Beschreibung der Studie

Manchmal haben Krebspatienten trotz Medikamenten noch Schmerzen, z.B. Dauerschmerzen oder plötzliche auftretende Schmerzspitzen. Ein Gerät zur transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) kann in solchen Fällen als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden. Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit und von TENS bei Krebsschmerzpatienten im fortgeschrittenen Stadium zu überprüfen. Außerdem soll geprüft werden, ob TENS bei bestimmten Patienten (Subgruppe) besonders positiv oder gar nicht wirkt.

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Studiendetails

Studienziel Änderung der durchschnittlichen Schmerzintensität in den letzten 24h: Vor und nach den 24-stündigen Interventionen und nach dem Follow-up: durschnittlich eine Woche; 11-stufige Numerische Rating Skala (NRS): 0-10; 0=keine Schmerzen; 10 stärkste vorstellbare Schmerzen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Klinik für Palliativmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Tumorbedingte, therapiebedingte oder/und tumorassoziierte Schmerzen ≥3 auf Numerischer Rating Skala (NRS) in den letzten 24 h (Dauerschmerz oder/und Durchbruchschmerz)
  • 18 Jahre
  • Patient ist mindestens 24h in palliativmedizinischer Behandlung: Konsildienst, Akutschmerzdienst oder Palliativstation

Ausschlusskriterien

  • Sprachlich/kognitiv nicht in der Lage, TENS-Gerät zu bedienen oder die Fragen des Fragebogens zu beantworte
  • Hohe Wahrscheinlichkeit des Versterbens in der nächsten Woche
  • Ausschließlich nicht krebsbezogene Schmerzen
  • Kontraindikationen TENS Jones (2009) & Disselhoff (2012):
  • Elektronischen Implantaten wie z. B. Herzschrittmacher
  • Metallimplantaten im Anwendungsbereich
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwangerschaft
  • Epilepsie
  • Wunden und Hautirritationen im Anwendungsbereich der Elektroden
  • Anamnestisch bekannte, ausgeprägte Kontaktallergie auf Pflaster oder Elektroden
  • Abbruchkriterien:
  • Patienten können TENS-Anwendung zu jeder Zeit und ohne Angabe von Gründen abbrechen.
  • Rapide Verschlechterung des klinischen Zustandes des Patienten nach Ermessen des Arztes.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Schmerzen sind das häufigste Symptom (ca. 80% der Patienten) auf deutschen Palliativstationen (Radbruch 2003) und Schmerzkontrolle stellt demzufolge eine zentrale Aufgabe in der palliativmedizinischen Betreuung dar (Worldwide Palliative Care Alliance 2014). Für Patienten, die eine Phase suboptimaler Schmerzkontrolle erfahren, stellt die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) eine ergänzende Behandlungsmöglichkeit dar. Allerdings ist die Datenlage bezüglich der Wirksamkeit von TENS bei Krebspatienten nicht eindeutig (Hurlow 2012, Bennett 2011, Bennett 2010). Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine doppelblinde, placebokontrollierte Cross-over-Studie mit Follow-up. Das primäre Ziel der Studie ist die Erfassung von Wirksamkeit und Sicherheit von TENS zur Reduktion von Tumorschmerzen bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen. Das sekundäre Ziel ist die explorative Identifikation von Subgruppen, auf deren Schmerzen TENS besonders positiv oder gar nicht wirkt. Die explorative Subgruppenanalyse wird mitunter beinhalten: - Schmerzintensität bei Baseline: Numerische Rating Skala 0-10 (NRS) ≥ 5 vs. NRS 3-4 - Schmerztyp: Somatisch vs. viszeral vs. Neuropathisch

Quelle

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