Beschreibung der Studie

Das Ziel der Studie besteht darin zu ergründen, inwiefern Menschen, die außerhalb eines Krankenhauses reanimationspflichtig geworden sind und eine anschließende Krankenhausbehandlung überlebt haben, im Langzeitverlauf mit einer dauerhaften Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität konfrontiert sind und wie viele dieser Personen Anzeichen für eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung aufweisen.

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Studiendetails

Studienziel Lebensqualität und Zeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung im Langzeitverlauf nach außerklinischer Reanimation mit Hilfe des SF36 und IES-R Fragebogens
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Marienhospital Herne, Ruhr-Universität Bochum

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • außerklinische Reanimation

Ausschlusskriterien

  • Alter < 18 Jahre, bestehende Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Marien Hospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, Herne

Ansprechpartner: Dr. Martin Christ

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Häufig gestellte Fragen

Die Überlebensrate von Patienten nach außerklinischer Reanimation ist gering. Diejenigen Patienten jedoch, die das Krankenhaus nach außerklinischer Reanimation lebendig verlassen, weisen in der Regel einen guten neurologischen Zustand (Cerebral Performance Categorie (CPC) 1 oder 2) auf. Diese gängige Form der Klassifikation ist allerdings ungenau, teilt sie doch die Patienten in lediglich fünf Kategorien (CPC 1: keine Beeinträchtigung bis CPC 5: Hirntod). Hinzu kommt, dass in dieser Skalierung lediglich motorische oder sensorische Defizite Berücksichtigung finden, psychische Schäden hingegen nicht, so dass sich die Frage stellt, ob hier nicht Schäden bestehen bleiben, die bislang keine oder zumindest zu wenig Berücksichtigung finden. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, mehr darüber zu erfahren, wie viele Patienten im Langzeitverlauf nach außerklinischer Reanimation tatsächlich mit einer persistierenden Beeinträchtigung der Lebensqualität zu rechnen haben, wie viele Patienten Anzeichen für eine posttraumatische Belastungsstörung haben. In Ergänzung zu einem vorangehendem Studienprojekt (Vorgangsnummer 4889-14) möchten wir retrospektiv die Daten all derjenigen Patienten, die zwischen dem 01. Januar 2008 und dem 30. Juni 2015 nach außerklinischer Reanimation in das Marienhospital Herne gebracht wurden erfassen und diejenigen Patienten kontaktieren, die das Krankenhaus lebend verlassen konnten. Mit Hilfe standardisierter Fragebögen soll ermittelt werden, ob bei den Patienten nach außerklinischer Reanimation mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität zu rechnen ist, oder ob ein Anhalt für eine posttraumatische Belastungsstörung vorliegt, darüber hinaus, ob Unterschiede zwischen Patienten, die nach außerklinischer Reanimation mittels Targeted Temperature Management (TTM) behandelt wurden und denjenigen Patienten, die nicht mittels Hypothermie behandelt wurden, bestehen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien