Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit des Metakognitiven Trainings für Depression (D-MKT) zu evaluieren. Es wird erwartet, dass das D-MKT im Vergleich zu einer aktiven Kontrollintervention kurz- sowie längerfristig zu einer stärkeren Reduktion der depressiven Symptomatik führt. Darüber hinaus wird postuliert, dass depressive Denkmuster verringert sowie Selbstwert und Lebensqualität gesteigert werden können.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Outcomaparameter ist Depressivität gemessen über den Gesamtwert der Hamilton Depression Rating Scale (HDRS, 17-item Version) zum Baselinezeitpunkt im Vergleich zur Katamnese 6 Monate nach Behandlungsende.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 86
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Verein zur Förderung der Rehabilitationsforschung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer Major Depression oder Dysthymie

Ausschlusskriterien

  • Alter < 18 oder > 65, akute Suizidalität (SBQ-R ≥ 7), Lebenszeitdiagnose einer schizophrenen oder bipolaren Störung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Trotz vorliegender erfolgreicher psychotherapeutischer und pharmakologischer Interventionen besteht weiterhin eine deutliche Versorgungslücke für Major Depression bzw. Dysthymie. Gleichzeitig nimmt die Prävalenz depressiv Erkrankter zu. Das Metakognitive Training bei Depression (D-MKT) wurde von unserer Arbeitsgruppe entwickelt, um diese Versorgungslücke mit Hilfe eines niedrigschwelligen und einfach umsetzbaren Gruppenprogramms zu verringern. Im Training werden auf spielerische Weise Informationen über depressionstypische kognitive Verzerrungen vermittelt und Veränderungen angeregt. Neben den klassischen Denkfehlern der Kognitiven Verhaltenstherapie werden Verzerrungen der Informationsverarbeitung thematisiert (z.B. Gedächtnispräferenz für negatives Material). Erste positive Ergebnisse zeigten sich in einer Pilotstudie. In der aktuellen prospektiven randomisiert-kontrollierten Interventionsstudie (RCT) wird das D-MKT im Kontext einer psychosomatischen Rehabilitation evaluiert. Neben der Standardbehandlung („treatment as usual“) werden die Patienten entweder dem D-MKT oder einer aktiven Kontrollbehandlung (Walking) randomisiert zugewiesen. Es wird eine signifikante Reduktion der depressiven Symptome im Vergleich zur aktiven Kontrollbedingung angenommen. Blind zur Gruppenzuweisung werden die Patienten vor Beginn und direkt nach Abschluss des Trainings sowie 6 Monate später hinsichtlich der depressiven Symptomatik mit Hilfe der Hamilton Depression Rating Scale (HDRS, primärer Outcome: Gesamtwert) untersucht. Als sekundäre Outcomeparameter werden selbsteingeschätzte Depression (BDI), depressive Denkverzerrungen (DAS), Metakognitionen (MCQ), Selbstwert (RSE) sowie Lebensqualität (WHOQOL-BREF) erfasst.

Quelle

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