Beschreibung der Studie

Zur Entfernung der Gebärmutter gibt es derzeit drei verschiedene Methoden: 1. die Gebärmutterentfernung über einen Bauchschnitt 2. die Gebärmutterentfernung durch die Scheide 3. eine Kombination aus beidem. Die Entfernung durch Bauchschnitt wird heute nur noch selten angewendet. Ob die Entfernung durch die Scheide oder die Kombination aus Beidem bezüglich postoperativer Schmerzen, Mobilität und Komplikationen von Vorteil ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Es wird keine neue operative Methode angewandt, sondern zwei Standardmethoden werden miteinander verglichen. Bei der einen Patientengruppe wird zusätzlich die Innenauskleidung des Bauchraumes (Peritoneum) verschlossen und bei der anderen offen gelassen. Bisher war die Entscheidung immer dem Operateur überlassen. Durch diese Studie sollen überprüft werden, ob das Offenlassen zu geringeren Schmerzen anch der Operation führt.

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Studiendetails

Studienziel postoperative Schmerzen mit und ohne Peritonealisierung: Postoperativ bis zur Entlassung wird täglich der Schmerzmittelverbrauch und morgens, mittags und abends die Schmerzstärke mittels der Visual Analog Scale dokumentiert. Dies geschieht nochmals 6 Wochen , ein halbes Jahr und ein Jahr postoperativ durch die Patientin.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsfrauenklinik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Entfernung des Uterus auf vaginalem Wege möglich
  • Blutungsstörungen (Hypermenorrhoe, Dysmenorrhoe)
  • Uterus myomatosus
  • Adenomyosis uteri
  • Deszensus uteri et vaginae mit und ohne Miktionsstörungen
  • Zervixkarzinom Stadium pT1a1
  • Alter > 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • fehlende Studieneinwilligung
  • Indikation zur vaginalen Sakrokolpopexie nach Hysterektomie
  • Indikation zum lateral repair bei lateralem Defekt
  • Malignome mit der Indikation zum abdominalen Vorgehen
  • Vorerkrankungen (internistische / orthopädische / anästesiologische) die laparoskopisches Vorgehen kontraindizieren
  • kontinuiertliche Opioidtherapie in den letzten 12 Monaten länger als 2 Wochen
  • Metamizol- / Dipidolorallergie
  • schwere psychische / neurologische Erkrankungen
  • Alkohol-, Drogen-, Schmerzmittelabusus
  • Polyneuropathien
  • Immunsuppressive Therapie
  • Teilnahme an anderen Studien

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Zyklusstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Hysterektomie ist eine der häufigsten operativen Verfahren zur Therapie von dysfunktionellen Blutungen bei Uterus myomatosus und Adenomyosis uteri, bei Prolaps uteri und bei Karzinomen. Es stehen drei Verfahren zur Auswahl: die abdominale Hysterektomie (AH), die vaginale Hysterektomie (VH) und seit 1989 auch die laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie (LH).Alle Arbeiten zeigen, dass die Operationsdauer der LH gegenüber der VH länger ist und die Komplikationsraten und der Blutverlust vergleichbar sind. Diese Studie ist als multizentrische Studie konzipiert. Die Versuchsanlage ist prospektiv, randomisiert und doppelblind und hat das Ziel den postoperativen Schmerz und die postoperative Mobilität nach laparoskopisch assistierter vaginaler Hysterektomie mit der vaginalen Hysterektomie zu vergleichen. Es soll gezeigt werden, dass der Schmerzmittelverbrauch in beiden Behandlungsarmen vergleichbar ist und als Nachfolgehypothese geprüft werden, ob der Peritonealverschluss den Schmerzreiz verstärkt. Als sekundäres Studienziel wird die Mobilität bewertet. Der postoperative Schmerz wurde bisher nur in drei Studien untersucht. Die Aussagen sind aber gegensätzlich. Die LAVA-Studie soll Klärung bezüglich der bisherigen gegensätzlichen Ergebnisse erbringen.

Quelle

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