Beschreibung der Studie

Seit 2011 wird in unserer Abteilung ein Elterntraining für Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (abgekürzt „FETASS“) nach verhaltenstherapeutisch orientierenten Prinzipien durchgeführt. Das Training umfasst 8 Sitzungen a 90 min. mit 4-7 teilnehmenden Eltern. Wir wollen nun systematisch untersuchen, wie stark Verbesserungen der Symptomatik beim Kind und in der Familie nach Durchführung des FETASS auftreten. Studienteilnehmer sind Eltern von Kindern mit Autismus Spektrum Störungen. Die teilnehmenden Eltern füllen hierfür Fragebögen zur Symptomatik des Kindes und zur Lebensqualität des Kindes sowie zum Erziehungsverhalten sowie Stresserleben aus und werden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhält sofort das Elterntraining (Interventionsgruppe), die andere Gruppe (Wartegruppe) wird zunächst auf eine Warteliste gesetzt. Beide Gruppen werden zu vier verschiedenen Zeitpunkten (acht Wochen vor Trainingsbeginn - bzw. zu Beginn der Wartezeit T1 - sowie zu Beginn und Ende des Trainings - bzw. der Wartezeit T2 und T3 - sowie 6 Monaten nach Ende des Trainings T4) anhand von Fragebögen u.a. nach der Symptomatik des Kindes und der Lebensqualität befragt. Selbstverständlich werden die Eltern aus der Warteliste nach der Wartezeit ebenfalls das Elterntraining erhalten. Es werden die Hypothesen untersucht, dass sich stärkere Verbesserungen in der Symptomatik des Kindes sowie im Erziehungsverhalten und Stresserleben der Eltern in der Interventionsgruppe als in der Wartegruppe abzeichnen. Im Rahmen eines Amendments vom 22.August 2016 wurden weitere sekundäre Messparameter ergänzt: 1) Fragebogen zu Stärken und Schwächen SDQ (Gordon, 1997) (T1, T2, T3, T4) 2) DASS- 21 (Lovibond, 1995): Stress, Depressive Symptome und Angst (T1, T2, T3, T4) 3) Autismus Spectrum Quotient - AQ (Baron-Cohen, 2001): Selbstbeurteilungs-Fragebogen „Autismus Spectrum Quotient“ (Baron-Cohen, 2001) (T1) 4) Goal Attainment Scaling (GAS) (Kiresuk & Sherman, 1968): Grad der individuellen Zielerreichung (T1, T2, T3) 5) Fragebogen zum familiären Hintergrund (Sanders et al., 2006): aus dem Trainer-Manual des Triple P Einzeltraining (Sanders, Markie-Dadds & Turner, deutsche Ausgabe, 2006) (T1) 6) Messung der „Expressed Emotions“ in der Familie mithilfe des “Five minutes Speech Sample” (Magana et al., 1989) (T1, T2, T3) 7) Cortisol-Messung: Cortisolmessung anhand von Speichelproben bezüglich der Aufwachreaktion (CAR) bei den Eltern. (T1, T2, T3)

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung der Symptomatik gemäß der Skala zur Erfassung sozialer Reaktivität (SRS) Verbesserung der Lebensqualität gemäß dem Inventar zur Erfassung der Lebensqualität (ILK) (ILK - Elternversion) von t2 (post Wartezeit/bzw. prä Training) zu t3 (post training)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Psychiatrie u. Psychosomatik, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Deutschsprachige Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung im Alter zwischen 5;11 und 12;11 Jahren.

Ausschlusskriterien

  • Eltern von Kindern mit low functioning Autismus (IQ<70)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Tiefgreifende Entwicklungsstörungen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Diese Untersuchung soll das in unserer Abteilung entwickelte „Freiburger Elterntraining für Autismus-Spektrum-Störungen“ (FETASS) evaluieren. Das FETASS ist als verhaltensorientiertes Training konzipiert, dessen Ziel es ist, die Erziehungsfertigkeiten von Eltern mit Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen im hochfunktionalen Bereich im Grundschulalter im Alter zwischen 5 – 12;11 Jahren zu schulen und zu verbessern. Die Dauer einer Gruppenstunde beträgt 90 Minuten. Eine Gruppe besteht aus 4-6 Elternpaaren. Es soll überprüft werden, ob im Vergleich zu einer Wartegruppe-Gruppe die Interventionsgruppe sich hinsichtlich folgender Variablen stärker verbessert. (1) Symptomatik des Kindes (2) Lebensqualität des Kindes (3) Erziehungsverhalten der Eltern (4) Stresserleben der Eltern. Es werden folgende Fragebögen verwendet. 1) Inventar zur Erfassung der Lebensqualität (ILK) und ILK-Veränderung Das ILK - Elternversion (Mattejat, & Remschmidt, 2006) 2) Skala zur Erfassung sozialer Reaktivität (SRS, Bölte & Poustka, 2008) 3) Elternstressfragebogen (ESF; Domsch & Lohaus, 2010) 4) Erziehungsfragebogen-Kurzform (EFB-K,(Naumann et al., 2010) Die Fragebögen werden zu vier verschiedenen Zeitpunkten ausgegeben (t1 prä Wartezeit- t2 post Wartezeit/bzw. prä Training - t3 post training und t4 follow up). Es handelt sich um eine kontrollierte Studie mit einem 2x2-faktoriellem-Design (Unabhängiger Faktor: Gruppe [Trainings-Gruppe vs. Warte-Gruppe]; Abhängiger Faktor: Messzeitpunkte Prä/Post). Im Rahmen eines Amendments vom 22.August 2016 wurden weitere sekundäre Messparameter ergänzt: 1) Fragebogen zu Stärken und Schwächen SDQ (Gordon, 1997) (T1, T2, T3, T4) 2) DASS- 21 (Lovibond, 1995): Stress, Depressive Symptome und Angst (T1, T2, T3, T4) 3) Autismus Spectrum Quotient - AQ (Baron-Cohen, 2001): Selbstbeurteilungs-Fragebogen „Autismus Spectrum Quotient“ (Baron-Cohen, 2001) (T1) 4) Goal Attainment Scaling (GAS) (Kiresuk & Sherman, 1968): Grad der individuellen Zielerreichung (T1, T2, T3) 5) Fragebogen zum familiären Hintergrund (Sanders et al., 2006): aus dem Trainer-Manual des Triple P Einzeltraining (Sanders, Markie-Dadds & Turner, deutsche Ausgabe, 2006) (T1) 6) Messung der „Expressed Emotions“ in der Familie mithilfe des “Five minutes Speech Sample” (Magana et al., 1989) (T1, T2, T3) 7) Cortisol-Messung: Cortisolmessung anhand von Speichelproben bezüglich der Aufwachreaktion (CAR) bei den Eltern. (T1, T2, T3)

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