Beschreibung der Studie

Patienten mit einer COPD erleiden regelhaft Verschlechterungen der vorbestehenden Symptome (so genannte Exazerbationen). Aus diesem Grund müssen sie immer wieder im Krankhaus stationäre behandelt werden. Die Standardphysiotherapie in dieser Situation besteht aus Atem- und Krankengymnastik im und am Bett. In der Studie werden Patienten zufällig in eine Standardphysiotherapiegruppe oder eine Gruppe "Standardphysiotherapie + Ganzkörpervibrationstraining" eingelteilt. Ganzkörpervibrationstraining ist eine neue Form des körperlichen Trainings, bei welcher Patienten auf einer vibrierenden Plattform stehen. Es soll untersucht werden, ob sich hierbei unterschiedliche Effektivitäten der beiden Trainingsmodallitation während einer Exazerbation ergeben.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Differenz 6-Minuten-Gehtest bei Aufnahme und Entlassung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Department of Medicine, Pulmonary and Critical Care Medicine, University Medical Center Giessen and Marburg, Philipps-University Marburg, Germany, Member of the German Center for Lung Research (DZL)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit dokumentierter exazerbierter COPD im Stadium 2-4 nach den Exazerbationskriterien, wie sie in der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie hinterlegt sind (Verschlechterung der Symptome, die eine Veränderung der täglichen Medikation notwendig macht) und dokumentierter Zustimmung aus der Ambulanz/Notfallbereich/Station/ Intensivstation (wenn klinisch möglich).

Ausschlusskriterien

  • Keine COPD, stabile COPD, Hinweis auf akutes pathologisches kardiales Geschehen im Labor oder EKG (TNI bzw. CK Erhöhung, neu aufgetretene ST-Streckenveränderungen)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Chronisch obstruktive Lungenerkrankung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD ) ist eine progressiv verlaufende Lungenerkrankung , die durch eine irreversible Obstruktion der Atemwege charakterisert ist. Das Fortschreiten der Erkrankung geht mit rezidivierenden Exazerbationen sowie einer Abnahme der Lungenfunktion, der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit einher und fürt zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko. Kachexie und Muskelatrophie sind wichtige extrapulmonale Manifestationen der COPD. Es ist bekannt, dass die Funktion der Skelettmuskulatur (Kraft und Ausdauer) sowie die Struktur (Zusammensetzung der Muskelfasern, Dichte der Kapillaren und metabolische Kapazität) bei Patienten mit COPD verändert sind, und zwar im Sinne einer verringerten oxidativen Kapazität. Zusätzlich konnte gezeig werden, daß das anabol-katabole Verhältnis hin zur Katabolie verschoben ist, was von eine Ischämie-bedingten Schädigung begleitet wird. Pulmonale Rehabilitation verbessert die Trainingsleistung, die Dyspnoe und die Lebensqualität, reduziert die Auswirkungen von akuten Exazerbationen und verlängert das Intervall zwischen Exazerbationen. Die aktuellen Richtlinien empfehlen pulmonale Rehabilitation für alle Stadien der COPD, wobei die Phasen während einer akuten Exazerbation nicht ausdrücklich erwähnt sind. Die zentralen Komponenten der Rehabilitation sind körperliche Bewegung und Krafttraining. Es wird vermutet, dass die Expression des Transkriptionsfaktors peroxisome-proliferator-activated receptor-γ coactivator 1α (PGC1-α) für die Wiederherstellung der Muskelkraft relevant ist. PGC1-α stimuliert die Expression von FNDC5 , einem Membranprotein, welches durch Abspaltung ein neu identifiziertes Hormon namens Irisin abgesondert. Die Hochregulation von PGC1-α scheint Entzündungen abzumildern und Angiogenese auszulösen. Ganzkörpervibrationstraining (WBV) ist eine neue Trainingsmodalität auf einer vibrierenden Plattform, die in Sinusschwingungen bewegt wird. Eine erste randomisierte klinische Studie zeigte deutliche Verbesserungen in einer Reihe von Belastungstests bei COPD-Patienten (GOLD Stadium III und IV), welche mittels WBV trainiert wurden im Vergleich zu einer Gruppe, die konventionell trainiert wurde. Wir führten eine randomisierte klinische Studie durch, in der wir hospitalisierte COPD-Patienten (randomisiert) entweder mittels WBV-Training zusätzlich zu normaler Physiotherapie oder nur mittels herkömmlichen Physiotherapie behandelten. Das Ziel war zu evaluieren, ob WBV Training sicher ist, die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verbessert, und ob eine evtl. zu beobachtende Verbesserung mit messbaren Veränderungen im Blutspiegel von Irisin einhergehen würden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: