Beschreibung der Studie

Das Modellprojekt “Saarland gegen Darmkrebs – machen Sie mit!“ (Acronym: SAMS) hat die Erprobung und Evaluation eines logistisch unaufwändigen Verfahrens zur Steigerung der Teilnahme an der Darmkrebsfrüherkennung zum Thema. Das landesweit im Saarland durchzuführende Modellprojekt bezieht beide im gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm angebotene Früherkennungsuntersuchungen, die Testung auf okkultes Blut im Stuhl und die Früherkennungskoloskopie, ein. Es beinhaltet die Implementierung zentraler Elemente eines organisierten Krebsfrüherkennungsprogramms mittels wiederholter persönlicher Einladungen und (im Falle des Tests auf Blut im Stuhl) durch Zusendung von Testmaterialien.

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Studiendetails

Studienziel Die primären Ziele des Modellprojekts sind der Nachweis und die Quantifizierung der Steigerung der Teilnahme an der Darmkrebsfrüherkennung durch ein logistisch unaufwändiges persönliches Einladungsverfahren. Die Fragestellungen beinhalten im Einzelnen: - In welchem Umfang kann die Inanspruchnahme des Tests auf okkultes Blut durch ein persönliches Einladungsschreiben mit einer Informationsbroschüre gesteigert werden? - In welchem Umfang kann eine zusätzliche Steigerung der Teilnahme durch die Zusendung eines Testkits zusammen mit dem Einladungsschreiben erreicht werden? - In welchem Umfang erfolgt bei positivem Testbefund eine koloskopische Abklärung? - In welchem Umfang kann die Inanspruchnahme der Früherkennungskoloskopie durch ein persönliches Einladungsschreiben mit einer Informationsbroschüre gesteigert werden? - Welche Effekte im Bezug auf die Teilnahme sind bei erstmaligem Anschreiben und bei Folge-Anschreiben in einjährigem Abstand zu erzielen? - Für alle Fragestellungen: Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen Frauen und Männern?
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 34000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Gesundheit
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geburtsjahrgänge 1962 und 1957 der saarländischen Wohnbevölkerung

Ausschlusskriterien

  • Nicht im Saarland ansässige Personen; Personen, die nicht Geburtsjahrgang 1962 oder 1957 sind

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Mit ca. 65.000 Neuerkrankungen und ca. 26.000 Todesfällen pro Jahr ist Darmkrebs die häufigste Krebserkrankung und zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Ein großer Teil dieser Fälle könnte durch Früherkennung verhütet werden. Im Rahmen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms bestehende Angebote (Stuhlbluttest und Koloskopie) werden nur in geringem Umfang genutzt. In einem landesweiten Modellprojekt im Saarland sollen Schlüsselelemente eines organisierten Früherkennungsprogramms für Darmkrebs in der saarländischen Wohnbevölkerung erprobt werden. Primäre Ziele der Studie sind der Nachweis und die Quantifizierung der Teilnahmesteigerung durch ein persönliches Einladungsverfahren und, im Falle des Stuhltests, durch Zusendung von Testmaterialien. Zielpopulation sind die Geburtsjahrgänge 1962 und 1957 (N ca. 34.000), die über die zentrale Einwohnermeldedatei identifiziert und innerhalb jedes Geburtsjahrgangs zufällig in eine Interventions- und in eine Kontrollgruppe unterteilt werden. Zu ihrem 50. bzw. 55. Geburtstag erhalten im Jahr 2012 die Interventionsgruppen ein Informations- und Einladungsschreiben zur Darmkrebsfrüherkennung durch den/die saarländische/n Gesundheitsminister/in. Der Schwerpunkt der Information liegt beim jüngeren Jahrgang auf dem Stuhlbluttest, der in einem Teilkollektiv dem Schreiben unmittelbar beigefügt wird, und beim älteren Jahrgang auf der Koloskopie. Nach einem Jahr ist ein erneutes Anschreiben vorgesehen. Durch das zu evaluierende Einladungsverfahren und die gewünschte Inanspruchnahme der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen entstehen dem betroffenen Personenkreis keine zusätzlichen, über die Teilnahme an der gesetzlichen Krebsfrüherkennung hinausgehenden Risiken. Die Erhebung der Inanspruchnahme und der Ergebnisse der Untersuchungen erfolgen durch die Kassenärztliche Vereinigung und ein Studienzentrum. Die Auswertung der Stuhlbluttests wird im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführt. Mittels Kontrollnummern (Zeichenfolgen, die aus den Identitätsdaten gewonnen werden, ohne dass eine Wiedergewinnung der Identitätsdaten möglich ist) können die Abrechnungsdaten aus der Kassenärztlichen Vereinigung mit den Daten im Studienzentrum anonymisiert zusammengeführt und ausgewertet werden. Die Ergebnisse des Stuhlbluttests werden aus dem DKFZ mittels einer nicht zur Reidentifikation zu nutzenden Kommunikationsnummer an das Studienzentrum rückgemeldet.

Quelle

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