Beschreibung der Studie

Antibiotika bewähren sich seit Jahrzehnten in der Medizin, da sie effektiv in der Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt werden können. In der Zahnmedizin besitzt der Einsatz dieser Arzneimittelgruppe verschiedener Substanzklassen ebenfalls ihre Indikation. Aufgrund des vermehrten Auftretens von Resistenzen und den Ergebnissen der bisher durchgeführten Untersuchungen hinsichtlich des Rezeptierverhaltens von Zahnärzten soll es Ziel unserer RELEVANZ Studie sein, mit Hilfe von Fragebögen die aktuellen Verordnungszahlen von Antibiotika durch die Zahnärzteschaft in Mecklenburg- Vorpommern zu ermitteln. Diese Thematik soll stärker in den Fokus der Zahnärzte rücken, um ein Bewusstsein für den sorgfältigen Einsatz von antibakteriellen Chemotherapeutika zu entwickeln. Wir erwarten von der Auswertung wichtige Erkenntnisse zur Verordnungsdichte von Antibiotika in der Zahnmedizin, welche durch die Publikation der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

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Studiendetails

Studienziel Deskriptive Häufigkeiten zum Antibiotikaverbrauch bei Zahnärzten in Mecklenburg-Vorpommern
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1470
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und ForschungDienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • alle in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Antibiotika stellen einen unverzichtbaren Teil bei der Therapie von Infektionskrankheiten in der Zahnmedizin dar. Um einen Therapieverzug zu vermeiden, erfolgt die Verschreibung zumeist in Form einer kalkulierten Antibiotikatherapie [1]. Laut GERMAP (2008) nehmen Zahnärzte die vierte Stelle aller medizinischen Fachgruppen in der Antibiotikaverschreibung ein. Der Anteil aller zahnärztlichen Verordnungen am Gesamtvolumen der Antibiotikatherapie beträgt in Deutschland 7,8% [2], wobei vor allem Clindamycin (57%), Amoxicillin (23,5%) und Penicillin V (12,2%) als Antibiotika erster Wahl verschrieben werden [3]. Detaillierte Daten zum Verschreibungsverhalten, Kenntnissen und Motivationen existieren bisher nicht. Das HICARE-Projekt (Gesundheitsregion Ostseeküste) hat sich zur Aufgabe gemacht, Lücken in der Evidenzgrundlage zum Umgang mit MRE zu schließen. Studienziel: Evaluierung der aktuellen Verordnungsdichte von Antibiotika, Wissen und Motivationen bei Zahnärzten in Mecklenburg-Vorpommern als Pilotstudie für eine deutschlandweite Erhebung. Methodik: Es handelt sich um eine deskriptive Querschnittsstudie, bei der die ca. 1500 Zahnärzte aus Mecklenburg-Vorpommern befragt werden. Mit Hilfe des Fragebogens wird das Verordnungsvolumen nach DDD (Defined Daily Dose) evaluiert, um so regionale und internationale Vergleiche vornehmen zu können. Ausblick: Die Ergebnisse dieser regionalen Abfrage sollen Muster erkennen lassen, die bei der Entwicklung von Interventionsmaßnahmen zur Reduzierung der Antibiotikaverordnungen sowie für die individuelle Anpassung bei der Indikationsstellung für die jeweilige Substanzklasse, Dosis und Verschreibungsdauer bezugnehmend auf die Diagnose herangezogen werden können.

Quelle

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