Beschreibung der Studie

Manche Augenerkrankungen, etwa die diabetische Augenhintergrundserkrankung oder Thrombosen im Bereich der Netzhaut, können eine Verödungsbehandlung der Netzhaut mit einem Laser erfordern. Diese Behandlung heißt Laserphotokoagulation. Bei einer Laserphotokoagulationsbehandlung werden bis zu 2000 einzelne kleine Verödungsherden erzeugt, von denen jeder auf der Netzhaut einen Durchmesser von ca. einem halben Millimeter hat. Der Arzt muß nach jedem dieser vielen Herde kontrollieren, ob der vorhergehende Herd eine Netzhautweißfärbung der nötigen Intensität erzeugt hat. Falls erforderlich, wird nach jedem Herd die Leistung des Lasergerätes angepaßt. Die Einschätzung, ob ein Laserherd die richtige Weißfärbung erreicht hat, variiert je nach Behandler ein wenig. In dieser Studie untersuchen wir mit einem fotographischen Gerät, dem sog. OCT, in sehr hoher Auflösung, wie die erzeugten Herde genau aussehen. Außerdem prüfen wir an ausgewählten Herden die Lichtempfindlichkeit der Netzhaut nach der Behandlung. Dafür benutzen wir eine sog. „Mikroperimetrie“. Wir möchten damit prüfen, ob und wie stark die Effekte unterschiedlicher Behandler voneinander abweichen, und auch prüfen, ob die Effekte desselben Behandlers von einem Patienten zum nächsten schwanken. Diese Untersuchungen möchten wir bei solchen Patienten durchführen, die ohnehin eine Laserbehandlung der Netzhaut benötigen und die bisher noch nicht mit dem Laser behandelt wurden. Unseren Patienten entstehen keine zusätzlichen Wege in die Klinik. Alle Zusatzuntersuchungen sind für den Patienten völlig unschädlich und nicht schmerzhaft. An den Studienuntersuchungstagen benötigen die Zusatzuntersuchungen jedoch etwas zusätzliche Zeit. Ein Studienteam, das aus einer Studienschwester und mehreren erfahrenen Prüfärzten besteht, steht zur persönlichen Betreuung der Patienten bereit und bemüht sich, die Wartezeiten möglichst kurz zu halten.

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Studiendetails

Studienziel Die Intensität der ausgewählten Photokoagulationsläsionen wird nach 3 Monaten morphologisch mittels hoch auflösender OCT-Bildgebung und funktionell mittels MP1 Mikroperiemetrie untersucht.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Indikation zur panretinalen Photokoagulation aufgrund einer diabetischen Retinopathie oder eines venösen Verschlusses, keine bisherige panretinalen Photokoagulation, juristische Einwilligungsfähigkeit, ausreichende Kooperationsfähigkeit für mikroperimetrische Untersuchung (hinreichend klare Medien, kein wesentlicher Tremor, Fixationsfähigkeit des Studienauges)

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Netzhautgefäßverschluss-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Diese Studie hat eine Quantifizierung der Effektschwankungen bei panretinaler Photokoagulation zum Ziel und untersucht Schwankungen innerhalb einer Behandlungssitzung, zwischen verschiedenen Patienten und Behandlern. Dazu werden Patienten mit Indikation zur panretinalen Laserphotokoagulation rekrutiert und 2 Studienareale der Netzhaut einer eingehenden bildgebenden Untersuchung unterzogen. Es werden vor der Behandlung sowie nach 1 Stunde, 1 Tag, 1 und 3 Monaten Farbfundusfotos und OCT-Bilder angefertigt. Einflußgrößen auf den Effekt sind Behandler, Patient und Laserleistung. Zielgrößen sind Läsionssichtbarkeit, Läsionsdurchmesser im Farbfundus- und OCT-Bild und Läsionsintensität anhand einer 6-stufigen OCT-Herdklassifikation. An jedem Probanden werden an den Gefäßbögen ca. 2x20 Studienläsionen appliziert (Bestrahlungsdurchmesser 300 µm, Bestrahlungsdauer 20 ms oder 200 ms, Intensität wie im Rahmen des klinischen Standards (ETDRS) für panretinalen Photokoagulation vorgesehen). Diese Läsionen sind im Rahmen der klinisch indizierten Behandlung ohnehin erforderlich und werden nicht für Studienzwecke erzeugt. Eine zweite Fragestellung beschäftigt sich mit der funktionellen Einschränkung der Netzhaut im Bereich der Photokoagulationsverbrennung. An ausgewählten Läsionen der gleichen Patienten – ca. an 8 Läsionen je Patient - werden mikroperimetrische Untersuchungen vor der Behandlung, nach 1 Tag, 1 und 3 Monaten durchgeführt (Nidek MP1). Auf jeder Läsion werden mehrere Prüfmarken, Größe entsprechend Goldmann III, untersucht. Ausgewertet wird zu jedem Zeitpunkt das Vorhandensein eines Absolutskotoms (schlechteste Prüfmarke = Empfindlichkeit 0 dB), Empfindlichkeit des schlechtesten Punktes im Prüfareal und mittlere Empfindlichkeit über das gesamte Prüfareal.

Quelle

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