Beschreibung der Studie

Die prospektive Studie schließt Schwangere ohne geplanten Kaiserschnitt bei Aufnahme zur Geburt in den Kreißsaal ein. Im Rahmen der klinischen Routine werden neben den gängigen Parametern der Blutgerinnung, zusätzlich die Fibrinogenplasmakonzentration und der Faktor-XIII-Spiegel vor der Geburt sowie innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt bestimmt und dem während der Geburt gemessenem Blutverlust gegenüber gestellt. Es soll überprüft werden, inwieweit die Parameter der Blutgerinnung unmittelbar vor der Geburt, insbesondere der präpartale Fibrinogenwert, in einem Zusammenhang mit dem gemessenen Blutverlust stehen und ob sich hieraus ggf. ein Vorhersagewert für das Einsetzen einer peripartalen Blutung ableiten lässt.

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Studiendetails

Studienziel - Präpartale Bestimmung des Fibrinogenspiegels (Bestimmung nach Clauss) im maternalen Blutplasma - Peripartale Messung des Blutverlustes mittels Blutauffangbeutel (Brenner Medical, München)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle CSL Behring GmbH,

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere unmittelbar vor Geburt
  • Mindestalter 18 Jahre oder Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Zustimmung der Schwangeren zur Verwendung ihrer Daten im Rahmen dieser Studie

Ausschlusskriterien

  • Mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache
  • Zweifel an der Urteilsfähigkeit
  • primäre Sectio

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Einleitung: Peripartale Blutungen (PPH) sind definiert als Blutverlust (BV) über 500 ml bei Spontangeburten (1) und gehören weltweit zu den häufigsten maternalen Todesursachen. Neben einer Reihe von Risikofaktoren können u.a. auch Gerinnungsstörungen, wie die Hypofibrinogenämie für die Entwicklung einer PPH verantwortlich sein. Die Fibrinogenkonzentration (Fbg-K) zu Beginn einer PPH wurde als Prädiktor für den Schweregrad des Blutungsverlaufes beschrieben (2). Allerdings wurde sie erst zum Zeitpunkt der Diagnosestellung einer manifesten PPH bestimmt. Somit bleibt unklar, ob ihre Senkung nur Folge oder auch Ursache der PPH war. Das Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen präpartaler Fbg-K und dem peripartal gemessenem BV darzustellen. Material und Methoden: Studieneinschluss aller Schwangeren mit Aufnahme in den Kreißsaal bzw. in die stationäre Überwachung zur Geburtseinleitung. Die Fbg-K (Bestimmung nach Clauss), Blutbild und Gerinnungsparameter (TPZ, INR, aPTT, zusätzlich Faktor XIII) werden präpartal bei Aufnahme zur Geburt und innerhalb von 48h postpartal (im Rahmen der routinemäßig durchgeführten postpartalen Hämoglobinbestimmung) bestimmt. Der BV wird mit einem skalierten Blutauffangbeutel (Brenner Medical, München) während der Plazentarperiode, spätenstens bis zur Verlegung aus dem Kreißsaal gemessen. Literatur: (1) WHO recommendations for the prevention and treatment of postpartum haemorrhage, Dept. of Reproductive Health and Research, WHO (2012) (2) Charbit B. et al.,The decrease of fibrinogen is an early predictor of the severity of postpartum hemorrhage. J Thromb Haemost 2007; 5: 266–73.

Quelle

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