Beschreibung der Studie

Patienten, die in Allgemeinanästhesie an der Wirbelsäule operiert werden, müssen für die Dauer des Eingriffs in Bauchlage gelagert werden. Es ist bekannt, dass sich die Eigenschaften der Lunge unter kontrollierter Beatmung in Bauchlage und in Rückenlage erheblich unterscheiden. Allerdings existieren nur wenige Untersuchungen zur Einstellung der Beatmungsparameter bei lungengesunden Patienten in Bauchlage. Die Einstellung des Drucks am Ende der Exspiration (PEEP) ist dabei von besonderer Bedeutung. Er verhindert das atemzugweise Kollabieren und Wiedereröffnen der kleinen Atemwege und der Alveolen (Atelektase) und beeinflusst somit die Gasaustauschfläche der Lungen. In der vorliegenden Untersuchung sollen lungengesunde, erwachsene Patienten auf drei unterschiedlichen PEEP-Niveaus in Bauchlage beatmet werden. Auf jedem PEEP-Niveau erfolgt die Messung der Atemmechanik, des Sauerstoffpartialdrucks im Blut und der Lungenventilation mittels Elektroimpedanztomographie (EIT). Ziel der Studie ist es das optimale PEEP-Niveau für die Beatmung in Bauchlage zu identifizieren und evtl. einen Zusammenhang mit den individuellen Patientenparametern (z.B. Körpergewicht, BMI, etc) zu untersuchen. In der Zukunft könnte mit der besseren Abschätzung des PEEP unter Beatmung in Bauchlage das Auftreten von Atelektasen während der Operation und damit das Risiko pulmonaler Komplikationen nach der Operation reduziert werden.

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Studiendetails

Studienziel Berechnung der Compliance des respiratorischen Systems aus Atemwegsdruck und Tidalvolumen (gemessen am Volumenfluss) auf jedem PEEP Niveau
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 48
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniversitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • mechnisch kontrollierte Beatmung
  • Bauchlage
  • arterielle Blutdrucküberwachung

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre, Ablehnung durch den Patienten, bekannte Lungenerkrankung, schwere leistungseinschränkende Herz-Kreislauf-Erkrankung, Schwangerschaft, intraoperative Oxygenierungsstörung, Notfalleingriff, Übergewicht (BMI >50), Herzschrittmacher, implantierbarer Defibrillator oder andere aktive Implantate, intrakardiale Herzvitien, Sprachbarriere

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der vorliegenden Studie ist die Messung der respiratorischen Größen Atemwegsdruck und –Fluss, arteriellem Sauerstoffpartialdruck (PaO2) und funktionelle Lungenventilation mittels Elektroimpedanztomographie (EIT) bei unterschiedlichen endexspiratorischen Druckniveaus (PEEP) unter volumen-kontrollierter Beatmung (VCV) in Bauchlagerung zu messen. Hierzu sollen 60 lungengesunde Patienten während einer elektiven neurochirurgischen Operation an der Lendenwirbelsäule in Intubationsnarkose mit arterieller Blutdrucküberwachung untersucht werden. In Bauchlage erfolgt ein Rekrutierungsmanöver zur Entfaltung kollabierter Lungenareale. Anschließend werden die Lungen auf einem PEEP-Niveau von 6, 9 und 12 cmH2O für jeweils 20 min beatmet (randomisierte Reihenfolge). Am Ende jedes Beatmungsintervalls werden für ca. 5 min. Atemwegsdruck und –Fluss, PaO2 und EIT aufgezeichnet. Diese Untersuchung will die Hypothese überprüfen, dass die Erhöhung des PEEP während der Beatmung lungengesunder, erwachsener Patienten in Bauchlagerung, das Auftreten von Atelektasen reduziert und in Folge die arterielle Oxygenierung verbessert.

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