Beschreibung der Studie

Ein implantierter Defibrillator schützt Patienten vor einem plötzlichen Herztod und schnellen Herzrhythmusstörungen. Dabei wird zwischen einer primären Indikation, bei welcher Patienten strukturelle Herzerkrankungen, wie zum Beispiel eine ischämische (Minderdurchblutung des Organs) oder dilatative Kardiomyopathie (Erweiterung des Herzmuskels) aufweisen, und einer sekundären Indikation mit einem Zustand nach überlebten plötzlichen Herztod bei z.B. Kammerflimmern, unterschieden. Erschöpft sich die Batterieleistung eines implantierten Defibrillators, muss ein Aggregatwechsel durchgeführt werden, um weiterhin eine sichere Therapie für den Patienten gewährleisten zu können. Bei jenem Aggregatwechsel werden zur Überprüfung der Funktion des neu implantierten Gerätes und der korrekten Sondenlage intraoperativ Funktionstestungen durchgeführt. Hierbei wird Kammerflimmern oder eine schnelle Herzrhythmusstörung ausgelöst und überprüft, ob der Defibrillator diese richtig erkennt und mit einer entsprechenden Therapieabgabe, einem Defibrillationsschock, reagiert. In dieser Studie soll untersucht werden, bei wie vielen und welchen Patienten mit einem implantierten Defibrillator im Rahmen eines durchgeführten Aggregatwechsels ein intraoperativer Defibrillationstest angewendet wurde und ob dieser erfolgreich oder ineffektiv war. Es werden Ursachen und Gründe für erfolglose Testungen und das resultierende intraoperative Vorgehen eruiert. Es wird hinterfragt, ob Routinetestungen bei Aggregatwechsel eines implantierten Defibrillators notwendig sind und ob jene zukünftig lediglich bei spezifischen Patientengruppen durchgeführt werden sollten. Des Weiteren werden die Sicherheit und Verträglichkeit der intraoperativen Defibrillationstestungen und diesbezügliche Komplikationen untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Prävalenz, Inzidenz und Prädiktionsfaktoren für ineffektive intraoperative Defibrillationstestungen während durchgeführter ICD- Aggregatwechsel
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • männlich, weiblich
  • mind. 18 J, max. 90 J
  • Patienten mit ICD- Aggregatwechsel

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung/ Aufklärung zur Operationsindikation, Operationsablauf und – Komplikationen und bezüglich der Defibrillationstestung bei einem ICD- Aggregatwechsel
  • Ablehnung eines Defibrillationstestanwendung durch einen Patienten
  • Fehlende rechtliche Absicherung bei minderjährigen Patienten
  • Kontraindikationen zum ICD- Aggregatwechsel: schlechter Allgemeinzustand und derart schwerwiegende Erkrankungen, die einen solchen Eingriff nicht zulassen
  • Kontraindikationen zur intraoperativen Defibrillationstestung wie z.B. intrakardiale Thromben, Perikarderguss, Pneumothorax, akutes Koronarsyndrom, Apoplex
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Koronare Herzkrankheit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In dieser Studie wurde eine Patientenkohorte von 252 Patienten mit einem ICD (Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) - Aggregatwechsel und einer möglichen Sondenrevision bzw. einer ICD- Aufrüstung aufgrund einer Batterieerschöpfung retrospektiv untersucht, um die Anwendung von intraoperativen Defibrillationstestungen (DFT) zu evaluieren. Es wird dokumentiert, ob und welche Patienten einen intraoperativen Defibrillationstest erhalten haben und wie jene Testungen ausgefallen sind. Zur Simulation eines Kammerflimmerns oder einer ventrikulären Tachykardie werden jene Herzrhythmusstörungen intraoperativ nach dem Aggregatwechsel iatrogen induziert. Der ICD soll nun in einem angemessenen Zeitrahmen die tachykarde Herzrhythmusstörung als solche detektieren und diese im Rahmen einer adäquaten Therapieabgabe, einem Defibrillationsschock, terminieren. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Effektivität von intraoperativ durchgeführten Defibrillationstestungen während ICD- Aggregatwechsel zu untersuchen. Es werden Gründe und Ursachen sowie das intraoperative Vorgehen bei nicht erfolgreichen Defibrillationstestungen dargestellt. Weiterhin wird hinterfragt, ob jeder Patient mit einem ICD- Aggregatwechsel einen Defibrillationstest erhalten sollte und welche Prädiktionsfaktoren für ineffektive Testungen zu eruieren sind.

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