Beschreibung der Studie

Assoziationsspaltung (AS) ist eine neue kognitive Intervention, welche eine Reduktion intrusiver Gedanken beabsichtigt. Die ursprünglich bei Zwang erfolgreich erprobte Methode wurde auf die Reduktion des Suchtverlangens bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit erweitert. Die Methode versucht Alkohol-relevante Reize (z.B. Wein) mit neutralen Assoziationen (z.B. Wein-Käse, Korn-Horn) zu verbinden, um so den Suchtdruck (Craving) zu mindern. Ziel dieser Studie war es, AS mit einer aktiven Kontrollbedingung (Sporttherapie) bei Patienten, die gegenwärtig ein Programm für Alkoholabhängigkeit in stationärer Behandlung absolvieren, zu vergleichen. Die Veränderung im Schweregrad des Suchtverhaltens wurde sowohl vier Wochen, als auch sechs Monaten danach verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Die Obsessive Compulsive Drinking Scale (OCDS) misst das Suchtverlangen innerhalb der letzten sieben Tage. Sie beinhaltet 14 Fragen, die auf einer 5-stufigen Likert-Skala vom Patienten bewertet werden. Zwei Subskalen können errechnet werden: Handlungsimpulse und Gedanken. Die OCDS ermöglicht eine Bestimmung des Schweregrades der AUD. Der Unterschied der OCDS Gesamtpunktzahl zwischen T1 und T3 dient als primärer Endpunkt. Die OCDS wurde zu drei Zeitpunkten vorgegeben: Prä, Post (4 Wochen nach der Baseline) und Follow-up (6 Monate).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Werner-Otto-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 75 Jahren
  • Diagnose einer Alkoholabhängigkeit, verifiziert durch das Mini International Neuropsychiatric Interview (MINI), den Alcohol Use Disorders Test (AUDIT) sowie den Münchner Alkoholismus Test
  • Vorliegen der Einwilligungserklärung
  • Gegenwärtiger stationärer Aufenthalt zur Behandlung von Suchtstörungen in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Ausreichende Deutschkenntnisse

Ausschlusskriterien

  • Personen mit einer gegenwärtigen oder früheren psychotischen Episode wurden ausgeschlossen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Assoziationsspaltung (AS) ist eine neuartige Intervention, welche darauf abzielt, automatische kognitive Assoziationen bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit zu unterbrechen, um so das Suchtverlangen zu verringern. AS zielt auf intrusive Gedanken, welche als ungewollte, sich wiederholende und stereotype Gedanken charakterisiert werden können, denen schwer zu widerstehen sind, ab. Die Methode erfolgt über eine Stärkung neutraler Assoziationen für Alkohol-relevante (z.B. Schnaps – 111 [Schnapszahl], Wein – Käse [treten häufig gemeinsam auf], Flasche – Masche [Reim]). Es wird angenommen, dass durch den Aufbau neuer Assoziationen mit Alkohol-relevanten Reizen, die Aufmerksamkeit von Alkohol-relevanten Kognitionen zu neutralen Assoziationen umgeleitet wird, und so zu einer Verringerung des Suchtverlangens beiträgt und das Risiko rückfällig zu werden verringert. Das Ziel dieser Studie war es, die AS mit einer aktiven Kontrollbedingung (Sporttherapie) bei Patienten, die gegenwärtig ein Programm für Alkoholabhängigkeit absolvieren, im Rahmen einer randomisierten, kontrollierten, Untersucher-blinden Studie mit drei Zeitpunkten zu vergleichen: (T1) Vor der Intervention, (T2) sofort nach der Intervention (4 Wochen), (T3) Follow-up nach 6 Monaten. Die Veränderung im Schweregrad des Suchtverlangens, gemessen mit der Obsessive Compulsive Drinking Scale (OCDS), stellte den primären Endpunkt dar (Hypothese: stärkerer Rückgang von T1 zu T3 zugunsten von AS). Der sekundäre Endpunkt war der Alcohol Craving Questionnaire (ACQ), welcher ebenfalls das Suchtverlangen misst (Hypothese: stärkere Verbesserung von T1 zu T3 unter experimenteller Intervention relativ zur Kontrollgruppe).

Quelle

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