Beschreibung der Studie

Bislang wurde bei der Zahnzwischenraumkaries eine intensivere Mundhygiene oder Fluoridierung empfohlen, um das Voranschreiten der Karies zu verhindern. Auch wenn dieses Vorgehen in vielen Fällen erfolgreich ist, besteht dennoch die Gefahr, dass die Karies weiter voran schreitet, so dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Füllungstherapie notwendig wird. Hierbei muss wesentlich mehr gesunde als erkrankte Zahnhartsubtanz durch Bohren entfernt werden, um die Karies behandeln zu können. Ein neues Verfahren, die Kariesinfiltration, erlaubt ein schmerzarmes Verschließen der Poren ohne bohren zu müssen. Bisherige in Universitäten durchgeführte randomisierte klinische Studien belegen die klinische Wirksamkeit der approximalen Kariesinfiltration hinsichtlich einer Verhinderung oder Verlangsamung der Kariesprogression (röntgenologische Ausdehnung bis ca. Schmelz-Dentin-Grenze) nach 12 bis 36 Monaten Beobachtungsdauer. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, den Einfluss verschiedener Behandler bezüglich der Wirksamkeit der approximalen Kariesinfiltration unter Praxisbedingungen zu untersuchen. Die zu überprüfende Haupthypothese lautet: Kariöse Läsionen, die mit einem Infiltranten behandelt wurden, zeigen eine signifikant geringere radiologische Progression als bei alleiniger Verbesserung der Mundhygiene.

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Studiendetails

Studienziel Radiologische Kariesprogression (paarweiser Vergleich) nach bis zu 5 Jahren Beobachtungsdauer
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde Universitätsklinikum Aachen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Der Patient weist zwei oder mehr aktive, nicht kavitierte kariöse Läsionen an Seitenzähnen (distal Zahn 4 bis mesial Zahn 7) mit radiologischer Asudehnung um die Läsion bis zur Schmelz-Dentin-Grenze (E2 und D1).
  • Einverständnis des Patienten (informed consent)

Ausschlusskriterien

  • Teilnahme an einer anderen klinischen Studie momentan oder in den letzten 30 Tagen
  • in einer Anstalt verwahrte Patienten
  • geschäftsunfähige Patienten
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • fehlende Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Karies-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Das Prinzip eines neuartigen therapeutischen Ansatzes, der Kariesinfiltration, beruht darauf, dass innerhalb des Läsionskörpers der Karies eine Diffusionsbarriere geschaffen wird. Die Schmelzanteile einer natürlichen Karies können durch die Verwendung von so genannten Infiltranten in vitro oftmals vollständig gefüllt werden [Paris et al. 2009], wodurch die Kariesprogression gehemmt wird [Paris und Meyer-Lueckel 2010a; Paris und Meyer-Lueckel 2010b]. Durch eine möglichst vollständige Infiltration kann die Kariesprogression deutlich reduziert werden [Meyer-Lueckel und Paris 2008]. Randomisierte klinische Studien belegen die klinische Wirksamkeit der approximalen Kariesinfiltration hinsichtlich einer Verhinderung oder Verlangsamung der Kariesprogression (röntgenologische Ausdehnung bis ca. Schmelz-Dentin-Grenze) nach 12 bis 18 Monaten Beobachtungsdauer [Ekstrand et al. 2010; Paris et al. 2010]. In der von unserer Arbeitsgruppe durchgeführten klinischen Studie im Split-Mouth-Design konnte eine Kariesprogression bei 37 % der Kontroll-, aber bei nur 7 % der infiltrierten Läsionen festgestellt werden [Paris et al. 2010]. Die Indikationsgrenzen hinsichtlich der maximalen Tiefe der zu behandelnden kariösen Läsion sowie der Einfluss verschiedener Behandler unter Praxisbedingungen wurden allerdings bisher nicht hinreichend untersucht. Die zu überprüfende Haupthypothese lautet: Kariöse Läsionen, die mit einem Infiltranten (neuartiges Verfahren) + Standardtherapie behandelt wurden, zeigen eine signifikant geringere radiologische Progression als bei Standardtherapie.

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