Beschreibung der Studie

Altern ist der Hauptrisikofaktor für die idiopathische Parkinson-Krankheit, die wichtigste motorische Erkrankung unter den neurodegenerativen Erkrankungen (in der EU 1% der über 65-Jährigen und etwa 4% der über 80-Jährigen). Neuere Forschungen zeigen, dass die Parkinson-Krankheit und das Altern mehrere Merkmale teilen, was darauf hindeutet, dass die Parkinson-Pathologie die Folge einer „Abweichung“ von physiologischen Mustern des Alterungsprozesses darstellen könnte. Das Ziel des PROPAG-AGEING-Projekts ist es, Parkinson-Patienten mit denjenigen zu vergleichen, die erfolgreich alt geworden sind (Neunzigjährige und Hundertjährige), um neue molekulare Profile für eine frühzeitige Diagnose und Therapie dieser Erkrankung zu identifizieren (Identifizierung von Wirkstoffzielen). Während der Phase 1 werden die PROPAG-AGEING-Forscher modernste molekularbiologische und analytische Methoden verwenden, um Proben von Kohorten (Gruppe von Jahrgängen), die vorher in Italien, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Schweden rekrutiert wurden (einschließlich Parkinson-Patienten, gesunde Kontrollpersonen und Hundertjährige), zu analysieren. Auf Phase 1 folgt Phase 2 (ab Mai 2016), bei der die gleiche Analyse in einer neu zu rekrutierenden Kohorte, die Geschwister von Parkinson-Patienten einschließt, durchgeführt wird. Das PROPAG-AGEING-Projekt wird im Rahmen des Horizont 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter der Projekt- Nr. 634821 finanziert.

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Studiendetails

Studienziel Identifikation von Biomarkern für die Früherkennung der Parkinson-Krankheit. Diese Studie ist eine multizentrische Studie zur Durchführung von Multi-Omic (Genomik, Epigenomik, Transkriptomik, Metabolomik, Proteomik, Lipidomik, Glycomik) und von Validierungsanalysen in Proben von PD-Patienten, Hundertjährigen Personen und gesunden Kontrollpersonen, die bereits von 1992 bis 2014 rekrutiert wurden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15900
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle European Commission - European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme - DG Research & Innovation - E4 Non-communicable diseases and the challenge of healthy ageing

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für PD-Patienten:
  • Männliche und weibliche Patienten älter als 18 Jahre;
  • Für gesunde Kontrollpersonen:
  • Compliance mit den Studienkriterien nach Unterzeichnung einer schriftlichen Einverständniserklärung.
  • Für langlebige Personen:
  • Personen > 100 Jahre alt
  • Geschwister > 90 Jahre alt

Ausschlusskriterien

  • Für PD-Patienten:
  • Bei Patienten mit Parkinson-Syndromen unterschiedlicher Ätiologie (zerebrovaskuläre Erkrankungen, iatrogen, infektiös, neoplastisch oder metabolisch);
  • Für gesunde Kontrollpersonen:
  • Personen, die von Herzkreislauferkrankungen betroffen sind (koronare Herzkrankheiten, frühere Koronarstent-Implantationen);
  • Personen, die von psychiatrischen Störungen betroffen sind;
  • Personen, die an systemischen Nieren-, Leber- oder Lungenerkrankungen leiden.

Adressen und Kontakt

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Altern ist der Hauptrisikofaktor für die idiopathische Parkinson-Krankheit (PD), die wichtigste motorische Erkrankung unter den neurodegenerativen Erkrankungen (in der EU 1% der über 65-Jährigen und etwa 4% der über 80-Jährigen). Trotz dieser Evidenz, ist die Beziehung zwischen den zellulären/molekularen Veränderungen des physiologischen/gesunden Alterns und denjenigen, die die PD Pathogenese unterstützen, unklar. Die jüngsten Daten und Konzeptualisierungen zeigen, dass Altern und die Parkinson-Erkrankung gemeinsame wesentliche Charakteristika aufweisen wie die Anhäufung von alternden Zellen, Entzündungen und Ausbreitungsphänomene. Um die Pathogenese der Parkinson-Krankheit vollständig zu verstehen und innovative neuroprotektive Therapien zu etablieren, ist es zwingend erforderlich, PD im Rahmen des Alterungsprozesses zu begreifen. Das Hauptziel des PROPAG-AGEING-Projektes ist es, spezifische zelluläre und molekulare Störungen, die vom gesunden Altern in Richtung PD abweichen, zu identifizieren. Zu diesem Zweck wird PROPAG-AGEING in Phase 1 große, vorhandene Kohorten, die zuvor von den Projektpartnern in Italien, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Schweden rekrutiert worden sind, nutzen. Diese Kohorten beinhalten: i) De-novo-PD-Patienten (vor jeglicher Therapie), die longitudinal verfolgt werden ii) Hundertjährige und ihre Nachkommen, die noch nie klinische Anzeichen von motorischen Behinderungen zeigten; iii) Zwillinge, die longitudinal über >45 Jahre beobachtet wurden und deren Lifestyle und Exposition gegenüber Giftstoffen beurteilt wurde und bei denen inzidente und vorherrschende Fälle von PD-diskordanten Zwillingen gesammelt wurden. Die informativsten Proben aus diesen Kohorten werden in einer Entdeckungsphase durch einen integrierten Satz von Omics (Genomik, Epigenomik, Transkriptomik, Metabolomik, Proteomik, Lipidomik, Glycomik) untersucht werden. Die resultierenden Daten werden integriert und mit einem systembiologischen Ansatz umfangreich analysiert, um die Kombination von spezifischen zellulären und molekularen Signalwegen zu identifizieren, die von der Linie des gesunden Alterns in Richtung der Entwicklung von PD abweichen. Die ausgewählten Biomarker werden validiert in: i) einer größeren Anzahl von Proben aus den zuvor beschriebenen Kohorten; ii) in in-vitro-Studien, wo dopaminerge Neurone aus PD-somatischen Zellen von PD-Patienten und Hundertjährigen mittels iPSC-Protokoll erhalten werden; iii) in einer Kohorte von Geschwistern von PD-Patienten, die ab Mai 2016 rekrutiert werden (PROPAG-AGEING Phase 2). Zusammenfassend wird dieser Ansatz es ermöglichen, neue molekulare Profile für eine Früherkennung und Therapie (Identifizierung von druggable Targets) der Parkinson Erkrankung und Signaturen des gesunden Alterns zu identifizieren. PROPAG-AGEING-Projekt wie im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter der Projekt Nr. 634821 finanziert.

Quelle

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