Beschreibung der Studie

Es gibt Hinweise, dass durch chronische Schmerzen dauerhafte Veränderungen im Gehirn angestoßen werden können. Es wurde in einigen Studien gezeigt, dass die Konzentration der chemischen Botenstoffe (sogenannte Neurotransmitter), die die Signalübertragung im Gehirn garantieren, bei chronischen Schmerzpatienten im Vergleich zu Gesunden verändert ist. Weiter gibt es Hinweise, dass das Zusammenspiel einzelner Hirnregionen (die sogenannte funktionelle Konnektivität) bei chronischen Schmerzpatienten ebenfalls verändert ist. In der vorliegenden Studie sollen die Veränderungen der Neurotransmitterkonzentrationen und der funktionellen Konnektivität im Gehirn von chronischen Rückenschmerzpatienten erfasst werden, um die Mechanismen der Schmerzchronifizierung besser verstehen zu können. Darüber hinaus stehen funktionelle und neurochemische Veränderungen im Fokus, die durch eine multimodale Schmerztherapie angestoßen werden. Die funktionelle Konnektivität und die Konzentrationen der Neurotransmitter lassen sich mithilfe der sogenannten funktionellen Magnetresonanz- (MR-) Bildgebung und der MR- Spektroskopie messen.

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Studiendetails

Studienziel resting-state fMRT (funktionelle Konnektivität) und MEGA-PRESS Protonen MR-Spektroskopie (GABA- und Glutamatkonzentrationen) mit Fokus auf den insulären und anterior cingulären Kortex, sowie den mittleren präfrontalen Kortex: (1) Unterschiede in der Neurotransmitterkonzentration und funktionellen Konnektivität zwischen chronischen Rückenschmerzpatienten und gesunden Kontrollen zum Baselinezeitpunkt. (2) Veränderungen in der Neurotransmitterkonzentration und funktionellen Konnektivität nach eine multimodalen Schmerztherapie in der Therapiegruppe im Vergleich zur Wartegruppe zwischen Baseline und 4 Wochen später.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1) chronischer Rückenschmerz mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten und einer durchschnitlichen Schmerzstärke über 3 (11 stufige NRS), der nicht auf eine primär somatische Ursache zurückzuführen ist
  • 2) Alter zwischen 20-65
  • 3) Rechtshändigkeit
  • 4) Bereitschaft und Eignung für MRT-Untersuchung
  • 5) Einwilligung nach Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • 1) primär somatische Schmerzursache (z.B. Bandscheibenvorfall), die anderweitiger Behandlung bedarf
  • 2) sensomotorische Defizite im betroffenen Rückenareal oder in der korrespondierenden Nervenwurzel (z.B. radikulärer Schmerz)
  • 3) schwerwiegende neurologische oder akut psychiatrische Komorbidität, zerebrale Abnormitäten oder Hirnentwicklungsstörungen
  • 4) Abhängigkeitssyndrom
  • 5) Einnahme von Benzodiazepinen

Adressen und Kontakt

Werner-Kaiser-MRT-Forschungszentrum, Jena

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Interdisziplinäre Tagesklink für Schmerztherapie, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Im Fokus des Projektes stehen Veränderungen der Neurotransmitterkonzentrationen und funktionellen Konnektivität schmerzverarbeitender Gehirnareale bei chronischen Rückenschmerzpatienten. Die über ein Screeningprogramm der Sektion Schmerztherapie am Universitätsklinikum Jena rekrutierten Patienten werden vor und nach der 4 wöchigen, interdisziplinären, multimodalen Schmerztherapie mit der MEGA-PRESS Protonen MR-Spektroskopie und resting state fMRT untersucht und mit einer Gruppe von Schmerzpatienten verglichen, welche den gleichen Wiederholungsmessungen vor Beginn ihrer eigenen Therapie unterzogen werden. Zusätzlich werden diese Untersuchung im selben Zeitraum bei gesunden Kontrollen durchgeführt. Die primären Endpunkte der Studie sind Unterschiede der Neurotransmitterkonzentrationen (GABA und Glutamat) und der funktionellen Konnektivität in spezifischen Hirnarealen (insulärer, anteriorer cingulärer und mittlerer präfrontaler Kortex) zwischen chronischen Rückenschmerzpatienten und gesunden Kontrollen zur Ersterhebung. Weiterhin, werden therapieinduzierte Veränderungen in diesen Parametern in der Therapiegruppe betrachtet und mit der Wartegruppe verglichen. Die sekundären Endpunkte sind Veränderungen in den schmerzbezogenen Fragebogendaten und deren Zusammenhang mit den im MRT erhobenen Zielparametern.

Quelle

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