Beschreibung der Studie

Vor der Befestigung kieferorthopädischer Brackets wird der Zahnschmelz mit einem säurehaltigen Gel vorbereitet. Dieses Gel bewirkt eine oberflächliche Demineralisation und führt zu einer Vergößerung der Schmelzoberfläche. Dadurch verbessert sich der Kontakt zwischen Bracketkleber und Zahnschmelz und die Haltekraft des Brackets am Zahn erhöht sich. Beim konventionellen Verfahren wird der Schmelz mit 30 bis 40-prozentiger Phosphorsäure vorbehandelt, bei sogenannten selbstkonditionierenden Systemen wird nicht vor dem Kleben geätzt sondern Säure befindet sich im Bracketkleber (Primer). Während der kieferorthopädischen Behandlung können bei insuffizienter Mundhygiene Demineralisationen des Zahnschmelzes im Bracketumfeld beobachtet werden. Ziel dieser Studie ist es, Demineralisationen im Bracketumfeld bei selbstkonditionierenden Systemen und konventionellen Systemen zu vergleichen. Zu diesem Zweck tragen die Studienteilnehmer für vier Wochen eine intraorale Apparatur, in die Proben menschlichen Schmelzes eingearbeitet wurden. Auf diese wurden nach Vorbehandlung mit konventionellem Säuregel oder mit je zwei verschiedenen selbstkonditionierenden Primern Brackets geklebt. Während der Tragezeit und am Ende wird das Bracketumfeld bei jeder Schmelzprobe mit zwei optischen Verfahren auf Demineralisation und Oberflächenrauheit untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Prozentuale Änderung des Mineralgehalts des Zahnschmelzes um das Bracket herum. nach vierwöchigem Beobachtungszeitraum. Es wird die Änderung der Fluoreszenz des Zahnschmelzes mittels QLF (Quantitative lichtinduzierte Fluoreszenz) bestimmt. Die Fluoreszenz ist proportional zum Mineralgehalt des Zahnschmelzes.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Charité - Universitätsmedizin Berlin,Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,Abteilung für Kieferorthopädie, Orthodontie und Kinderzahnmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18 Jahre
  • guter Allgemeinzustand

Ausschlusskriterien

  • Herausnehmbarer Zahnersatz,
  • aktive kieferorthopädische Behandlung,
  • weniger als 12 Zähne im Unterkiefer,
  • aktive Parodontitiden,
  • aktive Karies,
  • eingeschränkte Mundhygiene,
  • Alkoholabusus,
  • starkes Rauchen,
  • Endokarditisprophylaxe,
  • Immunsuppression,
  • Antibiotikaeinnahme,
  • Allergien gegen Methacrylat

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Karies-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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In dieser klinischen Studie soll der Einfluss drei verschiedener Adhäsivsysteme auf die Demineralisation des Umfeldes kieferorthopädischer Brackets untersucht werden. Zu diesem Zweck tragen 15 Probanden für 4 Wochen eine Apparatur im Unterkiefervestibulum beidseits. In diese sind auf jeder Seite 4 Proben menschlicher Weisheitszahnkronen eingearbeitet, auf denen kieferorthopädische Brackets befestigt wurden. Vor Bracketplatzierung erfolgte bei einer Probe je Seite die Konditionierung des Schmelzes mit konventioneller Schmelzätztechnik, bei zwei Proben je Seite mit zwei verschiedenen selbstkonditionierenden Systemen, während die vierte Probe jeder Seite als Kontrolle unbehandelt blieb. Der Zahnschmelz um die Brackets wird mittels quantitativer Lichtfluoreszenz (QLF) und Fokusvariationsmikroskopie (FVM) vor, während und nach Ende der vierwöchigen Tragezeit der untersucht.

Quelle

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