Beschreibung der Studie

Bei der vorgestellten Modifikation des Kaiserschnitts werden die Eltern aktive in Geburtsvorgang integriert. Bisher ist es in den meisten Klinik üblich, dass der Kaiserschnitt mit hochgezogenem Tuch am Kopfende der Patientin durchgeführt wird und das Kind unmittelbar nach Entwicklung von einer Hebamme oder einem Arzt untersucht wird. Ein früher Haut-zu-Haut Kontakt und eine frühe und enge Mutter-Kind-Bindung war bisher dadurch nicht üblich. Daher wird in der vorliegenden Studie folgende Modifikation untersucht: Die operative Technik des Kaiserschnitts ist gleich. Die Kindsentwicklung erfolgt unter Sicht der Eltern, das OP Tuch wird herabgelassen. Eigenhändiges durchtrennen der Nabelschnur. Bei guter kindlicher Anpassung wird das Neugeborene direkt auf die nackte Brust der Mutter gelegt und mit einem Handtuch bedeckt. Der OP Saal ist aufgewärmt und abgedunkelt.

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Studiendetails

Studienziel 1. Perinatale Sicherheit: APGAR Scores. Notwendigkeit der Verlegung auf eine neonatale Intensivstation. Arterieller Nabelschnur pH. Geburtserlebnis. 2. Maternale Parameter: kardiorespiratorische Probleme, Notwendigkeit kreislaufunterstützender Medikament. Blutverlust. Als Messinstrumente zu Parametern des Geburtserlebnis wurde modifizierte Likert Skalen verwendet. Die Befragung erfolgte mittels eines standardisierten Fragebogens zwischen dem 2. und 4. postoperativen Tag.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Geburtsmedizin der Charité

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >18 Jahre; medizinische Indikation zur primären Sectio gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Unterschrieben Einverständniserklärung zum Charité Kaiserschnitt, insbesondere zur Randomisierung.
  • Schwangerschaftswochen >37; Patientinnen ohne Anamnese peripartaler Blutungen, Anomalien des Gerinnungssystems, keine kardiovaskulären Erkrankungen. Keine anderen internistischen oder neurologischen Vorerkrankungen im Sinne operationsgefährdender Komplikationen. Bekannten fetale Fehlbildungen.

Ausschlusskriterien

  • präoperative Meinungsänderung
  • Blutungskomplikationen oder andere unerwartete Komplikationen bei der Sectio; Schwierigkeiten bei der Kindsentwicklung; inadäquate kindliche Adaptation.
  • Bekannte fetale Anomalien, welche eine sofortige Therapie notwendig machen (ductusabhängiges Vitium cordis; fetaler Bauchwand-, Wirbelsäulen- oder Zwerchfelldefekt)
  • fehlende schriftliche Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Geburt per Kaiserschnitt-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Trotz gestiegener Kaiserschnittraten weltweit wurde der Operationsablauf bisher kaum verändert. Im wissenschaftlichen Fokus standen bisher Aspekte der Operationstechnik, die Diskussion um Indikationen und Möglichkeiten der Reduktion von Komplikationen. Zudem gibt es ausreichend Evidenz, dass der Kaiserschnitt häufig mit einem negativen Geburtserlebnis einhergeht und es zu Schwierigkeiten beim Stillen kommen kann. Außerdem war bisher eine aktive Integration der Eltern in den Geburtsvorgang nicht üblich. Die Kindsentwicklung erfolgte bei hochgezogenem sterilen OP Tuch am Kopfende der Patientin. Häufig wird das Kind dann an die bereitstehende Hebamme oder auch Neonatologen übergeben und untersucht. Bei der hier vorgestellten Modifikation erfolgt die Sectio zunächst in der Technik nach Misgav-Ladach. Im Moment der Kindsentwicklung wird das OP Tuch herabgelassen. Diese erfolgt dann unter Sicht der Eltern und langsam. Es kommt zu einer Kompression der Uterotomie durch den fetalen Thorax, was zum Einen eine freie Sicht auf das OP Gebiet nicht möglich macht und zum Anderen es zu einer Expulsion von Lungenflüssigkeit kommt. Anschließend kann der Partner die Nabelschnur durchtrennen. Bei guter kindlicher Adaptation wird das Neugeborene unmittelbar auf die nackte Haut der Mutter gelegt für frühen Haut-zu-Haut-Kontakt. Das OP Tuch wird wieder hochgezogen und der Rest der OP erfolgt in üblicher Art und Weise.

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