Beschreibung der Studie

Die Rolle der hippocampalen CA2 Region, die bei Temporallappenepilepsie eine erstaunliche Resistenz im Vergleich zu den Nachbarregionen aufweist, soll mittels histologischer und elektrophysiologischer Untersuchungen an Hirnschnitten aus Resektaten analysiert werden. Diese Resektate stammen aus kurativer Epilepsiechirurgie, die als ultima ratio bei therapierefraktärer Temporallappenepilepsie zum Einsatz kommt.

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Studiendetails

Studienziel Klärung der physiologischen Eigenschaften der CA2 Neurone mit Einzelzellphysiologie Quantitative Kenntnis der Überlebenshäufigkeit von CA2 Neuronen mittels histologischen/ immuncytochemischen Methoden Vollständige Kenntnis der synaptischen Konnektivität der CA2 Neurone mit histologischen/ immuncytochemischen Methoden
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Bestehen einer pharmakoresistenten Temporallappenepilepsie mit operativer Resektion des Hippocampus

Ausschlusskriterien

  • Patient stimmt Gewebeabgabe an Forschung nicht zu

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Temporallappenepilepsie ist gekennzeichnet durch epileptische Anfälle meist hippocampalen Ursprungs und strukturelle Veränderungen im Hippocampus. Diese beinhalten den Verlust von Prinzipalneuronen und Interneuronen im Teilen des Ammonshorns (CA3, CA1) und im Hilus, eine reaktive Gliose und Körnerzelldispersion. Dagegen sind die Neurone der CA2 Region weitgehend resistent gegenüber den pathologischen Veränderungen. Dennoch ist die Funktion dieser Region bei Epilepsie bislang kaum untersucht. In den letzten Jahren wurden neue Antikörper und cDNA Sonden entwickelt um die CA2 Region und ihre Vernetzung besser untersuchen zu können. Wir möchten diese Methoden nutzen, um das Überleben der CA2 Neurone und deren synaptische Integration ins hippocampale neuronale Netzwerk in humanen Hippocampusresektaten von pharmakoresistenten Temporallappenepilepsie-Patienten besser zu charakterisieren. Außerdem möchten wir Elektrophysiologie an Hirschnitten durchführen, um mögliche epileptogene Veränderungen in der Einzellzellphysiologie zu untersuchen. Die Klärung der Funktion der CA2 Region bei der Entstehung und Weiterleitung epileptischer Anfälle bei Temporallappenepilepsie könnte neben dem Erkenntnisgewinn im Bereich der Grundlagenforschung außerdem zu neuen Therapieoptionen, z.B. durch Tiefenhirnstimulation führen. Diese sind interessant, da die Temporallappenepilepsie zumeist pharmakoresistent ist und die operative Entfernung betroffener Areale nicht durchgeführt werden kann, wenn ein bilateraler Epilepsiefokus vorliegt.

Quelle

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