Beschreibung der Studie

Bei der Therapie von Hirnmetastasen wird der Strahlentherapie eine große Rolle zugeschrieben. Früher bestand nach der Operation der Metastasen die Indikation zur Ganzhirnbestrahlung. Diese Behandlung galt als Standard, um die lokale und distante Tumorkontrolle zu gewährleisten. Man wollte damit mikro- und makroskopischen Tumorresten entgegen wirken. Der Ganzhirnbestrahlung können mehrere Nebenwirkungen folgen, die die kognitive Leistung und körperliche Funktion der Patienten einschränken, weswegen diese Methode in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert wurde. Eine Studie der EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) hat die lokalisierte Therapie (Resektion oder Radiochirurgie) mit einer weitergehenden Therapie (Resektion oder Radiochirurgie und adjuvante Ganzhirnbestrahlung) verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Ganzhirnbestrahlung keine Auswirkung auf das Gesamtüberleben hat. Damit wurde die Rolle der Ganzhirnbestrahlung bei 1-3 Hirnmetastasen in Frage gestellt und das Augenmerk auf die lokalisierte Therapie gelenkt. Ziel dieser Studie ist es, die lokale Tumorkontrolle nach Operation solitärer (1-3) Hirnmetastasen zu verbessern und damit ein neues Therapiekonzept zu entwickeln. Dazu werden retrospektiv die lokale und distante Tumorkontrolle sowie das Überleben der Patienten mit 1-3 Hirnmetastasen untersucht, die adjuvant stereotaktisch fraktioniert bestrahlt wurden.

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Studiendetails

Studienziel lokale Tumorkontrolle
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Strahlenheilkunde

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit 1-3 Hirnmetastasen eines soliden Tumors, bei denen die Indikation zur Ganzhirnbestrahlung bestand, Behandlung mittels fraktionierter stereotaktischer Bestrahlung nach erfolgreicher Resektion der Hirnmetastasen

Ausschlusskriterien

  • Keimzelltumore, Lymphome

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In dieser Studie soll geprüft werden, ob nach der Bestrahlung der Resektionshöhlen mittels fraktionierter stereotaktischer Strahlentherapie eine geringe Lokalrezidivrate und eine gute distante Tumorkontrolle gegeben ist. Anhand eines Literaturvergleichs werden diese Kriterien mit der Ganzhirnbestrahlung verglichen.

Quelle

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