Beschreibung der Studie

Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine Follow Up -Untersuchung des -von 2006 bis 2012 durchgeführten- Hausbesuchsprogramms Pro Kind zur Unterstützung von erstgebärenden Müttern in finanziellen und sozialen Problemlagen. Ziel der Follow Up -Untersuchung ist die Überprüfung der Wirksamkeit des Hausbesuchsprogramms vier bis fünf Jahre nach dessen Beendigung. Konkret sollen die Auswirkungen des Programms auf die Gesundheit, die Familienplanung und die sozioökonomische Entwicklung der teilnehmenden Familien, die Erziehungsfähigkeit sowie auf die Schulfähigkeit und die (kognitive und sozioemotionale) Entwicklung der Kinder untersucht werden. Dazu werden Befragungen am Telefon und vor Ort bei den an der Folge-Untersuchung teilnehmenden Familien durchgeführt. Bei den Kindern kommen altersspezifische Verfahren, wie beispielsweise spielerische Tests, zum Einsatz. Update: Im Rahmen des Updates der Studienregistrierung wurde eine stärkere Systematisierung der primären und sekundären Endpunkte anhand der der zu Grunde liegenden Wirkhypothesen vorgenommen. Zum Zeitpunkt des Updates liegen noch keine digitalisierten und aggregierten Studiendaten vor.

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Studiendetails

Studienziel Es findet im Alter von 6 bis 7 Jahren des Kindes eine Testung kombiniert mit einem Interview im Haushalt der Mutter statt. Zudem wird ein Telefoninterview mit der Mutter durchgeführt, die Lehrer des Kindes werden befragt und es werden administrative Daten bei der Bundesagentur für Arbeit und bei Krankenkassen abgefragt. Das Hausbesuchprogramm wirkt sich positiv auf die kognitive Entwicklung des Kindes und dessen Schulleistungen aus. -->Schulleistungen: Basisdiagnostik Umschriebener Entwicklungsstörungen im Grundschulalter (BUEGA) -->Kognitive Entwicklung: BUEGA -->Spezifische Entwicklungsstörungen: BUEGA Die Hausbesuche wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit des Kindes aus. -->Verhaltensauffälligkeiten des Kindes und emotionale Störungen: Elternfragebogen über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen (CBCL 6/18 R), deutsche Version Die Hausbesuche wirken sich positiv auf die Lebenszufriedenheit des Kindes aus. -->Lebenszufriedenheit Schule: Inventar zur Erfassung der Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen (ILK) -->Gesamtbeurteilung der Lebenszufriedenheit: ILK Die Hausbesuche führen zu verbesserten erzieherischen Kompetenzen (weniger unangemessenes Elternverhalten) -->Dysfunktionale Erziehung: Deutsche und zielgruppenorientierte Adaptation an die „Parenting Scale“ (PS) von den Autoren -->Gewaltfreie Disziplinierung: „Conflict Tactic Scale Child Report“ (CTS-CR), Interview der Kinder mit Bildmaterialien, deutsche Version: übersetzt von der AMIS-Gruppe; Deutsche und zielgruppenorientierte Adaption an die „Conflict Tactic Scale Parent Child“ (CTS-PC) von den Autoren Die Hausbesuche reduzieren oder verhindern Kindesmissbrauch und die Häufigkeit körperlicher Gewalt. -->„Geringe“ Aggression: CTS-CR und CTS-PC -->„Geringe“ körperliche Gewalt: CTS-CR und CTS-PC -->Kindesmissbrauch: CTS-PC Die Hausbesuche reduzieren oder verhindern eine Kindesvernachläßigung. -->Körperliche Vernachlässigung: „Scale of the Multidimensional Neglectful Behavior Scale-Child Report“ (MNBS), Interview der Kinder mit Bildmaterialien, Deutsche Version: Übersetzt von der AMIS Gruppe -->Emotionale Vernachlässigung: MNBS -->Vernachlässigung der Aufsicht des Kindes: MNSB Die Hausbesuche beeinflussen die psychische Gesundheit der Mutter -->Psychische Belastung: Deutsche und zielgruppenorientierte Adaptation an die „Depression-Anxiety-Stress Scale“ (DASS) von den Autoren Die Hausbesuche haben einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit der Mutter. -->Allgemeine Lebenszufriedenheit: Fragen bezüglich der Lebenszufriedenheit
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 755
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnahme an der ersten Projektphase der Begleitforschung des Modellprojekts "Pro Kind - Wir begleiten jungen Familien". Wohnhaft in Deutschland. (Aufnahmekriterien in der ersten Projektphase: Erstgebärend, schwanger zwischen der 12. und 28. SSW, ein ökonomisches und ein psychisches oder physisches Belastungsmerkmal.)

Ausschlusskriterien

  • Mangelnde Deutschkentnisse, keine permante Aufenhaltsgenehmigung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Hausbesuchsprogramm Pro Kind wurde von 2006 bis 2012 in drei deutschen Bundesländern (Bremen, Niedersachsen und Sachsen) implementiert (N = 755 „Risiko-Erstgebärende“) und anhand einer Längsschnittstudie bis zum dritten Lebensjahr der Kinder mit randomisiert-kontrolliertem Design (RCT) evaluiert. Pro Kind basiert auf der Konzeption des in den USA erfolgreich etablierten und evidenzbasierten „Nurse Family Partnership“ Programms zur frühen Förderung von erstgebärenden Müttern in finanziellen und sozialen Problemlagen. Internationale Studien zeigen, dass vergleichbare Hausbesuchsprogramme i.d.R. relativ kleine Kurzzeiteffekte aufweisen, aber zumeist mittel- und langfristig größere Effekte zu Tage treten. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es daher, mittels einer Follow Up Messung die mittelfristige Effektivität des Hausbesuchsprogramms Pro Kind bei Kindern im Alter von sechs bis sieben Jahren zu überprüfen. Erwartet werden positive Auswirkungen auf die familiäre Gesundheit, die Erziehungskompetenz sowie auf die Schulfähigkeit und die kognitive und sozio emotionale Entwicklung der Kinder. Des Weiteren werden monetäre Einsparungen im Gesundheits- und Sozialsystem angenommen, die sich aus einer verbesserten Gesundheit und reduzierten staatlichen Transferzahlungen ergeben.

Quelle

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