Beschreibung der Studie

Für die Behandlung der Epicondylitis, des sogenannten Tennisellenbogens, gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten. Allerdings hat sich bisher keine Therapie mit in wissenschaftlichen Studien belegtem, erfolgreichem Langzeiteffekt für die chronische Erkrankung finden können. Für die oft berufstätigen Patienten ist die chronische Erkrankung meist, mit großen Einschränkungen bei der Ausführung alltäglicher Bewegungen (Schmerzen beim Greifen oder Heben) und Einschränkungen im Berufsalltag (Schmerzen beim Arbeiten mit Tastatur und Maus) verbunden. Die Behandlung der Epicondylitis bedeutet für die Betroffenen oftmals einen Therapiemarathon mit ungewissem Ausgang. In dieser Studie sollen die klinischen Effekte der neueren, vielversprechenden Injektions-Therapie mit autologem Plasma (ACP) bei seit mindestens drei Monaten bestehender Epicondylitis mit der bereits gut etablierten Lasertherapie verglichen werden. Die Hypothese hierbei ist, dass ACP-Injektionen beim sogenannten Tennisellenbogen ebenso effektiv sind und zum Behandlungserfolg führen können, wie die Lasertherapie. Dabei erfolgt die Behandlung nach einem vorher festgelegten Therapieschema mit physiotherapeutischer Nachbetreuung. Die Einteilung in den jeweiligen Studienarm erfolgt abwechselnd in der Reihenfolge der Patientenanmeldungen. Die klinische Untersuchung und Beurteilung, wie auch die Aufklärung über das Verfahren erfolgt immer durch dieselben Ärzte.

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Studiendetails

Studienziel Die erfassten klinischen Parameter waren die VAS (Visuelle Analogskala für Schmerz von 0-10) und der DASH-Questionnaires (Disabilities of Arm, Shoulder and Hand, 0-100). Die Erfassungszeiträume waren vor Therapie, nach zwei Monaten, nach sechs Monaten und nach einem Jahr.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Magdeburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • mindestens drei Monate bestehende Beschwerden bei klinisch diagnostizierter Epicondylitis mit vorangegangener frustraner konservativer Therapie

Ausschlusskriterien

  • Lokale Injektionen im letzten Monat in der Region des Epicondylus, Laserbehandlung im Vorfeld, gestörte Schmerzverarbeitung, Schwangerschaft, rheumatische Erkrankungen, systemisch-entzündliche Erkrankungen, Hämatoonkologische Erkrankungen mit niedriger Thrombozytenzahl, Infektionen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Epicondylitis radialis humeri, auch bezeichnet als laterale Epicondylopathie oder "Tennisellenbogen" ist ein Schmerzsyndrom im Ellenbogenbereich, das vor allem Berufstätige betrifft. Eine Chronifizierung der Erkrankung mit mindestens drei monatiger Dauer ist oftmals mit erheblicher Einschränkung im Alltags- und Berufsleben verbunden (Schmerzen bei Handgelenksextension, z. B. bei Arbeiten mit Tastatur und Maus). Für die Behandlung gibt es eine Vielzahl an konservativen Therapiemöglichkeiten, jedoch bisher ohne evidenzbasierte, erfolgreiche Langzeiteffekte. Eine relativ neue, potenziell erfolgreiche, Behandlungsmethode scheint die Therapie mit sogenanntem „Autologous Conditioned Plasma“ ( ACP) zu sein. ACP soll durch den hohen Gehalt an Wachstumsfaktoren direkt an der Sehne Proliferationsprozesse fördern und so die Regeneration beschleunigen. Ein bereits etabliertes, ebenfalls proliferative Mechanismen induzierendes Verfahren ist die Applikation von Soft-Level Laser. In dieser Studie sollen die klinischen Effekte der neueren ACP-Therapie mit der bereits gut etablierten, ebenfalls zelluläre Regenerationsprozesse fördernden Lasertherapie verglichen werden. Die Hypothese hierbei ist, dass ACP-Injektionen bei der Epicondylitis radialis humeri ebenso effektiv sind wie die Lasertherapie. Zudem soll durch ein mit Ärzten und Physiotherapeuten entwickeltes Therapieschema die physiotherapeutische Nachbehandlung standardisiert werden.

Quelle

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