Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll untersucht werden wie Entzündungsreaktione, die nach chirurgischen Eingriffen auftreten das Gewebe schädigen können. Eingeschlossen werden sollen alle Patienten die einen sogenannten freien mikrochirugischen Gewebetransfer zur Defektdeckung nach Unfallfolgen oder Tumorresektionen bekommen. Im Rahmen dieses Eingriffes kommt es ähnlich wie bei Organtransplantationen zu einer Phase der Nichtdurchblutung, gefolgt von anschließender Reetablierung des Blutflusse, die eine Entzündungsantwort auslösen kann, dem sogenannten Ischämie/Reperfusionsschaden. Durch Probenentnahmen aus dem Gewebe vor der nicht-Durchblutung und nach Wiederherstellung des Blutflusses wollen wir diese Gewebeproben auf die Entstehung dieser Entzündungsreaktion untersuchen. Im Mittelpunkt sollen dabei bekannte Entzündungsparameter, wie z.B. Zytokine und MikroRNAs, aber auch der Entzündungsmarker C-reaktives Protein stehen. Es soll die Hypothese geprüft werden das letzteres nicht nur ein Marker sondern auch ein kausaler Faktor im Ischämie/Reperfusionsschaden ist, um hier sinnvolle therapeutische Ansätze zu schaffen, um überschießende Entzündungsreaktionen zu kontrollieren.

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Studiendetails

Studienziel Nachweis von CRP (C-reaktives Protein) Konformationsänderungen in humanen Gewebeproben nach Ischämie/Reperfusion
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Unikllinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mikrochirurgische Rekonstruktion mit freier Muskellappenplastik.

Ausschlusskriterien

  • Vorbestehende Erkrankungen aus dem Entzündlichen Formenkreis (z.B. Rheumatoide Arthritis, Entzündliche Darmerkrankungen), ungeklärte Erhöhungen des Plasma-CRP-Spiegels. Vorherige Lappenverluste für die selbe Rekonstruktion.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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C-reaktives Protein (CRP), ein hoch konserviertes pentameres Protein aus der Familie der Pentraxine, ist das klassische „Akute Phase”-Protein. In den letzten Jahren wurde es nicht nur als “Marker” sondern auch als pathogener Faktor in Entzündungsreaktionen identifiziert. In unseren Vorarbeiten konnten wir in vitro zeigen, dass für diese pro-inflammatorischen Effekte eine Dissoziation des pentameren CRP (pCRP) in seine Untereinheiten (monomeres-, mCRP) von entscheidender Bedeutung ist. Von besonderem chirurgischem Interesse eine eventuelle pathophysiologische Rolle mCRPs bei inflammatorischen Gewebeschäden, wie sie nach Wiederherstellung des Blutflusses nach längeren Ischämiezeiten auftreten (Reper-fusionsschäden). Es ist unklar, ob CRP bei diesen von kausaler pathophysiologischer Relevanz ist. In dem hier beschriebenen Projekt sollen deshalb reperfundierte Gewebestücke nach mikrochirurgisch verpflanzten Lappenplastiken auf die lokale Anreicherung von p-, bzw. mCRP untersucht werden. Dazu stehen uns spezielle konformationsspezifische Antikörper zur Verfügung, die entweder spezifisch m- oder pCRP erkennen. Des Weiteren werden inflammatorische Zellen wie Monozyten/Makrophagen und Thrombozyten immunhistologisch nachgewiesen. Eine Kolokalisation dieser Entzündungszellen mit CRP würde unsere Hypothese einer direkten pro-inflammatorischen Wirkung des mCRPs auf diese Zellen weiter unterstützen. Da die lokale Neovaskularisierung von entscheidender Bedeutung für das langfristige Einwachsen des verpflanzten Gewebes ist soll außerdem die lokale Expression angiogener Wachstumsfaktoren wie z. B. VEGF und Angiopoietin-1 immunhistologisch untersucht werden. Außerdem Marker für Neovaskularisierung (CD31, CD34 etc.). Parallel dazu sollen Entzündungsparamter in der peripheren Zirkulation ana-lysiert werden. Dies ist notwendig um einen eventuellen Zusammenhang zwischen den systemischen CRP-Spiegeln postoperativ und der lokalen Deposition nachweisen zu können.

Quelle

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