Beschreibung der Studie

Die vorliegende Untersuchung vergleicht die Wirksamkeit der Schröpfkopfmassage (SKM) mit der Wirksamkeit der Akupunkturtherapie (AKU) in der Behandlung von chronischen unspezifischen Rückenschmerzen. Dabei wird angenommen, dass die SKM der AKU nicht unterlegen ist.

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Studiendetails

Studienziel Nichtunterlegenheit der Schröpfkopfmassage gegenüber der Akupunkturtherapie in Bezug auf die Funktionseinschränkung im Alltag, operationalisiert durch den Hannover Funktionsfragebogen (HFAQ), nach 3 Monaten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 130
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Abt. f. Naturheilkunde, Klinik Blankenstein, ,

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • stationäre Patienten der Modellabteilung für Naturheilkunde der Klinik Blankenstein.
  • Vorliegende schriftliche Einwilligungserklärung nach Aufklärung
  • Anamnese der chronischen Rückenschmerzen länger als 6 Monate
  • Punktewert im Hannover Functional Ability Questionaire: 0-16 Punkte
  • Kreuzschmerz definiert als Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule mit oder ohne segmentale Ausstrahlung
  • Mindestens eine der folgenden Diagnosen (ICD 10 Verschlüsselung) in der Haupt- oder Nebendiagnose:
  • M 47.20, 47.25, 47.26, 47.27, 47.28:
  • Chronisch degeneratives Lumbalsyndrom
  • Spondylose mit Radikulopathie im Thorakolumbalbereich
  • Chronisches Facettensyndrom
  • Spondylose mit Radikulopathie im Lumbosakralbereich
  • Spondylarthrose LWS
  • M 51.1, 51.2
  • Lumbale und sonstige Bandscheibenschäden mit Radikulopathie
  • Lumbago mit Bandscheibenverlagerung ( Protrusion )
  • M 54.1, 54.4, 54.5, 54.8, 54.10
  • Radikulopathie lumbal
  • Chronische Lumboischialgie mit und ohne radikuläre Ausstrahlung
  • Kreuzschmerz
  • Lendenschmerz
  • Lumbago o.n.A
  • berlastung in der Kreuzbeingegend
  • Rückenschmerz/ Pannikulitis im Sakral- und Sakrokokzygealbereich

Ausschlusskriterien

  • Chronische Schmerzzustände aufgrund anderer Erkrankungen, die die Rückenschmerzen in den Hintergrund treten lassen.
  • Osteoporotische oder traumatische Wirbelfrakturen oder starke Missbildungen der Wirbelsäule, Spondylolisthese
  • Entzündlich rheumatische Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Hauterkrankungen, die eine Schröpfkopfmassage nicht zulassen
  • Teilnahme an dieser Studie zu einem früheren Zeitpunkt
  • Gegenwärtige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie zur Therapie von Rückenschmerzen
  • Patienten, die nicht fähig sind, den Sinn der Studie zu verstehen (Sprache, Demenz etc.)
  • Opioid- oder Drogenabhängigkeit, Alkoholkrankheit, Compliance nicht gewährleistet
  • Voroperationen an der Wirbelsäule in den letzten drei Monaten vor Studienbeginn
  • Morbus Bechterew
  • Kachexie
  • Schmerzkatheter/ CT-gesteuerte intraartikuläre Injektionen in den letzten 10 Tagen im LWS-Bereich
  • Akupunktur oder Schröpftherapie bis zu einem Monat vor Therapiebeginn
  • Progrediente Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukosen, Karzinome (außer bei langfristiger Vollremission), Kollagenosen, multipler Sklerose, AIDS-Erkrankung, HIV-Infektion
  • Schwere Depressionen (entsprechend psychiatrischer Diagnose)
  • Schwere Cardiopathien
  • Fieber
  • Bekannte Schwangerschaft
  • Schwere Gerinnungsstörungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Hintergrund: Bislang existiert in der Literatur nur eine Studie zur Wirksamkeit der Schröpfkopfmassage (SKM) bei Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen [9]. Angesichts der steigenden Inzidenz und hohen Prävalenz dieser Erkrankung ist die Erforschung der Therapieoptionen von großer Bedeutung. In der Klinik für Naturheilkunde der Klinik Blankenstein Hattingen wird die Schröpfkopfmassage bei Patienten mit Rückenschmerzen subjektiv erfolgreich eingesetzt. Zur Objektivierung der Behandlungserfolge wurde eine randomisiert-kontrollierte Nicht-Unterlegenheitsstudie durchgeführt. Methoden: Die Wirksamkeit der SKM wurde mit der Akupunkturtherapie (AKU) bei insgesamt 136 stationären Patientinnen mit chronischen unspezifischen Rückenschmerzen verglichen. Primäres Zielkriterium war die Nichtunterlegenheit der Schröpfkopfmassage gegenüber der Akupunkturtherapie in Bezug auf die Funktionseinschränkung im Alltag, operationalisiert durch den Hannover Funktionsfragebogen (HFAQ). Ergebnisse: In der Per-Protocol-Analyse ist der Therapieerfolg der SKM statistisch signifikant größer (65,3 % SKM vs. 42,2 % AKU; p=0,025). Die Auswertung der Intention-to-Treat Population zeigt keine signifikanten Unterschiede zwischen den Therapiegruppen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass die Schröpfkopfmassage der Akupunkturtherapie nicht unterlegen ist. In der Per-Protocol-Analyse ist die Schröpfkopfmassage der Akupunkturtherapie überlegen. Bei der Auswertung der Intention-to-Treat Population nivellieren sich die Unterschiede aufgrund einer relativ hohen Therapieabbrecherrate.

Quelle

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