Beschreibung der Studie

Das Ziel dieser retrospektiven Studie ist es herauszufinden, ob sich ein Zusammenhang zwischen perioperativen allogenen Bluttransfusionen und der Rezidiv- und Metastasierungsneigung bei Patienten mit primär operierten oralen Plattenepithelkarzinomen herstellen lässt. Darüber hinaus soll eine Aussage über das Gesamt- und Rezidivfreie Überleben getroffen werden.

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Studiendetails

Studienziel Auftreten eines Rezidivs oder Fernmetastasierung nach operativer Tumorbehandlung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 472
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Uniklinik Freiburg Klinik für MKG Chirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Primär operierte Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle, Zeitraum der Erstdiagnose 1.1.2000 - 30.06.2014

Ausschlusskriterien

  • Andere Tumorentitäten, Zweitkarzinome, primär bestrahlte oder mit Chemotherapie therapierte Patienten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Studien haben gezeigt, dass Bluttransfusionen einen positiven Effekt in Bezug auf allogene Transplantate aufweisen. Durch Herabregulierung des Immunsystems führen sie zu gesteigerten Überlebensraten von allogenen Nierentransplantaten (Opelz et al, 1973), wobei die genauen Mechanismen hierzu derzeit erforscht werden (J.P.Cata et al, 2013). Dies ließ jedoch auch die Hypothese aufkommen, dass diese Immunsupression bei Tumorerkrankungen negative Einflüsse wie steigende Rezidivraten, vermehrte postoperative bakterielle und virale Infektionen und damit auch Senkung der allgemeinen Überlebensrate haben könnte. Die hierauf am besten untersuchte Tumorerkrankung ist das Colonkarzinom und in den letzten Jahren das Pankreaskarzinom. Die Studie von Talukder et al. (Int Surg 2014) hat gezeigt, dass peri-operative Transfusionen in signifikantem Zusammenhang mit höheren Rezidivraten stehen. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse elf anderer Studien, die den Zusammenhang zwischen Überlebensrate, Rezidiven und Bluttransfusionen zum Thema hatten, analysiert und miteinander verglichen. Während sich die meisten Studien darüber einig sind, dass Patienten ohne Transfusionen bessere Ergebnisse hatten, bleibt das Ausmaß des immunmodulatorischen Effektes von Bluttransfusionen spekulativ. Desweiteren gilt es noch heraus zu finden, ob sich diese Ergebnisse auch auf andere Tumorerkrankungen übertragen lassen. Bisher gibt es relativ wenige Veröffentlichungen in Bezug auf Bluttransfusionen und deren Einfluss auf Überlebens- und Rezidivraten bei oralen bzw. oropharyngealen Karzinomen (von Doertsen et al, 1992; Sturgis et al, 1997; Taniguchi and Okura, 2003; Szakmany et al, 2006). So konnten Perisanidis et al 2011 eine signifikant reduzierte Überlebensrate bei Transufionsmengen von > 4 Einheiten bei oralen und oropharyngealen Plattenepithelkarzinomen zeigen, wohingegen Fenner et al 2009 keinen Zusammenhang zwischen Überlebensraten und Bluttransfusionen, auch bei mehr als 4 Einheiten, finden.

Quelle

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