Beschreibung der Studie

Der Anteil älterer und multimorbider Personen, die eine ambulante oder stationäre Behandlung benötigen, wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Die ambulante geriatrische Komplexbehandlung (AGKB), ein von der AOK eingeführtes umfassendes Versorgungsprogramm, bietet eine wohnortnahe ambulante Intervention zur Sturzprävention und Verbesserung der Selbständigkeit. Krankenhaus- und Pflegeheimaufnahmen sollen dadurch vorgebeugt werden. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen einer gematchten Fall-Kontroll-Studie die Effektivität und Nachhaltigkeit der AGKB zu evaluieren. Hierbei interessiert insbesondere, ob die AGKB zu einer geringeren Steigerung der Pflegestufe und zu weniger Aufnahmen in Pflegeheime führt im Vergleich zu Patienten ohne AGKB. Außerdem sollen mögliche Kosteneinsparungen durch Teilnahme an der AGKB für die Krankenversicherung analysiert werden.

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Studiendetails

Studienziel Die Hauptfragestellungen sind: 1. Führt die AGKB im Nachbeobachtungszeitraum zu einer geringeren Steigerung der Pflegestufe verglichen zu Patienten ohne AGKB? 2. Führt die AGKB im Nachbeobachtungszeitraum zu weniger Aufnahmen in ein Pflegeheim verglichen zu Patienten ohne AGKB? 3.Führt die AGKB im Nachbeobachtungszeitraum zu weniger häuslicher Krankenpflege im Vergleich zu Patienten ohne AGKB? Der Nachbeobachtungszeitraum bezieht sich auf 4 Quartale nach der AGKB. Die Abrechnungsdaten der AOK Nordost werden zur Beantwortung der Fragen verwendet.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 900
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung,Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien sind definiert durch die Einschlussvoraussetzungen des Selektivvertrages zwischen der AOK Nordost und den jeweiligen Zentren. Vertragliche Hauptkriterien sind: Alter in der Regel >=70 Jahre; geriatrietypische Multimorbidität, Behinderungen/Handicaps/Funktionale Defizite. Zusätzliches Kriterium ist das Vorliegen mindesten einer der folgenden Erkrankungen: I60 – I69; S 72 -; I70 -M16.-, M17.-; I50.-;J44.0, J44.1; J10 – J22; S – T98; M00 – M25; M45 – M51; I05 - I09; I20 – I25; G20.9; R29.5, R29.6, R29.8.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien sind:
  • im Pflegeheim lebend oder Pflegestufe 3
  • Es besteht die Notwendigkeit einer stationären Behandlung.
  • Die vorgeschlagene Maßnahme ist nicht zumutbar.
  • Es werden ausschließlich kurative oder pflegerische Maßnahmen angezeigt (z.B. Behandlung durch Hausarzt/Facharzt, Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, aktivierende Pflege)
  • Eine aktive Teilnahme an der Maßnahme ist nicht möglich, z.B. infolge fehlender oder nicht ausreichender Belastbarkeit (z.B. nach Gelenkoperationen) oder aufgrund von
  • Begleiterkrankungen bzw. Komplikationen.
  • Die fehlende Zustimmung des Patienten.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Der Anteil älterer und multimorbider Personen, die eine ambulante oder stationäre Behandlung benötigen, wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Die ambulante geriatrische Komplexbehandlung (AGKB), ein von der AOK eingeführtes umfassendes Versorgungsprogramm, bietet eine wohnortnahe ambulante Intervention zur Sturzprävention und Verbesserung der Selbständigkeit. Krankenhaus- oder Pflegeheimaufnahmen soll dadurch vorgebeugt werden. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen einer gematchten Fall-Kontroll-Studie die Effektivität und Nachhaltigkeit der AGKB zu evaluieren. Hierbei interessiert insbesondere, ob die AGKB zu einer geringeren Steigerung der Pflegestufe und zu weniger Aufnahmen in Pflegeheime führt im Vergleich zu Patienten ohne AGKB. Außerdem sollen mögliche Kosteneinsparungen durch Teilnahme an der AGKB für die Krankenversicherung analysiert werden. Die Analyse beruht sowohl auf klinischen Primärdaten, die von den teilnehmenden AGKB-Zentren zur Verfügung gestellt werden, als auch auf Versicherungsdaten der AOK Nordost. Zur Auswahl vergleichbarer Patienten für die Kontrollkohorte findet ein Propensity score Matching, mit 4 Kontrollen je AGKB Patient statt. Time-to-Event-Modelle (z. B. Cox Regression), Count Data Regressions Modelle und Multilevel Analysis Modelle werden zur Analyse der Interventionseffekte verwendet. Explorativ wird mit den klinischen Primärdaten der AGKB Teilnehmer ein Vorher- Nachhervergleich durchgeführt.

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