Beschreibung der Studie

Die Studie untersucht, ob eine Teilnahme an der arbeitsmedizinischen Nachsorge nach beruflichem Kontakt zu krebserzeugenden Stoffen mit einer psychischen Belastung und erhöhter Ängstlichkeit bei den Teilnehmern verbunden ist. Hierzu wurden zwei Gruppen gebildet: die eine Gruppe erhält ein reguläres Einladungsschreiben zur Untersuchung; die andere Gruppe erhält ein verändertes Einladungsschreiben, in dem genauer auf den Hintergrund und Ablauf der Untersuchung eingegangen wird. Wenn sich die Angeschriebenen zur Durchführung der nachgehenden Vorsorge in der Sektion Arbeitsmedizin (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) vorstellen, werden per Fragebogen Angaben zum psychischen Befinden und zum Gesundheitszustand allgemein erfasst. In der Auswertung soll geschaut werden, ob zwischen beiden Gruppen Unterschiede in der situationsbezogenen Ängstlichkeit auftreten.

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Studiendetails

Studienziel Ausprägung der situativen Ängstlichkeit (State-Wert des State-Trait-Angstinventars) in der Kontroll- und Interventionsgruppe; angepeilt wird eine Mittelwertdifferenz von 5 Score-Punkten zwischen den Gruppen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • stattgehabte berufliche Exposition gegenüber kanzerogenen Stoffen; Einladung zur Durchführung der nachgehenden arbeitsmedizinischen Untersuchung in der Sektion Arbeitsmedizin (med. Fakultät Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Ausschlusskriterien

  • Ablehnung Studienteilnahme; Proband kann Fragebögen nicht selber adäquat bearbeiten (z.B. dementielles Syndrom)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Anpassungsstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bei der Untersuchung handelt es sich um eine randomisierte klinische Studie, welche in der Sektion Arbeitsmedizin des Instituts für medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik des Universitätsklinikum Halle durchgeführt wird. Es wurden Probanden untersucht, welche im Rahmen ihrer früheren beruflichen Tätigkeit gegenüber potentiell kanzerogenen Stoffen exponiert waren und auf Einladung der Berufsgenossenschaften an freiwilligen nachgehenden Untersuchungen teilnehmen. Ziel dieser nachgehenden Untersuchungen ist es, mögliche gesundheitliche Spätfolgen der beruflichen Schadstoffexposition frühzeitig zu erkennen. Aus unserer eigenen Beobachtung im ärztlichen Alltag heraus wissen wir, dass bei Patienten, die an derlei Untersuchungen teilnehmen, Ängste hinsichtlich möglicher schwerwiegender Befunde bestehen. Das durch die Berufsgenossenschaften versendete Einladungsschreiben ist bisher in sehr sachlicher und zweckmäßiger Art gestaltet, auf die Hintergründe der Untersuchung, den Ablauf sowie mögliche angstauslösende Faktoren (z.B. Invasivität der geplanten Diagnostik, Übermittlung möglicher auffälliger Befunde) wird kaum eingegangen. Die Forschungsarbeit soll untersuchen, inwiefern die nachgehenden Untersuchungen zu einer psychischen Belastung der Betroffenen führen und ob eine Veränderung der Einladungsmodalitäten eine etwaige psychische Belastung zu reduzieren vermag. Wir konzipierten nach Rücksprache mit den zuständigen berufsgenossenschaftlichen Vertretern ein neues Einladungsschreiben, in welchem intensiv auf den Hintergrund und den Ablauf der Untersuchung eingegangen wird. Dieses soll einer möglichen Verunsicherung der Betroffenen bereits vor der nachgehenden Untersuchung durch gezielte Information entgegen wirken und somit die mit der Untersuchung möglicherweise assoziierte psychische Belastung reduzieren. Die Hälfte der Probanden erhält postalisch das neue Einladungsschreiben, der anderen Hälfte wird das ursprüngliche Einladungsschreiben der Berufsgenossenschaften zugesandt (randomisierte Zuordnung). Jedem Probanden wird eine 3-stellige Identifikationsnummer zugeteilt, anhand der Randomisierungsliste kann später nachvollzogen werden, ob er das ursprüngliche oder das modifizierte Anschreiben erhalten hat. Jeder Studienproband, der sich zur nachgehenden Untersuchung in der Sektion Arbeitsmedizin vorstellt, erhält nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung in die Studie drei Fragebögen. Für die Erfassung der psychischen Belastung werden zwei standardisierte, validierte Instrumente (SF 12, State Trait Angst-Inventar) verwendet, zusätzlich erfasst werden die Erwartungshaltung der Probanden an die nachgehende Untersuchung, der subjektive Wissensstand bezüglich des betreffenden kanzerogenen Stoffes, die subjektive Expositionshöhe, das Rauchverhalten sowie die Erkrankungsanamnese. Die Durchführung der Studie erfolgt einfach verblindet. Nach Aufarbeitung der Daten soll analysiert werden, ob aus den nachgehenden Untersuchungen eine vermehrte psychische Belastung für die teilnehmenden Personen resultiert (Vergleich Skalenwerte situative Angst per State Trait Angst-Inventar) und ob sich die untersuchten Probanden vom Erwartungswert der Referenzpopulation (alters- und geschlechtsbezogene Normentabelle für State-Angst-Rohwerte) unterscheiden. Zusätzlich soll beurteilt werden, ob die erfasste psychische Belastung zwischen den beiden Gruppen (altes Anschreiben vs. modifiziertes Anschreiben) differiert und ob sich die Teilnahmerate an der freiwilligen nachgehenden Untersuchung zwischen den beiden Gruppen unterscheidet.

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