Beschreibung der Studie

Niedrigmaligne Gliome sind eine Subgruppe hirneigener Tumore. Sie zeichnen sich durch eine diffuse Infiltration des Hirngewebes, initial langsames Wachstum jedoch unweigerlichen Übergang in bösartige Hirntumoren im zeitlichen Verlauf aus. Die histologische Diagnose kann grundsätzlich durch zwei verschiedene neurochirurgische Verfahren - eine offene Resektion oder eine stereotaktische Biopsie - erlangt werden. Die optimale Behandlung von Patienten mit niedrigmalignen Gliomen ist Gegenstand intensiver Forschung. kontrovers ist insbesondere der Stellenwert der Resektion. Es existiert keine randomisierte Studie, die Resektion und Biopsie vergleichen. Neuere Forschungsergebnisse legen jedoch einen Überlebensvorteil für Patienten die eine Resektion erhalten nahe. Bedingt durch die Tatsache, dass Patienten mit niedrigmalignen Gliomen an der Universität Freiburg bis zum Jahr 2012 durch zwei getrennte Abteilungen betreut wurden, ergibt sich für diese Patienten eine Pseudorandomisierung. Möglicherweise liefert diese weitere Hinweise für den Vorteil einer der beiden Behandlungsoptionen.

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Studiendetails

Studienziel Gesamtüberleben vom Zeitpunkt der Erstdiagnose bis zum Tod, oder zum 30. November 2014 oder bis zum Kontaktverlust (je nachdem welches Ereignis früher eintritt).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 141
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg - Abteilung Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Erstdiagnose eine niedrigmalignen Glioms und stereotaktischer Biopsie oder neurochirurgischer Operation zwischen 2004 und 2012 in der Klinik für Neurochirurgie oder der Abteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie der Uniklinik Freiburg.

Ausschlusskriterien

  • Patients mit bekannter gemistozytischer Histologie.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hirntumor-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Diffuse supratentorielle niedrigmaligne Gliome bei Erwachsenen (diffuse supratentorial low grade glioma, DLGG) sind eine heterogene Gruppe neuroektodermaler Tumoren, die in ca. 15% aller glialen Neuroplasien im Gehirn vorzufinden sind. Es handelt sich um eine chronisch progressive Erkrankung des Zentralnervensystems, diedurch infiltratives Wachstum und maligne Transformationen zu neurologischen Defiziten und zum Tod führt. Da keine Klasse I Evidenz für den Benefit einer Behandlung vorliegt, ist die optimale Therapie für DLLGs kontrovers diskutiert. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass eine frühe chirurgische Intervention einer "watch and wait" Strategie überlegen ist. Bis heute wurde keine randomisierte kontrollierte klinische Prüfung durchgeführt, welche die chirurgische Resektion mit der Biopsie bei Patienten mit DLLG verglichen hat. Aufgrund der zunehmenden Hinweise auf die Überlegen der chirurgischen Resesktion ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Studie jemals durchgeführt werden. Eine retrospektive Studie aus Norwegen, in der zwei Kliniken mit unterschiedlichen Behandlungsstrategien verglichen wurden, kommt einer Randomisierung am nächsten. In dieser Studie wurde ein signifikanter Überlebensvorteil gezeigt (74% vs. 60% 5-Jahre Gesamtüberleben, 68% vs. 44% 7-Jahre Gesamtüberleben), wenn die initiale Therapie der DLLG-Patienten die chirurgische Resektion war. Hieraus und im Einklang mit aktuellen internationalen Richtlinien ist die chirurgische Resektion die Therapie der Wahl. Eine vergleichbare Ausgangssituation zu der vorhin beschriebenen Studie existiert aufgrund historischer Entwicklungen an der Universitätsklinik Freiburg. Bis 2012 wurden Patienten, bei denen erstmalig DLLG diagnostiziert wurde, entweder in der Abteilung für Stereotaktische und Funktionale Neurochirurgie oder an der Klinik für Neurochirurgie (beide arbeiten voneinander unabhängig) behandelt und betreut. Diese Situation führt zu einer Pseudorandomisierung von Patienten mit DLLG zu einer chirurgischen Resektion oder zu einer Biopsie. In der vorliegenden Studie werden die Resultate einer frühen chirurgischen Resektion mit der Biopsie verglichen.

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