Beschreibung der Studie

Hintergrund: Die Septumplastik ist eine operative Methode um Nasenseptumdeviationen zu korrigieren. Darunter versteht man eine Verschiebung der Nasenscheidewand zur linken oder rechten Seite. Diese Fehlstellung kann zur Einengung der entsprechenden Nasenhaupthöhle mit daraus resultierender Atembehinderung führen. Die Verschiebung des Septums führt häufig auch zu Veränderungen der Nasenmuscheln, drei kleinen Schleimhautfalten, die die seitliche Wand der inneren Nase bilden. Ihre Funktion ist unter anderem das Erwärmen und Befeuchten der eingeatmeten Luft. Während man auf der eingeengten Seite eine Verkleinerung der Nasenmuscheln feststellen kann, beobachtet man auf der geweiteten Seite eine Vergrößerung. Bei einer Septumkorrektur (Septumplastik), wird die Scheidewand wieder mittig ausgerichtet. Bei der funktionellen Septorhinoplastik wird zusätzlich die Form der äußeren Nase korrigiert. Die vergrößerten Nasenmuscheln haben unmittelbar nach der Operation weniger Raum zur Verfügung, wodurch der Nasengang zunächst nicht optimal weit ist. Eine Möglichkeit ist nun dem Eingriff eine Verkleinerung der Nasenmuscheln anzuschließen (Muschelplastik). Zu beachten ist hierbei, dass eine Verletzung der Schleimhaut ggf. deren Funktion beeinträchtigt. Eine zweite Variante ist es, die Nasenmuscheln nicht zu verändern und abzuwarten, bis sie sich an ihre neuen Bedingungen angepasst haben. Das bedeutet einen weniger traumatischen Eingriff und keine Schädigung der Schleimhaut. Unter Fachärzten der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gibt es noch keine einheitliche Meinung mit welcher der Operationsmethoden das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Beide Operationsmethoden werden im klinischen Alltag angewandt. Ziel der Studie: Die Studie befasst sich mit dem klinischen Nutzen einer Muschelplastik im Rahmen einer Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik und hinterfragt, ob diese tatsächlich einen grundsätzlichen Vorteil bringt oder nicht doch vermehrt vermieden werden kann. Dazu werden zwei Behandlungsgruppen gebildet. Die eine Hälfte der Patienten erhält zusätzlich zu ihrer Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik eine Muschelplastik, während bei der zweiten Hälfte der Eingriff nach Vollendung der Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik abgeschlossen ist. Anschließend werden die zwei Gruppen bezogen auf die Patientenzufriedenheit und die objektiv messbaren Veränderung der Nasenatmung verglichen. Die Studienteilnehmer werden aus den Patienten der HNO Abteilung der Universitätsklinik Ulm rekrutiert, die sich einer Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik unterziehen.

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Studiendetails

Studienziel Subjektive Patientenzufriedenheit: Die Beschwerden des Patienten werden präoperativ mit Hilfe von validierten Fragebögen erfasst (NOSE, SNOT20 GAV) Die zweite Befragung findet postoperativ, kurz vor Entlassung, statt und umreißt das Befinden des Patienten während der ersten Tage nach der Operation (Modifizierter NOSE) Die letzte Befragung erfolgt 6 Monate nach der Operation. Hier werden erneut die bereits präoperativ verwendeten Fragebögen benutzt (NOSE, SNOT20 GAV) sowie ein abschließender Feedback Fragebogen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Ulm

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, die sich in der HNO-Klinik Ulm einer Septumplastik oder einer funktionellen Septorhinoplastik unterziehen, die über eine chronische Nasenatmungsbehinderung klagen und bei denen eine Operation rechtfertigende klinische Befunde erhoben wurden.

Ausschlusskriterien

  • Starke allergische Beschwerden
  • Raucher mit Nikotinkonsum von > 1 Schachtel / Tag
  • Patienten mit einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom
  • Voroperation an der Nasenscheidewand oder den Nasenmuscheln

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Nasenwandverkrümmung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Die Septumplastik ist eine operative Methode um Nasenseptumdeviationen zu korrigieren. Darunter versteht man die Verschiebung der Nasenscheidewand aus der Medianebene zur linken oder rechten Seite. Diese Fehlstellung kann zur Einengung der entsprechenden Nasenhaupthöhle mit daraus resultierender Atembehinderung und ggf. einer Einschränkung der Lebensqualität führen. Die Verschiebung des Septums führt häufig zu kompensatorischen Veränderungen der Nasenmuscheln, die die seitliche Wand der inneren Nase bilden. Während man auf der eingeengten Seite eine Verkleinerung der Nasenmuscheln feststellen kann, beobachtet man auf der geweiteten Seite eine Hyperplasie. Bei einer plastischen Septumkorrektur, wird die Scheidewand wieder median ausgerichtet. Bei der funktionellen Septorhinoplastik wird zusätzlich das knöcherne Gerüst der Nase mobilisiert und anschließend gerade ausgerichtet. Die vergrößerte Nasenmuschel hat unmittelbar postoperativ weniger Raum zur Verfügung, wodurch der Nasengang zunächst nicht optimal weit ist. Eine Möglichkeit ist nun der Septumplastik / Septorhinoplastik eine Muschelplastik (Turbinoplastik) anzuschließen. Zu beachten ist hierbei, dass eine Verletzung der Schleimhaut ggf. mit funktionellen Einschränkungen einhergeht. Eine zweite Variante ist es, die Septumplastik / Septorhinoplastik ohne weitere Manipulation der Nasenmuscheln durchzuführen, in Erwartung, dass die Nasenmuscheln sich kompensatorisch an das gerade Septum anpassen. Dies bedeutet für den Patienten einen weniger traumatischen Eingriff und einen Erhalt der funktionellen Schleimhaut. Unter Fachärzten der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gibt es noch keine einheitliche Meinung mit welcher der Operationsmethoden das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Beide Operationsmethoden werden im klinischen Alltag angewandt. Ziel der Studie: Die Studie befasst sich mit dem klinischen Nutzen einer Muschelplastik im Rahmen der Septumplastik / Septorhinoplastik und hinterfragt ob diese eine grundsätzlichen Vorteil bringt oder nicht doch vermehrt vermieden werden kann. Dazu werden zwei Behandlungsgruppen gebildet und anschließend verglichen. Die eine Hälfte der Patienten zusätzlich zu ihrer Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik eine Muschelplastik, während bei der zweiten Hälfte der Eingriff nach Vollendung der Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik abgeschlossen ist. Analysiert werden sowohl die subjektive Patientenzufriedenheit sowie die objektiv messbaren Resultate der Plastik. Die Studienteilnehmer werden aus den Patienten der HNO Abteilung der Universitätsklinik Ulm rekrutiert, die sich einer Septum-/ funktionellen Septorhinoplastik unterziehen.

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