Beschreibung der Studie

Immer mehr Menschen fühlen sich in ihrem Alltag gestresst, bisweilen auch überfordert. Die Anforderungen im Beruf wie auch im Privaten steigen immer weiter. Natürliche Regenerationsphasen reichen oft nicht mehr aus, um das Leben im inneren Gleichgewicht zu halten. Das Burnout-Syndrom - ausgebrannt sein – kann eine negative Antwort auf diese sein. Warnsignale wie gesteigerte Anfälligkeit für Erkältungen und Rückenschmerzen, zunehmende physische und emotionale Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder ein beginnender sozialer Rückzug sind die ersten Anzeichen. Das 3-wöchige Präventionsprogramm „Im Moor zum inneren Gleichgewicht“ kombiniert Anwendungen im Moor, Bewegungs- und Entspannungstrainings mit einem speziell entwickelten Stressmanagementprogramm und hilft den Teilnehmern, Abstand vom Alltag zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen. Ziel ist es, akuten Stress zu reduzieren und Strategien im Umgang mit Stress zu vermitteln. Im Rahmen der Studie wird die Wirksamkeit des Programms bei Menschen mit erhöhter Stressbelastung und Risiko Burnout überprüft.

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Studiendetails

Studienziel wahrgenommener Stress (Perceived Stress Questionnaire - PSQ) - prä, post (3 Wo), 1, 3, 6 Monate Follow up
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • a) Alter 18-70 Jahre, (b) Burnoutrisiko oder beginnendes Burnoutsyndrom, (c) überdurchschnittlich hohe Stressbelastung, (d) hinreichende Bewegungs- und Leistungsfähigkeit für die Teilnahme am Präventionsprogramm sowie hinreichende Belastbarkeit für Moorvollbäder, (e) Versicherter der Barmer-GEK oder Selbstzahler

Ausschlusskriterien

  • a) akute Erkrankung und (b) alle akuten und chronischen Gesundheitsstörungen, die eine Kontraindikation für die Verabreichung von Moorvollbädern darstellen (z.B. verminderte Herz-Kreislaufbelastbarkeit, Hauterkrankungen und –verletzungen mit offenen Hautstellen, fieberhafte Infekte etc.)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Chronische psychische Belastung scheint in den letzten Jahren zugenommen zu haben, speziell in der arbeitenden Bevölkerung. Die Statistiken der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zeigen einen deutlichen Anstieg psychischer Probleme, wie z.B. Erschöpfung, Burnout und Depression. Auch wenn die genaue Anzahl und Prävalenz von Burnout Fällen nicht bekannt ist, zeigt sich doch, dass sowohl die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle und -tage wie auch die Anzahl der Frühberentungen aufgrund psychischer Probleme in den letzten Jahren in Deutschland stark angestiegen sind. Vor dem Hintergrund der hohen menschlichen und finanziellen Kosten, ist die Identifizierung von chronischem Stress im Frühstadium und die Prävention von Burnout von großer Bedeutung. Chronischer Stress und Burnout scheinen untrennbar miteinander verbunden zu sein. Burnout-Prävention sollte deshalb die Optimierung von Stress-Management-Fähigkeiten zum Ziel haben. In den letzten Jahren wurden international zahlreiche Anstrengungen unternommen, Interventionen zu entwickeln, die wirkungsvoll beruflichen Stress reduzieren und zur Prävention von Burnout beitragen. Nach unserer Kenntnis ist unsere Studie der erste Versuch, in einem Burnout-Präventionsprogramm Stressmanagement mit klassischen Kurbehandlungen (diese beinhalten üblicherweise die Behandlung mit ortsgebundenen natürlichen Heilmitteln, wie z.B. Thermal-, Mineral- oder Moorbäder, nach Bedarf kombiniert mit therapeutischen Elementen aus der physikalischen Medizin sowie Bewegungs- und/oder Entspannungstherapie) zu verbinden. Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit eines 3-wöchigen Präventionsprogramms, das mit einer Kombination aus Stressmanagement und Kurortmedizin akuten Stress reduzieren und Strategien im Umgang mit Stress vermitteln möchte. Erwachsene (N=90) mit einem überdurchschnittlich hohen Stresslevel und einem erhöhten Risiko, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln, wurden per Randomisierung einer Interventionsgruppe (IG) oder einer Wartekontrollgruppe (WG) zugeordnet. Das Präventionsprogramm beinhaltet vier therapeutische Elemente: SMI, Bewegungs- und Entspannungstrainings sowie Mooranwendungen. Primäres Outcome ist wahrgenommener Stress (Perceived Stress Questionnaire [PSQ]). Sekundäre Outcomes sind Burnout Symptome, Wohlbefinden, Gesundheitsstatus, psychische Symptome, Rückenschmerz, Gesundheitsverhalten und Arbeitsunfähigkeitstage. Die Teilnehmer wurden unmittelbar vor und nach der Intervention sowie 1, 3 und 6 Monate nach Interventionsende schriftlich befragt.

Quelle

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