Beschreibung der Studie

Chronischer Pruritus ist ein häufiges und die Lebensqualität schwer beeinträchtigendes Symptom, welches bei unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann. Die Hautnerven spielen dabei eine große Rolle. Diese sollen in diesem Projekt mittels mikroskopischer Methoden genauer charakterisiert werden. Bei je 30 Patienten mit Neurodermitis, Prurigo nodularis, Juckreiz aufgrund einer Nierenerkrankung, Lebererkrankung, Diabetes, neurologischer Erkrankungen und unklarer Ursache soll die Nervenfaserdichte und die Entzündung der Haut bestimmt werden. Dieses soll bei 20-30 Patienten ohne Juckreiz ebenfalls erfolgen. Bei 40 Patienten mit Prurigo nodularis soll vor und nach einer Therapie eine Untersuchung der Haut und des Bluts stattfinden, um die Ergebnisse zu vergleichen (Amendment 1 vom 06.05.2008; positives Ethikvotum vom 08.05.2008 durch Ethikkommission Münster). Zusätzlich soll bei 25 Patienten mit einer Prurigo nodularis Hautbiopsien aus verschiedenen befallenen Stellen entnommen werden, um die Ergebnisse miteinander zu vergleichen (Amendment 2 vom 07.05.2012; positives Ethikvotum vom 15.06.2012 durch Ethikkommission Münster).

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung der intraepidermalen Nervenfaserdichte und des entzündlichen Infiltrats bei atopischer Dermatitis, Prurigo nodularis, nephrogenem Pruritus, cholestatischem Pruritus, diabetogenem Pruritus, brachioradialem Pruritus, small fiber Neuropathie, Pruritus auf nicht-entzündlicher Haut, sowie bei Normalhaut
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 270
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit topischer Dermatitis, Prurigo nodularis, nephrogenem Pruritus, cholestatischem Pruritus, diabetogenem Pruritus, brachioradialem Pruritus, small fiber Neuropathie, Pruritus auf nicht-entzündlicher Haut, sowie bei Normalhaut

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft, Stillen
  • Wundheilungsstörungen oder Neigung zur Keloidbildung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Neurophysiologie von Pruritus ist komplex und bislang nicht bei allen Erkrankungen verstanden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre war die Identifizierung von spezifisch nur Pruritusleitenden Nervenfasern im Nervensystem. Diese gehören zu der Klasse der unmyelinisierten C Fasern, die neben Pruritus auch Brennschmerz, Kälte, Wärme und Hitze leiten können. Die Bestimmung der intraepidermalen Nervenfasern ist in der Neurologie ein standardisiertes Verfahren, um Schädigungen der unmyelinisierten C Nervenfasern und damit Kleinfaserneuropathien morphologisch zu untersuchen. Charakteristika wie gleichzeitiges Auftreten von Jucken und Brennen, Schmerzen, Kribbeln oder Wärmeempfinden legen nahe, dass juckende Hauterkrankungen eine Schädigung der intraepidermalen Nervenfasern vorliegen könnte. Bei atopischer Dermatitis, Prurigo nodularis, renalem Pruritus, cholestatischem Pruritus, diabetogenem Pruritus, brachioradialem Pruritus, small fiber Neuropathie, Juckreiz auf nicht-entzündlicher Haut, sowie bei Normalhaut soll die Nervenfaserdichte und das entzündliche Infiltrat der Haut bestimmt werden. Dieses soll bei 20-30 Patienten ohne Pruritus ebenfalls erfolgen. Kutane Entzündungszellen können möglicherweise mit der Veränderung der Nervenfaserdichte in der Epidermis bei Prurigo nodularis zusammenhängen. Daher soll untersucht werden, ob sich beide Parameter unter einer antipruritischen Therapie verändern. Dieses soll vor und nach einer 4- wöchigen Behandlungsdauer durch eine Biopsieentnahme und eine Blutentnahme zur FACS Analyse untersucht werden. Mit Hilfe der Immunhistologie werden der Immunstatus (CD3, CD8, CD4), die Größe der T-reg-Population (CD 25, CD4, FoxP3), der Anteil der TH17-Zellen (CD 25, CD 4, IL 17) und der Memory-T-Zellen (CD 8, CD45RO, CD45RA) und die Zytotoxizität der T-Zellen (CD 25, CD8, IFN G, Granzym B) ermittelt. Zudem werden klinische Parameter wie die Bestimmung der Pruritusintensität auf einer visuellen analog Skala (0-10) und der Prurigoscore erhoben (Amentment 1 vom 06.05.2008 (positives Ethikvotum vom 08.05.2008 durch Ethikkommission Münster). Wir haben Schwankungen der Nervenfaserdichte in läsionaler zu nicht-läsionaler Haut bei der Prurigo nodularis beobachtet. In einem weiteren Arbeitsschritt soll bei 25 Patienten verschiedene Hautareale verglichen werden: Nun soll untersucht werden, ob a) die Nervenfaserdichte in läsionaler, im Vergleich zu nicht läsionaler und interläsionaler Haut bei Prurigopatienten verändert ist und b) die Nervenfaserdichte sich bei Abheilung normalisiert (Amendment 2 vom 07.05.2012, positives Ethikvotum vom 15.06.2012)

Quelle

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