Beschreibung der Studie

In den letzten Jahren haben sich in der Diagnostik der Glaukome zunehmend nichtinvasive und nichtbelastende bildgebende Verfahren etabliert. Dazu gehören die optische Kohärenztomographie (z.B. Zeiss Cirrus HD-OCT, Topcon SD-OCT 2000), die Scanning Laser Polarimetrie (Zeiss, GDx) und Topographie (Heidelberg Engineering, HRT). Da diese Geräte zwar alle für die Messung der Nervenfasern bei Glaukom zugelassen CE Norm) und inzwischen im klinischen Alltag für die Diagnostik nicht mehr wegzudenken sind, gibt es aufgrund ihrer hohen Anschaffungskosten in Praxen meist nur ein, häufig mit anderen Praxen gemeinschaftlich genutztes Gerät (z.B. ADC, Augen-Diagnostik-Centren). In grösseren Zentren wie z.B. Universitäts-Kliniken stehen häufig zumindest 1 bis 2 dieser modernen High Tech-Geräte zur Verfügung. Da Glaukom eine chronische Erkrankung ist, die über viele Jahre verläuft und der Patient im Laufe seines Lebens gelegentlich den Wohnsitz, den Arzt oder das sporadisch mitbetreuende Zentrum wechselt oder die entsprechende Praxis/Klinik gelegentlich ein neues Gerät anschafft, haben wir bei einer statistisch ausreichend grossen Anzahl an Patienten (114 Augen von 114 Patienten) Untersuchungen mit all diesen nicht invasiven Diagnostikgeräten durchgeführt und die Ergebnisse statistisch ausgewertet, um Kollegen und Patienten erstmals den im klinischen Alltag dringend benötigten Vergleich zwischen den verschiedenen Techniken zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der retinalen Nervenfaserschichtdicke-Werte (temporal - superior - nasal und inferior) mit 5 verschiedenen Geräten basierend auf 3 physikalisch unterschiedlichen, nicht-invasiven bildgebenden Verfahren
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 114
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Augenklinik, Evangelisches Krankenhaus Gelsenkirchen,

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Glaukompatienten mit
  • glaukomatöser Papillenexkavation und
  • glaukomatösen Gesichtsfeldausfällen

Ausschlusskriterien

  • Infektiöse Erkrankungen, Traumata, Tumore, Augen-OPs (ausser unkomplizierter Cataract-OP), hohe Ametropie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Ziel der Studie war es, Korrelationen und Zusammenhänge zwischen verschiedenen bildgebenden Verfahren zur Analyse der retinalen Nervenfaserschicht (RNFS) bei Glaukom zu untersuchen: optische Kohärenztomographie (Zeiss HD OCT, Topcon SD OCT 2000), Scanning Laser Polarimetrie (Zeiss GDx) und Topographie (Heidelberg Engineering HRT). Methoden: 114 Augen von 114 Glaukompatienten wurden mit Spektral-OCTs, SLP und SLT untersucht. Die Relationen der in 4 Regionen (superior, nasal, inferior, temporal) mit den verschiedenen Imaging Systemen gemessenen Werte der RNFS wurden mit Hilfe von linearen, logarithmischen und hyperbolischen Regressionsmodellen ausgewertet. Ergebnisse: Die größten Korrelationen der gemessenen RNFS bestanden zwischen dem GDx VCC und dem GDx Pro sowie zwischen dem Topcon - und dem Zeiss OCT. Unsere Daten zeigen auch eine hohe Korrelation zwischen den GDx-Geräten (insbesondere dem GDx Pro) und den OCTs. Bei Glaukompatienten wurden grosse Relationen gefunden zwischen den RNFS-Messungen der beiden OCT-Geräte Topcon OCT 2000 und Cirrus OCT (R² = 0,494) und besonders zwischen dem GDx VCC und Gdx Pro (R² = 0,594). Zusammenfassung: Die Messungen der retinalen Nervenfaserschicht bei Glaukom zeigen eine hohe Korrelation von OCT- und GDx-Geräten, weil OCTs alle grösseren Netzhautschichten messen können und die SLP Nervenfasern detektieren kann. Die SLT in Form der HRT-Topographie kann jedoch nur Höhenprofile der retinalen Oberfläche abtasten, aber sie kann nicht zwischen verschiedenen Schichten der Netzhaut unterscheiden. Diese Korrelationen und Zusammenhänge sind im klinischen Alttag wichtig, insbesondere wenn im Verlauf der Glaukomerkrankung bei den Patienten verschiedene Techniken benutzt werden.

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