Beschreibung der Studie

Kinder mit Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) zeigen eine Vielfalt an Begleiterkrankungen, wie Verhaltens- und Anpassungsstörungen, Hyperkinetische- und Angststörungen. Ein Kind mit Legasthenie aufzuziehen und auszubilden ist eine herausfordernde Aufgabe für Eltern. Studien zeigen, dass Eltern von Kindern mit Legasthenie unter depressiven Symptomen und höherem Elternstress leiden. Um die akademische Entwicklung des Kindes zu unterstützen üben viele Eltern von Kindern mit Legasthenie öfter lesen und schreiben und zeigen kontrollierendes und maladaptives (nicht angepasstes) Verhalten. Dadurch sinkt die Lernmotivation der Kinder und später sind Hausaufgabensituationen in einer negativen Weise beeinflusst. Folglich ist es nötig Elterntraining zu angebrachtem Verhalten mit Hausaufgaben und akademischen Übungen anzubieten, um die Kompetenzen der Eltern zu erhöhen, Elternstress zu reduzieren und die Lernmotivation des Kindes zu fördern. Im deutschsprachigen Raum gibt es einen Mangel an ausgearbeiteten und evaluierten Programmen für Eltern von Kindern mit Legasthenie. Deshalb wurde ein Programm, das insbesondere auf die Bedürfnisse dieser Eltern eingeht, entwickelt. Die Studie zielt darauf ab die Effekte des Elterntrainings zu bewerten. Wir stellen die Hypothese auf, dass die Behandlung den Elternstress vermindert und die Kompetenzen der Eltern erhöht. 41 Mütter von Kindern mit Legasthenie der dritten Klasse wurden zufällig zu dem gruppenbasierten Eltern-Trainingsprogramm (N=25) oder einer Warteliste-Kontrollgruppe (N=16), zugeteilt. Nur Kinder, die im Normalbereich des Intelligenztests abgeschnitten haben (IQ>70) und die eine unterdurchschnittliche Punktzahl in mindestens einem Test zur Lese- und Schreibfähigkeit (T-score <40) erreicht haben, wurden eingeschlossen. Kinder mit einem signifikanten Defizit des Gehörs oder der Sehkraft, mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung oder einer genetischen Störung wurden ausgeschlossen. Daten von Kindern und deren Müttern wurden vor der Intervention gesammelt, direkt nach der Intervention und 3 Monate nach der Intervention. Um Trainingseffekte zu erforschen wurden zu allen Zeitpunkten der Elternstress, die Kompetenzen beim Unterstützen der akademischen Entwicklung, das Meistern von Hausaufgabensituationen und die Bindung zum Kind gemessen. Eltern auf der Warteliste-Kontrollgruppe hatten die Möglichkeit, nachdem die Nachbeobachtung abgeschlossen war, an einem Elterntraining teilzunehmen. Das Interventionsprogramm besteht aus 5 2-stündigen Sitzungen, die alle zwei Wochen abgehalten werden. Das Training dauert ungefähr 10 Wochen. Es ist für Gruppengrößen von 3 bis 10 Personen konzipiert. Es folgt einem kognitiv-verhaltensbezogenen Ansatz. Das Training zielt auf den Wissenstransfer zur Legasthenie, die Erhöhung der Empathie der Eltern für die Schwierigkeiten des Kindes beim Lesen und Schreiben, das Fördern der elterlichen Kompetenzen und Selbstwirksamkeit (Bewusstsein für eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten) im Umgang mit Legasthenie innerhalb des Familienkontextes und während Hausaufgabensituationen, die Sensibilisierung für Möglichkeiten, um das Lesen und Schreiben in den Alltag zu integrieren und die Reduktion des Elternstresses ab. Die Hauptthemen, die abgedeckt werden sind die Voraussetzungen und Phasen des Erwerbs der geschriebenen Sprache, die Ursachen der Legasthenie, hilfreiche Strategien um Hausaufgaben und Übungen zu bewältigen, die Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten im Alltag und der Umgang mit der Legasthenie. Methoden, die benutzt werden sind kurze Vorträge, Beispielfälle, Gruppendiskussionen und Übungen, sowie Hausaufgaben. Schriftliche Handouts, die die wichtigen Themen zusammenfassen, werden bei jeder Sitzung ausgeteilt. Ein Nutzen des Studieneinschlusses ist, dass Eltern Informationen, zur akademischen Entwicklung ihrer Kinder erhalten. Im Moment ist es noch nicht sicher, ob Eltern von der Teilnahme an dem Training profitieren, weil die Effekte noch nicht erforscht wurden. Die Studie findet an der Universität Heidelberg (Kinderkrankenhaus) und im Frühinterventionszentrum Heidelberg statt. Die Studie begann im Januar 2012 und läuft Ende Oktober 2014 aus. Die Teilnehmer wurden zweimal zu Beginn eines Schuljahres rekrutiert. Die Zeitachse für jeden Studiendurchlauf war gleich. Voruntersuchungen fanden im September und Oktober statt; Das Elterntraining startete im Dezember und dauerte bis Februar. Nachuntersuchungen fanden im Februar und März statt. Nachbeobachtungs-Messungen wurden von Juni bis Juli realisiert. Die Studie wird von der Günter Reimann-Dubbers Stiftung Heidelberg finanziert. Die Hauptansprechpartnerin für die Studie ist Bettina Multhauf (M.Sc.Psych.), Email: fruehinterventionszentrum@googlemail.com.

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Studiendetails

Studienziel - Änderung ab Baseline im Elternstressindex nach 12 Wochen; Zeitrahmen: 20 Wochen
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 42
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bitte wenden Sie sich an den Sponsor / Please refer to primary sponsor

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nur Kinder der dritten Klasse, die im Normalbereich des Intelligenztests abgeschnitten haben (IQ>70) und die eine unterdurchschnittliche Punktzahl in mindestens einem Test zur Lese- und Schreibfähigkeit (T-score <40) erreicht haben, wurden eingeschlossen.

Ausschlusskriterien

  • Kinder mit einem signifikanten Defizit des Gehörs oder der Sehkraft, mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung oder einer genetischen Störung wurden ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

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