Beschreibung der Studie

Die Messung des Atemwegsdruckes erfolgt routinemäßig im Beatmungsgerät und somit von der Lunge des Patienten entfernt. Bei Doppellumen-Endotrachealtuben (DLT) ist wegen der geringen Innendurchmesser der einzelnen Lumen mit einem höheren Strömungswiderstand unter einer Ein-Lungen-Ventilation und mit einer erheblichen Differenz zwischen dem Beatmungsdruck in der Lunge und dem gemessenen Atemwegsdruck am Beatmungsgerät zu rechnen. Für die intraoperative Ein-Lungen-Ventilation bei thoraxchirugischen Eingriffen konnte bislang kein Berechnungsverfahren für den intratrachrealen Druck validiert werden, aufgrund der oben angeführten Argumentation ist dieser aber von vergleichsweise großer Bedeutung. Im Rahmen dieser klinischen Untersuchung soll der intratracheale Druck nach Atemwegssicherung mit einem DLT während Ein-Lungen-Ventilation gemessen werden. In die Untersuchung eingeschlossen werden erwachsenen Patienten, die sich einer Operation am Brustkorb in Seitenlagerung unterziehen müssen. Bei der Untersuchung wird ein dünner, steriler Katheter aus Kunststoff in den Beatmungstubus eingeführt und für etwa 15 Minuten über ein Messsystem die Druckwerte aufgezeichnet. Die geschieht während der Operation und verlängert den Eingriff nicht. Während dieser Messung wird das zeitliche Verhältnis von Einatmung und Ausatmung für jeweils wenige Atemzüge verändert. Danach wird der Katheter wieder entfernt. Anschließend wird der intratracheale Druck auf Basis von Atemwegsdruck und Fluss berechnet und mit dem direkt gemessenen intratrachealen Druck verglichen. Anhand dieser Druckwerte wird ebenfalls untersucht mit welcher Häufigkeit und bei welchem DLT-Durchmesser dynamische Hyperinflation (auto-PEEP) bei Patienten auftritt. Die Hypothese der Untersuchung ist, dass der intratracheal gemessene und der berechnete Trachealdruck bei DLT übereinstimmen und sich von dem am Beatmungsgerät gemessenen Atemwegsdruck unterscheiden. Außerdem kann durch die direkte Messung bzw. die Berechnung des intratrachealen Drucks eine dynamische Hyperinflation (auto-PEEP) früher erkannt werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Vergleich von gemessenem und auf Basis von Atemwegsdruck- und Fluss berechnetem intratrachealen/-bronchialen Druck.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniversitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kontrollierte und assistierte Ein-Lungen-Ventilation (OLV) über einen Doppellumenendotrachealtubus (DLT) bei Erwachsenen (> 18 Jahre)

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre, Schwangerschaft, neurochirurgischer Eingriff, terminales Krankheitsstadium, instabile Wirbelsäulenverletzungen oder Frakturen, Übergewicht (BMI >50), Herzschrittmacher, implantierbarer Defibrillator, Schädel-Hirn-Trauma, intrakardiale Herzvitien, fehlendes Patienten-Einverständnis.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Ziel dieser Studie ist es, den intratrachealen Druck von 100 erwachsenen Patienten mit elektiven, thoraxchirurgischem Eingriff unter Ein- Lungen-Ventilation zu messen. Zu diesem Zweck wird ein steriler Einweg-Katheter (Portex, Epiduralkatheter, 16G) entweder über das tracheale oder das bronchiale Lumen des DLT bis an dessen Spitze eingeführt und der intratracheale Druck gemessen. Atemwegsdruck und Fluss werden über einen Druck - Flusssensor am proximalen Ende der DLT aufgezeichnet. Während der Beatmung wird das Verhältnis von Inspirationen zu Exspiration von 1:2 bis 1:1 und 2:1 variiert. Anschließend wird der intratacheale Druck auf der Grundlage des Atemwegdrucks und Flusses berechnet und in einer offline Analyse mit dem direkt gemessenen intratrachealen Druck verglichen. Wir nehmen an, dass (1) der nicht invasiv berechnete intratracheale Druck den gemessenen intratrachealen Druck mit hoher Genauigkeit widergibt und (2) dass die Detektion einer dynamischen Hyperinflation (Auto- PEEP) auf der Grundlage des berechneten intratrachealen Drucks zuverlässiger ist.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.