Beschreibung der Studie

Die offene Nierenteilresektion gilt als Standardtherapie zur Behandlung von Nierentumoren. Die Einlage einer Wunddrainage (Plastikschlauch aus Silicon) wird routinemäßig durchgeführt, obwohl es keinen Beweis für den Mehrwert gibt. Der Wundschlauch soll den Abfluss von Wundflüssigkeit und ggf von Urin, der aus der operierten Niere austritt, ermöglichen. Wissenschaftliche Studien bei anderen Operationen konnten zeigten, dass Wunddrainagen auch Nachteile haben. Sie steigern das Infektionsrisiko und verursachen Schmerzen. Zudem können sie zu Verletzung benachbarter Organe führen. In dieser Studie möchten wir untersuchen ob die Einlage einer Drainage bei der Nierenteilresektion mehr Vorteile oder Nachteile bietet, indem wir Patienten vergleichen, die entweder eine Drainge erhalten oder nicht.

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Studiendetails

Studienziel Postoperative Komplikationen 30 Tage nach der Operation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Mannheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten die sich einer geplanten offenen Nierentumorexzision unterziehen werden

Ausschlusskriterien

  • keine vorliegende Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Nierenkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die partielle Nephrektomie gilt als Standardtherapie zur Behandlung malignitätssuspekter Nierentumore. Der offene Zugang stellt dabei, trotz der Zunahme an minimal-invasiven Techniken, nach wie vor die am häufigsten eingesetzte Technik dar. Während der offenen partiellen Nephrektomie wird routinemäßig eine Wunddrainage eingelegt. Diese soll den Abfluss von Urin aus der frisch operierten Niere ermöglichen, vor allem für den Fall dass es während der Operation zu einer Eröffnung des Hohlsystems der Niere kam. Obwohl es keinen Beweis für den Nutzen einer Wunddrainage gibt, gilt deren Einlage als Standard. Andere klinische Studien konnten bereits zeigen, dass Drainagen auch mit einer erhöhten postoperativen Morbidität assoziiert sein können. Mögliche Drainagen-assoziierte Komplikationen sind Infektionen, Schmerzen oder Verletzung von Nachbarorganen. Studien an abdominellen Operationen konnten sogar zeigen, dass das Weglassen einer Drainage insgesamt vorteilhaft ist. Für den Fall der offenen partiellen Nephrektomie gibt es bereits Hinweise aus retrospektiven Studien, dass das Weglassen von Drainagen in ausgewählten Fällen problemlos möglich ist. Das Ziel dieser Studie ist in einem prospektiven, randomisierten Setting zu untersuchen ob die Drainageneinlage bei der offenen partiellen Nephrektomie vorteilhaft ist.

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