Beschreibung der Studie

Pflegende Angehörige sind mit hohen Anforderungen konfrontiert. Dies führt zu einem Bedarf an professioneller Unterstützung. Gleichzeitig kann die hohe Pflegebelastung aber auch dazu führen, dass Unterstützungsangebote nicht genutzt werden können. Telefonische Unterstützung kann häufig leichter in Anspruch genommen werden, da sie von zu Hause aus genutzt werden kann. Vor diesem Hintergrund wollen wir untersuchen, (1) ob die Umsetzung einer telefonbasierten Therapie in etablierten Versorgungsstrukturen umsetzbar ist, (2) ob die telefonische Therapie im Vergleich zu herkömmlichen Unterstützungsangeboten wirksamer ist, und (3) ob die telefonische Therapie gleichermaßen wirksam ist wie die persönliche Therapie. Um diese Fragestellungen zu untersuchen, werden pflegende Angehörige im Abstand von 6 Monaten dreimal befragt. Alle Teilnehmer erhalten Informationsmaterialien zu Pflege und Demenz. Die Telefongruppe erhält 12 Psychotherapiegespräche am Telefon, die persönliche-Kontakt-Gruppe erhält 12 Psychotherapiegespräche in einem der beteiligtenTherapiezentren. Die Teilnehmer werden zunächst gefragt, ob sie im Gebiet eines Studienzentrums wohnen und an der persönlichen Therapie teilnehmen könnten. Wenn dies der Fall ist, werden sie der persönlichen-Kontakt-Gruppe zugewiesen. Wenn dies nicht der Fall ist, werden sie zufällig der Telefongruppe oder der Kontrollgruppe zugewiesen. Die Ergebnisse der Studie sollen genutzt werden, um die Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Depressivität wird zu allen drei Messzeitpunkten (T0: Baseline; T1: 6 Monate nach Baseline (Kontrollgruppe) oder nach Ende der 6-monatigen Therapie (Interventionsgruppen); T2: 6 Monate nach T1) durch eine selbst entwickelte Thermometer-Skala und durch die Allgemeine Depressionsskala (ADS) erfasst. Pflegebelastung wird zu allen drei Messzeitpunkten mit einer selbst entwickelten Thermometer-Skala erfasst. Körperbeschwerden werden mit dem Giessener Beschwerdebogen (GBB-24) zu allen drei Messzeitpunkten erfasst. Problemlösefähigkeit bezüglich der fokussierten Problembereiche wird mit Goal Attainment Scaling (GAS) im Verlauf der Therapiegespräche erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 270
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Gesundheit
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Betreuender Angehöriger: Hauptzuständigkeit in der Pflege des demenziell Erkrankten
  • Demenzerkrankter: diagnostizierte Demenz-Erkrankung mindestens in geringer Ausprägung laut ärztlicher Diagnose

Ausschlusskriterien

  • Betreuender Angehöriger: laufende psychotherapeutische Behandlung; schwere körperliche Krankheit; ärztlich diagnostizierte psychiatrische Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis
  • Demenzerkrankter: Bereits erfolgte bzw. in den nächsten 6 Monaten geplante institutionelle Unterbringung

Adressen und Kontakt

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Pflegende Angehörige sind mit hohen Anforderungen konfrontiert. Dies führt gleichzeitig zu einem Bedarf an professioneller Unterstützung sowie Barrieren bezüglich deren Nutzung. Telefonische Unterstützung ermöglicht einen leichteren Zugang als face-to-face-Unterstützung. Die Ziele dieser Studie sind es, (1) die Implementierung einer telefonbasierten kognitiven Verhaltenstherapie (TCT) in etablierten Versorgungsstrukturen zu überprüfen, (2) zu ermitteln, ob TCT im Vergleich zur Routineversorgung die Outcomes verbessert, und (3) ob TCT so effektiv ist wie face-to-face Therapie (FCT). Hierzu sollen pflegende Angehörige zu drei Messzeitpunkten im Abstand von je 6 Monaten befragt werden. Alle Teilnehmer erhalten Informationsmaterialien zu Pflege und Demenz. Die Telefongruppe erhält 12 Psychotherapiegespräche am Telefon, die face-to-face Gruppe erhält 12 Psychotherapiegespräche in direktem Kontakt in einem der Therapiezentren. Die Teilnehmer werden zunächst gefragt, ob Sie im Gebiet eines Studienzentrums wohnen und an der FCT teilnehmen könnten. Wenn dies der Fall ist, werden sie der FCT zugewiesen. Wenn dies nicht der Fall ist, werden Sie randomisiert der TCT oder der Kontrollgruppe zugewiesen. Folgende Fragestellungen sollen hierbei untersucht werden: (1) Ist die TeleTAnDem Intervention wirksamer als die Routineversorgung hinsichtlich der Verbesserung der subjektiven gesundheitlichen Belastung, der Lebensqualität und der Depressivität? (2) Ist eine zweitägige Schulung (8h) in Tele.TAnDem für ausgebildete Verhaltenstherapeuten ausreichend für eine adäquate und effektive Umsetzung der Intervention in einer Beratungsstelle der Alzheimer Gesellschaft? (3) Ist die Tele.TAnDem Intervention im Vergleich zur Routineversorgung eine kosteneffektive oder ggf. sogar kostensparende Alternative? (4) Ist die telefonische Therapie gleichermaßen wirksam wie die (in Inhalt und therapeutischem Vorgehen gleiche) face-to-face Intervention? (5) Erhöht Tele.TAnDem die Inanspruchnahme von professioneller Unterstützung durch Angehörige von Demenzerkrankten? (6) Führt Tele.TAnDem zu einer verzögerten Institutionalisierung der Demenzerkrankten und fördert somit die häusliche Pflege? Die Ergebnisse der Studie sollen genutzt werden, um die Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zu verbessern.

Quelle

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