschiedlichen physiotherapeutischen Modalitäten zu untersuchen. DESIGN: Dreiarmige, parallele, randomisierte, kontrollierte Studie. PROBANDEN: 30 gesunde Sportstudenten. INTERVENTION: Die Teilnehmer absolvierten ein standardisiertes Belastungsschema mit exzentrischen Kontraktionen des Kniestreckers gefolgt von 30 Min. manueller Lymphdrainage (MLD), lokaler Kryoexposition (CRY) oder Ruhe (RST). OUTCOME VARIABLEN: Körperzusammensetzung (Widerstand), Serumosmolalität (Hydrationszustand) und Hämatokrit (HT) wurden vorher, post, 1h, 4h und 24h post untersucht. ERGEBNISSE: Es gibt einen Unterschied in den Widerständen zwischen dem exercising - und Kontrollbein unabhängig von der Gruppenzuordnung (p = 0,040). mit niedrigeren Widerständen im exercise Bein. Jedoch wurde keine signifikante time-by-group Interaktion (0,800) in MLD, CRY oder RST Gruppen im exercise Bein gefunden. Bezüglich der HT Werte zeigte die statistische Analyse keine time-by-group Interaktion (ß=0,562), jedoch einen Zeiteffekt (p=0,000). Der Zusammenhang zwischen dem Gesamtwiderstand beider Beine und dem HT ist niedrig (r= -0,35=). Es wurden Serumosmolalitätswerte zwischen 280,1 - 381,5 mOsm/kg x H20 unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit gemessen und Messzeitpunkten gemessen. KONKLUSION: Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es keinen EInfluss von 30-minütiger CRY oder MLD auf Flüssigeitsverschiebungen gibt, jedoch im belasteten Bein größere Veränderungen gemessen wurden. Auch wenn die Werte nicht signifikant waren, gab es eindeutige Tendenzen, dass in der MLD Gruppe die niedrigsten und in der CRY Gruppe die höchsten Hämatokritwerte gefunden wurden. In Bezug auf die Serumosmolalität, repräsentierend für den Hydrationszustand, konnte gezeigt werden, dass alle Teilnehmer zu allen Zeitpunkten weder de- noch hyperhydriert waren.

Quelle

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