Beschreibung der Studie

Aneurysmen sind Aussackungen von Hirngefäßen. Diese Aneurysmen können platzen und eine gefährliche Hirnblutung auslösen. Geplatzte Aneurysmen aber auch Aneurysmen die zufällig entdeckt werden, können behandelt werden um einer Blutung vorzubeugen. Klassischerweise wurde diese Aneurysmen durch einen chirugischen Eingriff versorgt, bei dem die Gefässaussackung mit einer Metallklammer verschlossen wurde (Clip). In der jüngeren Vergangenheit hat sich das sogenannte Coiling durch gesetzt. Dabei wird das Aneurysma mit geeigneten Kathetern über die Leiste durch das Gefäßsystem aufgesucht und von innen mit Platinspiralen (Coils) verschlossen. Nicht alle Aneurysmen können mit dieser Methode versorgt werden. Ein neuer Ansatz liegt in der Verwendung von so genannten Flow Diverter Stents. Dies sind spezielle Stents mit besonders engem Maschenwerk, die den Blutstrom am Aneurysma vorbeileiten und so einen Verschluss mit anschließender Schrumpfung des Aneurysmas bewirken. Flow Diverter sollen insbesondere bei Patienten mit großen und komplex geformten Aneurysmen angewandt werden. Ein potentieller Nachteil der Aneurysma Behandlung mit FD liegt darin, daß kleine Hirnversorgende Blutgefäße überdeckt werden und dadurch Schlaganfälle verursacht werden könnten. Ziel der Studie ist es diese neue Methode für die Therapie von Aneurysmen zu prüfen. Dies geschieht durch eine Untersuchung der Krankenakten von Patienten die in insgesamt 15 Zentren in 8 Ländern behandelt worden sind.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Mortalität bei Patienten mit intrakraniellen Aneurysmen der hinteren Zirkulation, die eine Behandlung mit dem Surpass FD erhalten haben (nach etwa 12 Monaten) sowie angiographisch kompletter Aneurysmaverschluss (nach etwa 12 Monaten).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 53
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg Abteilung der Neuroradiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die im Rekrutierungszeitraum eine endovaskuläre Versorgung mit Surpass Flow Diverter zur Behandlung eines Aneurysmas der hinteren Zirkulation erhalten haben.

Ausschlusskriterien

  • Patienten unter 16 Jahren

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hirnaneurysma-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Eine Vielzahl prospektiver Studien konnten die klinische Wirksamkeit der endovaskulären Behandlung intrakranieller Aneurysmen mit Coils belegen. Diese Studien haben Eingang in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie der britischen Gesundheitsbehörden (NHS) gefunden. Die klassische Coilembolisation gelangt insbesondere bei grossen Aneurysmen oder Aneurysmen mit einem weiten Hals an Ihre Grenzen. Hier haben sich weitere Hilfsmittel wie Remodelling-Ballons oder Stents durchgesetzt. Einen weiteren Ansatz stellen die sogenannten Flow Diverter (FD) dar. Dabei handelt es sich um sehr eng gewobene Stents, die den Blutstrom am Aneurysma vorbei leiten und damit eine progressive Thrombosierung im Inneren des Aneurysmas induzieren. Im weiteren Verlauf kommt es zum Einwachsen von Bindegewebe in das Aneurysma und letztendlich zu einem Einschrumpfen der Gefäßläsion. FD können insbesondere zur Behandlung von Aneurysmen eingesetzt werden, bei denen die Wirksamkeit des konventionellen Coilings eingeschränkt ist. Die Wirksamkeit der FD Behandlung konnte in diversen Registerstudien gezeigt werden. Bei der Behandlung komplexer Aneurysmen haben FD, im Vergleich zur klassischen Coilembolisation, stabilere Verschlussraten erreicht. Die perinterventionelle Komplikationsrate und das klinische Outcome blieben jedoch im Vergleich zum Coiling unverändert. Es konnte gezeigt werden, dass insbesondere Patienten mit großen Aneurysmen und Aneurysmen in der hinteren Zirkulation ein erhöhtes Behandlungrisiko aufwiesen. Dabei wurden insbesondere thrombembolische Ereignisse, vor allem in Form von In-Stent-Thrombosen/-Stenosen und Verschluss von Perforatoren, beobachtet. Darüber hinaus scheint, im Vergleich zur FD Behandlung in der vorderen Zirkulation, ein erhöhtes Risiko von intraparenchymalen- und postprozeduralen Subarachnoidalblutungen zu bestehen. Ziel dieser retrospektiven, multizentrischen Registerstudie ist es, das klinische und angiographische Outcome bei Patienten mit Aneurysmen in der hinteren Zirkulation die zwischen 07/2010 und 03/2015 mit einer neuen Klasse von besonders dichten FD (Surpass, Stryker Neurovascular) behandelt wurden, zu untersuchen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: