Beschreibung der Studie

Es wird angenommen, dass in etwa die Hälfte aller Patienten mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Verdacht auf eine Herzmuskelerkrankung (sog. Kardiomyopathie) eine diastolische Funktionsstörung als Ursache aufweisen. Dabei handelt es sich um eine Füllungsbehinderung des Herzmuskels. Diese ist weit schwieriger zu diagnostizieren als die einfach quantifizierbare (systolische) Austreibungsfunktion. Die klinische Diagnostik fußt weitgehend auf echokardiographischen Surrogatmarkern. Es ist daher wünschenswert, weitere diagnostische Kriterien zu etablieren. Aus pathophysiologischer Sicht dürfte der Herzwdandspannung - es handelt sich um ein Hohlorgen - dabei eine erhebliche Bedeutung zukommen. Es wird daher die Hypothese untersucht, ob eine erhöhte ventrikuläre Wandspannung, basierende auf Kardio-MRT-Messungen, eine Einschränkung der diastolischen Funktion bedingt. Hierzu sollen Daten, die bei Routineuntersuchungen von Patienten mit Herzschäche oder einer Herzmuskelerkrankung zwischen dem 01.01.2005 und dem 31.10.2012 erhoben wurden, untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Ein etwaiger statistischer Zusammenhang zwischen der ermittelten ventrikulären Wandspannung und der Auswurf- bzw. Füllrate. Die ventrikulären Volumina,Myokardmasse, die Auswurf- und Füllrate stellen klinische Standardparameter dar und liegen vor (Kardio-MRT-Messungen). Aus den beiden erstgenannten Parameter lässt sich die Wandspannung (mit Hilfe eines Kugelmodells) berechnen. Diese Methode ist experimentell etabliert und klinisch validiert. Zusatzmessungen o.ä. sind nicht notwendig. Endpunkt: Statistische Analyse (u.a. logistische Regression) zur Beurteilung ob eine erhöhte Wandspannung mit einer reduzierten Auswurf- oder Füllrate vergesellschaftet ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Innere Medizin - Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Verdacht auf eine Herzinsuffizienz oder Kardiomyopathie

Ausschlusskriterien

  • Implantierte Kardioverter/Defibrillatoren, relevante Herzklappenfehler, künstliche Herzklappen, schwere Niereninsuffizienz, maligne Grunderkrankungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Ursache der Herzinsuffizienz kann grundsätzlich zwei Komponenten haben, die in unterschiedlichem Ausmaß dazu beitragen: die systolische und diastolische Dysfunktion. Eine Einschränkung der systolischen Funktion führt zu einem verminderten Schlag- und Herz-Zeit-Volumen. Bemerkenswerterweise hat aber ca. die Hälfte aller Patienten, die typische Zeichen der Herzinsuffizienz aufweisen, keine systolische Dysfunktion. Die systolische Funktion ist oft normal oder nahezu normal (sog. „preserved“). Eine diastolische Funktionsstörung tritt häufig bei einer linksventrikulären Hypertrophie auf, die verschiedenster Genese sein kann, z. B. infolge einer arteriellen Hypertonie, bei hypertropher, dilatativer, restriktiver oder diabetischer Kardiomyopathie sowie bei der ischämischen Herzerkrankung. Die diastolische Dysfunktion ist gekennzeichnet durch eine gestörte Ventrikelfüllung infolge einer abnormen diastolischen Relaxation (aktiver Prozess) und durch eine verminderte Dehnbarkeit eines zu steifen Ventrikels (passiver Prozess). Die diastolische Herzinsuffizienz ist definiert als das Vorhandensein einer diastolischen Dysfunktion bei Patienten mit normaler oder nahezu normaler („preserved“) Ejektionsfraktion. Die Symptome der Herzinsuffizienz resultieren von einem erhöhten ventrikulären Druck, der während der Mitralklappenöffnung in der Diastole über die Pulmonalvenen zur pulmonalen Stauung (Lungenödem) und zu Dyspnoe führt. Obwohl echokardiographische Kriterien zur Erfassung der Diastole etabliert sind – der transmitrale Doppler-Fluss spielt hier eine besondere Rolle -, ist die klinische Diagnosestellung häufig schwierig. Die myokardiale Hypertrophie und die ventrikuläre Dilatation sind wesentlich an der diastolischen Dysfunktion beteiligt. Die myokardiale Masse und die Volumina des Ventrikels sind maßgeblich für die resultierende ventrikuläre Wandspannung verantwortlich. Eine erhöhte Wandspannung ist mit einer Vielzahl ungünstiger Veränderungen vergesellschaftet, z. B. kommt es zu einem ungünstigen myokardialen Umbau (sog. „Remodeling“), und der myokardiale Sauerstoffverbrauch erhöht sich. Es soll daher die Hypothese geprüft werden, ob eine erhöhte Wandspannung zu diastolischen Dysfunktion beiträgt. Dazu wurden Kardio-MRT-Untersuchungen bei Patienten mit Verdacht auf eine Kardiomyopathie oder Herzinsuffizienz durchgeführt, womit das ventrikuläre Volumen, die Myokardmasse, die kardiale Funktion einschließlich Auswurf- und Füllrate gemessen wurde. Diese Messungen wurden herangezogen, um die ventrikuläre Wandspannung zu errechnen. Es wird untersucht, ob die Wandspannung eine wesentliche Rolle für die Auswurf- und Füllrate des Ventrikels darstellt und ob eine erhöhte linksventrikuläre Wandspannung zu einer Erhöhung des pulmonalen Druckes führt.

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