Beschreibung der Studie

Die Studie erforscht die Anwendung von Embodiment-Ansätzen auf die Psychopathologie und Therapie von Menschen mit Schizophrenie. Embodiment-Ansätze gehen von einer Wechselwirkung zwischen Körper und Geist aus und rücken den Körper als Mittel der Selbstwahrnehmung in das Zentrum der Forschung. Wahnvorstellungen können Medikamentös behandelt werden, aber der eingeschränkte Affektausdruck und die mangelnde Interaktionsfähigkeit nicht. In dieser Studie wird die Verbesserung des eingeschränkten Affektausdrucks von 68 schizophrenen Patienten nach 20 Sitzungen Körperpsychotherapie / Tanz- und Bewegungstherapie untersucht. Wir fanden eine signifikante Verbesserung des Affektausdrucks in der Gruppe, die die Therapie erhielt, im Vergleich zur Kontrollgruppe. Zudem verbesserte sich die Aufmerksamkeit und der Gesamtwert Negativer Symptome (SANS) bei den Teilnehmern der Therapiegruppe. Nach zehn Wochen Bewegungstherapie, hatten die Teilnehmer weniger Symptome (Verbesserungen beim Gesamtwert des SANS-Fragebogens, des eingeschränkten Affektausdrucks und der verringerten Aufmerksamkeit). Bei mittleren Effektstärken war die mittlere Symptomverringerung nach der Bewegungstherapie bei 20.65%. Im Vergleich zu Psychopharmaka sind die eingesetzten Bewegungstherapien (Körperpsychotherapie und Tanz- und Bewegungstherapie) derzeit die einzigen Therapien die konsistent die Symptome des verminderten Affektausdruck, der geringen Aufmerksamkeit und weiterer Symptome (z.B. der geringen Interaktions-Motivation und Genußfähigkeit) positiv beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung der Negativsymptomatik, insbesondere des negativen Affekts, erfasst mit der Scale for the Assessment of Negative Symptoms (SANS) vor und nach 20 Sitzungen (10 Wochen) bewegungstherapeutischer Intervention.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Europäische Union TESIS-Projekt (PI: Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Heidelberg) Directorate-General for Research and Innovation European Commission
Weitere Informationen Studienwebseite

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Einschlusskriterien

  • Diagnose einer Schizophrenie Spektrum Störung IDC-10: F20.x, F25.x;
  • Ambulanter Patient;
  • Stabile Medikation

Ausschlusskriterien

  • F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen, akute Psychose
  • Ausgeprägtes Schädel-Hirn Trauma in der Vorgeschichte, schwere internistische oder neurologische Erkrankungen mit Auswirkungen auf die Bewegungsfähigkeit
  • Entzug des Einverständnisses
  • Vorbeschriebene Intelligenzminderung (IQ<70)
  • Substanzinduzierte Psychose oder Suchterkrankungen (Alkohol- oder Substanzmissbrauch oder Abhängigkeit innerhalb der letzten 24 Monate vor der Teilnahme)
  • Ausgeprägte Sprach- und Verständnisschwierigkeiten

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Die Studie erforscht die Anwendung von Embodiment-Ansätzen auf die Psychopathologie und Therapie von schizophrenen Patienten im Sinne des translational research (Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendungsforschung). Die Studie ist eingebettet in das Marie Curie ITN-Projekt TESIS („Towards an Embodied Science of Intersubjectivity“; 2011- 2015; Fuchs/DiPaolo) und wurde in Zusammenarbeit des Universitäts-klinikums Heidelberg mit dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg und der SRh Hochschule Heidelberg in verschiedenen regionalen, klinischen und Reha-Einrichtungen (Wiesloch, Mosbach, Schwetzingen, Ludwigshafen, Frankenthal, Karlsruhe) durchgeführt. Die Studie ist eine randomisierte kontrollierte multizentrische Studie (randomized controlled trial; RCT) mit N=68 schizophrenen Patienten (n = 44 Interventionsgruppe und n = 24 Kontrollgruppe) zur Klärung der Forschungsfrage, inwiefern Ansätze aus der Embodiment-Forschung und direkt darauf aufbauende therapeutische Methoden im Vergleich zu vorherrschenden kognitiven Erklärungsansätzen besser geeignet sind, um einerseits die Psychopathologie dieser beiden Störungen zu erklären und andererseits die vorliegenden Symptome zu behandeln. Veränderungen auf der Skala "Scale for the Assessment of Negative Symptoms (SANS)" wurden mittels Kovarianzanalyse (ANCOVA), mit Werten der Simpson-Angus Scale (SAS) als Kovariate analysiert, um Nebenwirkungen der Antipsychotika zu kontrollieren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Interventionsgruppe nach zehn Wochen Bewegungstherapie signifikant niedrigere Symptomewerte aufwies (SANS Gesamtwert, flacher Affekt und Aufmerksamkeit), mit moderaten Effektstärken bei einer mittleren Symptomreduktion von 20.65%. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewegungstherapie (BPT/DMT) derzeit die einzige Behandlungsmöglichkeit ist, die Negativsymptome, insbesondere flachen Affekt, bei schizophrenen Patienten konsequent verbessert.

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